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viele Freunde gewann. Als Ergänzung
desselben erschien noch: „Ner geschichtliche
TtblMik der gesummten schauen Künste nach
ihnn einzelnen Sphären" (Wien 1837). Noch
ehe das System der genannten Werke
abgeschlossen war, hatte tägliche Beschäf-
tigung mit dem Gegenstande derselben,
die Benützung der reichen Sammlungen
Wiensund der Meinungsaustausch eines
gelehrten Verkehrs F. zur Umarbeitung
der drei hauptsächlichsten Theile geführt.
Sie erschienen als selbständige Werke
in neuer Gestalt, u. z. die „Nnleitnng zum
Studium der GlllZZiKer" (Wien 1832, Heub-
ner, 8°.) als Einleitung der Sprachwis-
senschaft, Hermeneutik und Kritik; —
die „Nterlltnrgeschichte der Griechen nnd Nümer"
(Wien 1835, 8".), mit synchron. Tabelle
über die Literatur» und Kunstgeschichte
beider Völker; — und die „Aesthetik"
(Ebenda 1840), durch Abtrennung aller
kuusthistorischen Theile abgerundet. In
dieser verbessertenGestalt wurden alle drei
Werke von V. de Castro in das Italie-
nische, die Literaturgeschichte von A. T h s-
nard in das Französische übersetzt, und
an Lehranstalten dieser Zungen eingebür-
gert. Lebhaften Antheil nahm F. an den
„Oefterreichischen Blättern für Literatur
und Kunst", welche nebst zahlreichen Re-
censionen (z. B. über Bohtz, Kugler,
Schnaase,Hillebrandn.A.) mehrere
bemerkenswerthe Aufsätze über Studien-
reform enthielten. So brachte er schon
im Jahrgange 1845 (der Erste in Oester-
reich) die Nothwendigkeit eines philolo-
gischen Seminars und seine Einrichtung
zur Sprache (S. 1040 — 1072), theilte
1846 Entwürfe zur Verbesserung der
griechischen Grammatik (S. 657 ff.), und
der Sprachlehre für die deutschen Volks-
schulen (S. 761 ff.) mit. Viele gelehrte
Körperschaften, namentlich Italiens, zähl-
ten F. zu ihren Mitgliedern; die philo-
sophische Facultät an der Wiener Hoch-
schule Herlieh ihm das Ehren - Doctorat. Kaum hatte er aber die erbetene Ver-
setzung in den Ruhestand erreicht, als ihn,
inmitten neuer schriftstellerischer Arbeiten,
der Tod am 22. April 1849 hinwegraffte.
Oeftr. Morgenblatt I. Jahrg. Nr. 9 u. 10. —
Oestr. National-Encyklopädie (vonGräffer
und Zzikann), (Wien 1835) I I . Bd. S. 138
lnllch dieser geb. 2ö. Febr. 1782).
Ficquelmont, Joseph Graf (Major,
Ritter des Mar. Theresien-Ordeus, geb.
zu St. Arold 1755, gest. au den in der
Schlacht von M a g n a n o (5. April) erhal-
tenen Wunden 17. April 1799). Ent-
stammt eiuem altadeligen Geschlechte
Lothringens und begann am 1. Mai
1777 seine militärische Laufbahn imInf.-
Reg. Lothringen Nr. 3. Zu Anfang
1778 wurde er Lieutenant im Inf.-Reg.
Nr. 14, damals Ti l l ier, im Oct. 1786
Oberlieutenant. Im Türkenkriege zeich-
nete er sich
bei der Belagerung von D u-
bicza uud vorzüglich bei jener von Novi
aus. I n letzterer führte er im Sturm
auf die Festung (3. Oct. 1788) die Avant-
garde mit' großer Bravour an und trat
nicht ab, als er bereits verwundet war.
Unmittelbar darauf rückte er zum Kapitän
vor und erhielt den Mar. Theresien-
Orden. Neue Proben ausgezeichneten
Muthes gab er im französischen Nevolu-
tionskriege am Rheine, wurde am 18.
April 1797 Major und erhielt bei Er-
öffnung des Feldzuges in Italien 1799
ein neu errichtetes Grenadier-Bataillon,
mit welchem er schon am 3. März im
Treffen bei Verona stand. Mit noch 3
anderen Grenadier-Bataillons eilte er
den aus Verona vorgerückten, vom
Feinde bereits zum Rückzug geuöthigten
3 Füselier-Bataillons zur Hilfe, nahm
die Brücke mit Sturm und zerstörte die-
selbe. In der folgenden Schlacht bei
Magnano (5. April) unterstützte er die
bedrängte 2. Colonne, stellte das Gefecht
wieder her und zwang den Feind zum
Weichen. In Folge der todtlichen in die-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon