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rona 24. März 1353). Entstammt einer
wohlhabenden Familie und studirte die
Philosophie; seine Absicht, die Medicin
zu hören, gab er auf. um seine ver
wete Mutter nicht verlassen zu müssen.
Mit besonderer Borliebe trieb er Musik
und hatte Guido Beltrame zum Lehrer
des Eonlrapunktcs. Im Jahre 1829
ließ er sich
in Verona nieder, wo er in
Gesang und in der Musik Unterricht er»
theilte. In der Composition widmete er
sich der Kirchenmusik, brachte 1839 ein
Miferere, 1840 eine Messe und 1842
eine zweite, worin er sich P a l e st r i n a zum
Vorbilde nahm, zur Aufführung, welche
von Kennern Beifall fanden. Außerdem
componirte er mehrere Tonftücke für das
Piano, für den Gesang und für beide zu
gleich, darunter: „I/ultimo soHpiro",' —
nasse",- — n
— „Invito al la<io cli
" (sämmtlich bei Ricordi in
Mailand). — Sein Sohn Iacopö ist
ausilbender Musikus u. Compositeur. wie
sein Vater. Von des Letzteren Composi-
tionen sind zu nennen: die Oper: „Ol-
5t»na ck Hvszia", im Besitze des Musik-
Verlegers Ricordiin Mailand, der ein-
zelnes daraus bereits durch den Druck
veröffentlichte. — Variationen über
Themen fremder Werke:
eio»
cli Ianelli^, —
^ und die Gesangsftücle: ^
l) Da I,ontanan«a. 2^ )
cl«-io. F) D'ame cl« ^«»-Fatoire" / —
H^ogmo melaneonieo",' — ^Ft«cl»o me/o-
elico") beide für das Pianoforte; —
,Kie»lto. i'olka") sämmtlich im Verlage Ricordi's erschienen. — Antonietta>>
Schwester des Iacopo nnd Tochter des
Domenico, hat sich
der Bühne gewidmet,
und sowohl sie als Iacopo erfreuen stH
im Lande der Kunst eines schönen Kunst«
lerrufes.
sello apera pubdliczta äaN' I. 2.
2.»«. ps,>. äi lito si <3iav,
Nie,.räi l.U»iI^ n<l 1855, I.vx, 8'.) I. 8<l.
8. 29, 102, 273, 239, 34l, 442, 543, 59«,
721 —Porträt. Unterschrift: Domouioororoni.
02bi«mok 1853. kreiu. I^it. ?en»iti. Veron».
?ol. Unter dem lith. Porträte eine Sedrängte
Biographie des Künstlers.
Fortt, Anton (Hofopernsänger,
geb. inWieu 8. Juni 1790). Spielte an-
fangs die Viola im Orchester an der Wien;
seiner schönen Bariton-Stimme wegen
beredeten ihn seine Freunde sich
auf der
Bühne zu versuchen und er trat in Eisen-
stadt auf, wo ihn Fürst Eßterhäzy zum
Kamlnermusikus ernannte. Der Ruf sei-
nes herrlichen Gesanges erreichte die
Kaiferstadt, wohin er auf vorangegangene
Einladung sich begab. Diese Episode sei-
nes Lebens, entscheidend für seine ganze
Zukunft, wird in den umen (in d. Quellen)
angegebenen Journalen mit allen Neben-
umständen erzählt. F. gefiel in der Rolle
des Sarastro so, daß er unter den vor-
theilhaftesten Bedingungen am Hofopern-
theater angestellt wurde. Als Graf Gal-
lenberg die Leitung des k. k. Kärntner-
thorcheaters übernahm, ließ F.
sich pen-
sioniren (1634) und gastirte nunmehr in
Hamburg, Berlin u.a.O. mit vielem Bei-
fall. F. war ausgezeichnet in der franz.
Eonversations-Oper; am höchsten aber
wird von Kennern seine Leistung al5
Don Juan gestellt, in welcher Rolle
hn seine einnehmende außereErscheinung,
verbunden mit jener chevaleresken Ora-
lie im Spiele, welche von seineu Nach-
folgern in der Regel durch brutales Sich-
gehenlafsen ersetzt zu werden Pstegt,
trefflich unterstützte. Fort i hatte sich
mit der berühmten Sängerin Henriette
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon