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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4
Page - 364 -
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Page - 364 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4

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364 Brune hervor. F. wurde nun General- major (9. Jänner 1801). Nach dem Lü- neviller Frieden kam F. als Brigadier nach Debreczin, im 1.1805 aber wieder nach Italien, wo seine glänzende Tapfer- keit in der Schlacht bei Caldiero Erz- herzog Karl selbst rühmte. F. wurde nun für sein ausgezeichnetes Verhalten im letzten Feldzuge zum Inhaber des Hußaren-Negmts. Nr. 9 (9. Mai 1806) und in den östr. Freiherrnstand erhoben (25.Mai d.I.). Im Feldzuge 1809 zum Feldmarschall-Lieutenant befördert (13. Febr.) und bei der Armee in Italien ein- gereiht, gab er bei Pordenone (15. April), bei Sacile (16. April), an der Piave(8.Mai) und bei San Daniele (11. Mai) solche Beweise von Bravour, verbunden mit hoher Einsicht bei Aus- führung seiner Waffenthaten, daß er außer dem Capitel das Commandeurkreuz des Mar. Therestenordens (8. Mai) erhielt. Als Napoleon 1812 den Zug nach Rußland unternahm, befehligte F. indem von Oesterreich aufgestellten Auriliar- corps eine Cavallerie - Division, welche die Reserve bildete, und erhielt für seine Waffenthaten bei Podubine und Gui- dowa das Commandeurkreuz des Leo- pold-Ordens (27. Juli 1813). Zum Ge- neral der Cavallerie befördert (13. Oct. 1813), übernahm er im großen Heere der Verbündeten das Commando des fünften Armeecorps und erntete neue Lorbeern in der Schlacht von La Rothiöre (1. Februar 1814), bei ArciZ sur Aube (20. März) in den berühmten Reiter- gefechten dieses Tages, an welchem F. drei österreichische und drei bairische Ca- vallerie-Regimenter befehligte. Nach her- gestelltem Frieden wurde F. Gouverneur der Bundesfestung Mainz, erhielt aber, als 1815 die Feindseligkeiten wieder aus- brachen, den Oberbefehl aller in Dalma- tien und Oberitalien befindlichen Streit- kräfte (2. April 1815). In dieser Stel- lung brachte F. in vierthalb Monaten den Kampf mit Murat und Suchet siegreich zu Ende, trieb die Franzosen aus Italien und drang bis gegen Lyon als Sieger vor (16. Juli 1815). Der Kaiser belohnte während seines Siegeszuges den Helden mit der geh. Nathswürde (17. Mai) und dem Großkreuze des Leopold- Ordens (17. Juni). Nunmehr erhielt er das Commando des österr. Occupations- corps, und schlug sein Hauptquartier in Colmar auf, wo er bis Ende 1818 blieb. Die Aufrechthaltung strenger Disciplin einerseits und seine Sorgfalt, die Lasten des occupirten Landes zu mildern anderer- seits, erwarben ihm während seiner Oc- cupation im Elsaß die dankbare Erinne- rung des Landes, als er es verließ, um das Commando der venetianischen Pro- vinzen zu übernehmen (3. Febr. 1819). Beim Ausbruche der neapolitanischen Empörung wurde F. mit der Organisirung eines mobilen Heeres betraut, dessen Oberbefehl auch er übernahm (13, Iän. 1821). In weniger denn drei Monaten (am 24. März rückte F. in Neapel ein) beendete er diesen — neapolitanischen — Feldzug, stellte die Ruhe im Königreiche her, wofür ihn sein Kaiser mit dem Orden der eisernen Krone 1. Classe belohnte, und ihm der König von Neapel den Titel eines Fürsten vonAntrodocco (I.Dec. 1821) mit der Dotation von 220,000 Du- cati verlieh. Einige Zeit noch auf Wunsch des Königs behielt F. deu Oberbefehl im Königreiche, dann kehrte er nach vollstän- dig hergestellter Ruhe auf seinen Posten nach Padua zurück und blieb da, bis er nach der Vereinigung Venedigs mit der Lombardie zu Einem Königreiche das Commando in demselben übernahm (14. Juni 1825). 1829 folgte F. dem Rufe seines Monarchen nach Wien, um an die Spitze der Hofcommission zu treten, welche sich mit der organischen Verbesserung der Kriegs-Berwaltung zu beschäftigen hatte,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Volume 4
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Egervári-Füchs
Volume
4
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1858
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
422
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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