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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4
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Page - 240 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4

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240 bung. Mit 16 Jahren war F. im Besitz eines trefflichen Basses, aber erst drei Jahre später — 1799 — trat er in Ber- lin in Concerten auf und 1801 in ein Engagement an der Mannheimer Bühne, 1806 unternahm er eine große Kunstreise durch Frankreich und ganz Deutschland. Der Erfolg war ein glänzender, nur manchmal durch des Künstlers maßlose Aufgeblasenheit — diese berrschendeKünst- lerkrankheit — getrübter. In München, wo er sich des besondern Wohlwollens des Königs Max erfreute, vergaß sich F. so sehr, daß er plötzlich die Stadt verlassen mußte. Nun begab sich F. nach Italien, wo er bald als Sänger, bc»ld als Unter- nehmer auftrat. Letzteres in Palermo. Auf seinen Fahrten lernte er die natür- liche Tochter des Fürsten von Pfalz- Zweybrücken, eine frühere Gräfin von Ottweiler kennen, vermalte sich mit ihr, die ihm ein bedeutendes Vermögen zu- brachte, und zog sich dann in's Privat- leben nach Mannheim zurück, wo er noch 1846 lebte. Als Lieder-Compositenr hat sich F. in feinen frühern Jahren versucht, ohne Hervorragendes geleistet zu haben. Bon seinen Compositionen meistens mit deutschem und italienischem Texte und auf die Baßstimme gesetzt, sind etwa 12 Hefte erschienen. F. besaß zwei Schwe- stern und eine Pflegetochter, welche in der Mnsikwelt einen Namen haben. — F i - scher - Vernier, Josepha (geb. in Wien 1782). Nahm den zweiten Namen von ihrem Gatten, widmete sich — als ausgezeichnete Sängerin — anfänglich dem dramatischen Gesänge. verließ aber später die Bühne und errichtete eine Sing- schule für Mädchen in Wien. —Fischer Wi l bel mi ue (geb. in Wie num 1785). Zweite Schwester Josephs, auch eiue ausgezeichnete Sängerin, welche ihre Kunst zuerst in Graz, dann auf dem kön. würtembergifchen Hoftheater in Stutt- gart ausübte, aber im 1.1827 die Bühne verließ, sich mit dem Freiherrn von W el- den vermalte, und seither in Stuttgart privatisirt. —Fisch er-Ma raff a,An na, Pflegetochter Fischers; eine Tochter des Regisseurs Miedke, welche Joseph im Alterkon 1^ Jahren adoptirt u. sorgfältig für den Gefang gebildet hatte. Von ihrem Gatten nahm sie den Namen Maraf fa an. Sie sang in Italien , Spanien, zog sich aber 1836 von der Bühne zurück und lebt bei ihrem Pflegevater in Mannheim. Schilling (G. Dr.), Das musikalische Europa (Speyeri842, F. C. Neidhard, gr. 8".) S. 95 u. 222 Mer Joseph, seine zwei Schwestern Josepha und Wilhelm ine und seine Pflegetochter Fisch er-Maraffa). — Ersch (I. S.) u. Grub er (I. G.), Allg. Encyklo- pädie der Wissenschaften und Künste (Leipzig 1822 u. f., Gleditsch, 4«.) I. Sect. 44. Thl. S. 338 lMer F. und seine Schwestern). Fischer, Joseph II. (kais. Kammer- Kupferstecher, geb. zu Wien 30.Iän. 1769, gest. ebenda 5. Sept. 1822). Sein Vater war Hofzeltschneider und schon als Knabe zeichnete F. Zelte, worin sich ein schönes Talent kundgab. 1783 kam er an die Akademie der bildenden Künste, wo Brand im Zeichnen, S chmuz er im Ku- pferstechen seine Lehrer waren. Mit Spagnoletto's Bilde „Olirigtug in tkllipio diLMtans" gewann er den er- sten Preis und 18. Oct. 1793 wurde F. zum kais. Kammer-Kupferstecher ernannt. Nachdem er in Tagen der Gefahr (1797) dem Vaterlande Waffendienste geleistet hatte, unternahm er Reisen in Ungarn, Galizien, Deutschland, der Schweiz, Frankreich (1802) u. England (1803). In Frankreich lernte er den Fürsten Eßter- häzy kennen, der an dem Künstler Ge- fallen fand und ihn 1804 zum Director seiner kostbaren Gemälde-und Kupferstich- Sammlung ernannte. Der nie rastende Kunst- und Brotneid, über so viel Glück des Künstlers erbost, machte sich Luft in mannigfaltigen Geschichten, welche F.'s Ehre verdächtigten und sogar den Weg
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Volume 4
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Egervári-Füchs
Volume
4
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1858
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
422
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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