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vor Nlelunder"; — „Jupiter der dll«
Mrzt", beide Blätter nach Paul
Veronese (gr. qu. Fol.). Ein Sohn
aus seiner Ehe mit Giacomina Rezzi
(1738) widmete sich den schönen Wissen-
schaften.
Ioh. Kaspar Füeßlins Geschichte der besten
Künstler in der Schweiz. Nebst ihren Bild-
nissen (Zürich 1779, Orell, Geßner u. f. w.,
N. 8°.) Anhang S. 47. — oa,«^«^, 615
artisti QSßii stati Ngtensi. — HiT'et, Viotion-
nkire Iii8to«<ius äes I^eintres. — Nagler
lG. K. Dr.), Neues allgem. Künftler-Lexilon
(München 1835 u. f., 8".) IV. Bd. S. 420.
— Porträt. Unterschrift; Dniä H.Qton^ og-
sati. ^od. H. I.ip8 lec.
Fofsati, Georg (Kupferstecher und
Architekt, geb. zn Anfang des 18. Jahr-
hunderts , gest. um 1770). Ein Bruder
des Vorigen, der sich
gleichfalls der Kunst
widmete und durch mehrere Werke sich
einen ehrenvollen Namen als Künstler
erworben hat, und zwar: „
^ame^ S ikie. (VeQsäiFi744, Fi-. 4°.)
IEb er t, Bibl. Ler. Nr. 7826^, jede Fabel
in italien. und franz. Texte, von einem
farbigen Kupfer begleitet; irrig wurde
diefes Werk dem oberwähnten Sohne des
David Anton F. zugeschrieben; —
„Fto?-ia cls/ia ^Mtettu?-« «eil«
olt?-6 ls rits clsgl» «T-c^itetti
vicencle^ i^T-o^s^Fi^ la clecacle«.^ a ee. sc.
äell' a»-ts" (Veueäi^ 1747, 8".); diefes
Werk, eine Uebersetzung des Felibien,
gab er später unter dem Titel: ,,^'ta
1755, 8°. mit 12 X. X.) heraus.
Eine Sammlung von Abbildungen
nach Gebäuden Palladio's, der Pläne
von Venedig, Bergamo, Genf, eine Karte
des Luganer Sees, welche F. zu Stande
gebracht, veröffentlichte Pafinelli zu
Venedig (gr. Fol.). In Venedig selbst aber
sind die Holzschnitzereien in ver sonoik
äi 6. kocco, welche das Leben des heil.
Rochus vorstellen, nach F.'s Zeichnungen
von Marchiori ausgeführt. Auch ist bemerkenswerth, daß F. zum Bau der
St. Rochuskirche, welcher 1765 begon-
nen und 1771 geendet wurde, nicht we-
niger als 11 Modelle eingereicht hat, und
obgleich eines derselben gewählt worden,
nicht er, sondern Giorgio Massari mit
dem Bau betraut wurde.
»eäis 1856, Lri2SFbe1, 3:1. 8".) 8. 447, 451,
452. — Nagler (G. K. Dr.), Neues allg.
Künstler - Lexikon (München 1835 u. f., 8°.)
IV. Bd. S. 420.
Foffati, Johann Anton Laurenz (Arzt
und Phrenolog, geb. zu Novara
iu der Lombardie 30. April 1786).
Sein Vater war Spitalsverwalter, der
aber später sich auf das Land zurückzog
und die Wirthschaft selbst betrieb. Der
junge Fossati blieb bei seinem Onkel
mütterlicher Seits, dem Pfarrer Am-
bros Baliana, der ihn studiren ließ;
1801 hörte er Philosophie, nach deren
Beendigung 1803 er sich für das Stu-
dium der Chirurgie entschied. In No-
vara, damals Departemental - Haupt-
stadt, befand sich
ein Lyceum nebst einem
Cours medicin. Vorbereitungsstudien;
daselbst besuchte F. die Vorlesungen der
Prof. Branca und Deagostini, und
nahm Zeichnenunterricht bei dem Inge-
nieurOr el l i . Die politischen Bewegun-
gen des Jahres 1798 mit den Regungen
einer vorher nie gekannten Freiheit hatten
auch den 12jährigen Knaben entflammt
und für den Republikanismus begeistert;
als nun Napoleon den bei seinem Ein-
dringen in's Land ausgesprochenen An-
sichten entgegen
sich 1805 mit einem Male
zum Könige von Italien krönen ließ, faßte
F. gegen ihn, von dem er die Erfüllung
der von den sogenannten Patrioten seines
Vaterlandes gehegten Hoffnungen erwar-
tet hatte, nach solcher Täuschung einen
unbesiegbaren Widerwillen. Im Alter
von 16 Jahren (1802) verlor er den Ba-
ter, zwei Jahre später die Mutter, und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon