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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4
Page - 365 -
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Page - 365 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4

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365 Diese Mission erlitt eine Unterbrechung durch die 1830 in Italien, besonders in Modena, herrschende Gährung, die zn unterdrücken F. Befehl erhielt; er traf alle Maßregeln nnd schon am 21. März d. I . zog er an der Spitze seiner Trup- pen in Bologna ein. F. wurde früher schon (27. Aug. 1828) in den Grafenstand erhoben und erhielt nun eine Donation von sechs Ortschaften im Biharer Comi- tate, darunter das 'tzauptgut Palota, nach welchem die Frimonts hie nnd da aufgeführt erscheinen. Unter den großen Anstrengungen des Winters 1830/31 hatte seine Gesundheit stark gelitten, wohl erhielt er einen 3monatlichen Urlaub zur Her- stellung derselben, nach Ablauf desselben nwßte er aber das durch den Tod des Hofkriegspräsidenten Grafen Gyulai erledigte Präsidium des Hofkriegsrathes übernehmen (Handschreiben vom 19. Nov. 1831). Aber schon nach wenigen Wochen nach Uebernahme dieses Postens erlag er, 72 I. alt, dem Leiden, dessen Anfall kurz zuvor in Mailand sein Leben gefährdet hatte. Der Graf hatte 56 I . lang seinem Monarchen gedient, der ihn mit den höch- sten Ehren ausgezeichnet. Sein Leichnam wurde auf seinem Gute zu Palota beige- setzt, wo er eine Kirche in Form eines Armeekreuzes erbaut hatte, denn Alles, was ihn umgab, sollte sich auf die Erin- nerung an das Heer beziehen, in dem er so lange rühmlich gedient. Fast alle Mon- archen Europa's hatten den Helden mit ihren Orden geschmückt. Eine besondere Vorliebe hatte F. für Ungarn; dieses Land war das Vaterland seiner Wahl gewor- den , und er sprach dessen Sprache mit einer Reinheit, die den Fremden in ihm nicht erkennen ließ. Sein Biograph cha- rakterisirt ihn folgender Maßen: „Der Graf sprach und schrieb mehrere Spra- chen mit Vollkommenheit, sein Styl war einfach aber energisch. Er besaß große Verschwiegenheit und viele Feinheit. Es war nicht leicht seine Ideen zu durchbli- cken, aber seine Gewandtheit in manchen schwierigen Staatsgeschäften, die er mit Umsickt leitete, zeugte von seinen gedie- genen Kenntnissen." Aus seiner Ehe mit KatharinaMitterpachervonMitter- burg stammt das gegenwärtige Haupt der Familie: Graf Adaldert (geboren 11. April 1817). Oeftr. Militär-Zeitschrift, herausg. von S ch els (Wien, 8".) Jahrg. 1833, 3., 4. u. 5. Heft: „Biographie des Generals der Cavallerie Fri- mont" von Schönhals. — Neuer Nekrolog der Deutschen (Ilmenau, Voigt) IX. Jahrg. (1831) II. Thl. S. 1069. - Ersch (I. S.) u. Grub er (I. G.), Mgem. Encyklopädie der Wissenschaften und Künste (Leipzig 1822, Gleditsch, 4«.) I. Sect. 50. Thl. S. 199-214 lsehr ausführliche Biographie vonH ey m ann). — Hirtenfeld (I. Dr.), Der Militär- Maria-Theresien-Qrden und seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, Lex. 8".) S. 493, 857,1739,1746. — Qeftr. Militär-Konversat.- Lepkon. Herausgcg. vonHirtenfeld u. Dr. Meyn ert (Wien 1851) ll. Bd. S. 556. — Szöllösy (Ioh. Nep.), Tagebuch gefeierter Helden (Fünfkirchen in Ungarn 1837, bisch. Lyceal-Druckerei, gr. 8".) S. 58. — (Brock- haus) Conversations - Lexikon (10. Auflage) VI. Bd. S. 411 e^rscheint daselbst als Johann Philipp, ist nach diesem 1756 geboren). — Meyer (I.), Das große Conversat.-Lexikon (Hildburghausen 1845, Bibl. Inst., Ler. 8".) XI. Bd. S. 392 Imit der Angabe des Jah- res 1756 als Geburtsjahr). — Oestr. Natio- nal-Encyklopädie (von Graff er und Czi- tann), (Wien 1835) II. Bd. S. 227. — KioFrapIiiL cies KQIQIQ65 vivünts (?2,i>iL 1817, I.. 6. Nickauä, 8".) III. Lä. 8. 187. — Xonvsiiy Li0Fr3.xIiio ^önöraiü ... xu.d1i62 gong 1a. äirsetiOQ äs N. 1e Dr. Hoste? (?Hri8 1853) XVIII. liä. 8p. 831 lnach dieser geb. in Belgien 17561. ^ lKneschke, Ernft Heinr. Dr.) Deutsche Grafenhäuser der Ge- genwart (Leipzig 13Z4, Weigel, gr. 8".) III. Bd. S. 129. — Wappen. Quadrirter Schild mit Mittelschild. Im grünen Mittel- schilde ein auf silbernem Felsen stehender rechtsgekehrter goldener Hund, der in der rechten erhabenen Klaue einen silbernen Säbel mit goldenem Griff hält und in jedem der oberen Ecken des Schildes von einer goldenen Lilie begleitet ist. 1 u. 4 in Roth ein silberner Zinnenthurm mit drei Zinnen, einem Fenster und geschlossenem Thor; 2 in Blau ein nach
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Volume 4
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Egervári-Füchs
Volume
4
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1858
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
422
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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