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liche Eröffnung der Simon Edlen v. Lämel-
schen Lehranstalt in Jerusalem" swurde auch
als Separatabdruck vertheilt^ — Wiener
Mittheilungen. Zeitschrift für israel. Cultur-
zuftände, von vr. M. Letteris 1356 (III.
Jahrg.) Nr. 33: „Ludwig August Frankl in
Jerusalem." — Iris (Grazer Frauen-Blatt)
1856, I. Vd. Nr. 11, S. 44. Gedicht an F.
von Ther. Louise Antonie von der Theiß.
— Wanderer 1856, Nr. 135: „Ode an Dr.
L. A. Frankl, vor dessen Abreise nach dem
Orient", vcn Ad. Hirfchberg. — „Anden
Neugründer" von Marie von Gayet. —
Wiener Mittheilungen vom 16. März 1856.
!Il. Compositionen zu F.'s Gedichten. Sonn-
tagsblätter 1843 (II. Jahrg.) S. 63: „Neue
Gedichte von L. A. Frankl" ^daselbst steht eine
Neine — doch minder vollständige als die fol-
gende — Uebersicht der Compositioneu zu F.'s
Gedichten, unter denen man Arbeiten von
Bar th , Becher, Des sau er, Fisch Hof,
Fuchs, Hackl, Hoveu, Kücken, Kullak,
Len;, Löwe, Ad. Mül le r , Neukomm,
Otto, Randhart inger, Schmiedtler,
Sträub, Staudtgl , Stenzel, Anna
Stol lewerk, T i t l , Tomaschet, Zöll-
ner begegne^.
N. Porträte. 1) Lithographie von Joseph Lavos,
Wien 1832, mit facsimil. Unterschrift. — 2)
Lithogr. von Herr, Wien 1838. — 3) Lithogr.
von Stadler (um 1840) Wien, kl. Folio. —
4) Lithogr. von Visenius, Wien 1547. In
sitzender Stellung, an eine Säulenruine «-> e
lehnt, mit facsimilirter Unterschrift und der'
Legende:
„Ein tiefer Zauber wohnt in einem Liede,
Das Freiheit singt. Tu seltner Erdentlang,
Seit zwischen Gott und Mensch der Edenfricde
Gebrochen ward. Wenn plötzlich dein Gesang
Verbannt von unsrer armen Erde schiede,
Sie sänke hin in Todesfchweigen bang,
Der Freiheit schönster Hymnus doch vor Allen:
Geklirr von Ketten, die von Sclaven füllen.
von ^N2,n ä'H.u5ttria, IX. Lied.
— 5) In der illustrirten Zeitung 1846, C. 29
Porträtgruppc der öfterr. Poeten, im Holz-
schnitt, darunter F ran t l , schlecht getroffen.
— 6) Stahlstich, Facsimile der Unterschrift:
I>u<iwiF _4.uss. ?rHQkI. 2l. (irillkolsr tlol.
0. Kotterda. 50. (anfänglich im Taschenbuch
„Gedenke mein" und ging dann in's „Album
östr. Dichter" I. Serie über) — 7) In der
„Libussa" 1849. — 8) Als Titelkuftfer in seinen
Elegien „Nach der Zerstörung", Stahlstich, 8".)
— 9) Im verkleinerten Maßstabe in dem sein
Leben und seine Schriften behandelnden Vänd-
chen der „Moderneu Classiker" (Kassel, Bälde, 16".) auch Stahlstich. — 10) Nach einem Oel-
gemälde von Rahl, von Meyer geschabt,
in Auers „Faust" Jahrg. 1856. Außerdem
bestehen von F. viele Qelgemälde u. Aqua-
relle von den besten Künstlern Wiens, von
seinem Vetter Leopold Polak (1827, 1838,
1849), von Ammerling (1839), Wald--
müller (1841), von dem böhmischen Maler
Raphael Lewitus (1831), von Fischer in
Wien (1838), von Frau Kathar. Lehmann
(1855), von Aig ner (1849), von Rahl
(1865), vonAnreiter und von Alb. Decker
die letzten zwei Aquarelle.
V. Urtheile über Frantt als Dichter. Mundt
(Theodor Dr.), Geschichte der Literatur der
Gegenwart (Leipzig 1853, 8".) 2. Auflage
S. 696: „Ludw. Äug. Frankl zeigte sich in
seinem trefflich epischen „Habsburglied" auch
durch den dynastischen Stoff als nationalen
österreichischen Dichter. Weniger gelungen er-
schien scin „Don Juan d'Ailstria." — Illustr.
Zeitung 1846, S. 46: „F. versteht es, einem
Stosse die plastische künstlerische Rundung zu
geben, er stellt ihn klar und wahr vor den
Augen der Leser hin — dies ist ein Vorzug,
den er vor vielen österr. Poeten voraus hat.
— Er hat viel Byron gelesen — das sinn-
liche Element waltet bei seiner Poesie vor,
von P'laten hat er sich die marmorglatte
Form angeeignet, doch benahm er sich hier
nicht als schülerhafter Nachahmer. Weihe des
Schaffens, die aber nicht in dem Brand der
Begeisterung willenlos untergeht, die mit dem
plastischen Moment streng haushält, ist als
Stämpel seinen Dichtungen eingeprägt." —
Oestr. Paruaß, bestiegen von einem herunter-
gekommenen Antiquar (Frey-sing bei Atha-
nasius <b Comp.) E. 17 lwird als L. A.
Frankel angeführt nnb 1809 als Geburtsjahr
angeg'ben^. — Lorm (Hieronymus), Wiens
poetische Schwingen u. Federn (Leipzig 1847,
Grimma, 8".) S. 222. — S eidlitz (Julius),
Tie Poesie und die Poeten in Oesterreich im
I. 1836 (Grimma 18Z7, 8".) I. Bd. S. 69.
— Blätter für litcrarische Nuterhaltung 1841,
Nr. 125: „. .. . Ein echtes ursprüngliches
Dichtergcmüth .. . kann aber auch über gewisse
convcntionelle Manieren der modernen deut-
schen Lyrik nicht hinaus. Ein echt lyrischer
Zug durchweht F.'s Gedichte, der aber nicht
immer in seiner ursprünglichen Reinheit fest-
gehalten ist. Im Epischen erhebt er sich zu
objectiver Gestaltung."
Franquet, Alexander Emanucl, siehe:
Francque, Alexander Emanuel Freiherr
(S. 316); e^rscheint als Franquet in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon