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nnvermuthrte Alllmumevtreffen, ader 3u rächt 5i!
«ine Vkntsche" auch einzeln erschienen. E«
sind sämmtlich Bearbeitungen aus dem
Franz'ös. nachDemouftier, Andrieu)c,
Collin d'Harleville u. A. Ihre 3to
mane, welche Gemüth und eine nicht g
wohnliche Kenntniß des weiblichen Her-
zens verrathen, haben
sich überlebt, nich,
so das gehaltvolle Büchlein: „Mdnnken-
trachte llnk dlN Pfatle des Abenz" (Wien 1842,
2. Allfl. 18^5), welches die Ergebnissl
eines 60jährigen Lebens in philosophische
Axiomen zusammenfaßt.
Jüdisches Athenäum (Grimma u. Leipzig Isöl
S. 56. — Jüdischer Plutarch von Gräffe
(Wien 1848, 8°.) H. Alphabet, S. 60. —
Schindel (C. W. O. August v.), Die deut
schen Schriftstellerinnen des neunzehnten Jahr
hunderts (Leipzig 1825, F. A. Brockhaus)
E. 133; I I I . Bd. S. 94. — Qestr. National
Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann),
(Wien 1835) I I . Bd. S. 236. — Wiener
Theaterzeitung, Herausa., von Ad. Bäuerl
185ö vom 30. Oct. Nr. 250: „Fürst Pückler
Muslau und die Fürstin Melanie Metternich"
von Friederike Bäuerle iRegina F. bilde
in dieser pikanten Bluette aus Bäuerle 's
Memoiren unfreiwillig den Mittelpunct, um
den sich der Vorfall dreht;. — Oestr. Parnaß,
bestiegen von einem heruntergekommenen An-
tiquar (Frey > sing, bei Athanasius H Comp.
(Hoffmann und Campe in Hamburg) S. 17
lcharakterisirt sie: „Romanschriftstellerin, hi-
fterifch, abgewelkt, sentimental, Berlinerin in
Tournure und Dialect, affccrirt, spricht viel,
ziemlich geistreich. Werk?: Romane — und
ennuhante Novellen in Zeitschriften und Al-
manachen"!. — Henze (Adolph), Die Hand-
schriften der deutschen Dichter u. Dichterinnen
(Leipzig 1855, Schlicke, 8°.) S. 39 scharakte-
risirt ihre Schrift: „Die Buchstaben ziehen
langsam dahin, wie die Postkutschen der alten
guten Zeit, verständig und ohne Ueberrum-
pelung").
Frohn, Joseph von (kaiserl. Oberst,
geb. in Coblenz in der ersten Hälfte
des vorigen Jahrhunderts, gest. an den
Folgen einer Vergiftung im Kerker zu
Groß war dein 1779). Sohn des fürstl.
LöwensteinWen Amtmannes zu Vir-
neburg. Besuchte die Universität, kam
nach der Rückkehr von derselben mit seinem Vater in Streit, ritt Tags darauf nach
Frankfurt, schickte das Pferd nach Hause,
einen Brief an den Vater, worin er ihm
schrieb, daß er ihn nie wiedersehen würde
und ließ
sich
bei den Kaiserlichen anwer-
ben. Mit der nächsten Nekrutensendung
marschirte F. an die türkische Gränze, wo
er in's Warasdiner Kreuzer - Regiment
eingetheilt ward. Dort verhalf ihm seine
Geschicklichkeit im Schreibgeschäft alsbald
zum Feldwebel und nach einigen Jahren
zum Ofsicier. Vor Lobositz zeichnete sich
F. so sehr aus, daß er, da alle Offtciere
seiner Abtheilung in der Schlacht geblie-
ben, Oberlieut. u. Hauptmann in rascher
Folge wurde, wodurch er sich die Osftciere
des zur Completirung herangezogenen
3. Bataillons zu Feinden machte und Duell
über Duell zu bestehen hatte, bis die Kai-
serin Nachricht von diesen Zweikämpfen
erhielt, die nun dem ihr als Raufbold
geschilderten Frohn das Hauptmanns-
patent abnehmen und ihn als Uilterlieu-
tenant in ein anderes Regiment einrei-
hen ließ. F. rückte wieder zum Oberlieu-
tenant vor, wurde, in Prag von den
Preußen gefangen, auf eine Festung (der
rheinische Antiquarius Herr v. Stram-
berg vermuthet nach Magdeburg) ge-
bracht , wo er mit seinen Mitgefangenen
den Entwurf machte, die Festung in Be-
sitz zu nehmen, und ihn zum Theil auch
ausführte; bis es dem Commandanten
gelang, ihu zwischen zwei Thore einzu-
schließen , worauf er mit seinen Gefähr-
'en freien Abzug an die österr. Gränze
erhielt. F. trat nun wieder in sein Re-
zimeut ein, wurde Hauptmanu, Major,
n einem Gefechte neuerdings von den
Preußen gefangen und uach Cosel gebracht,
wo er bis zum Abschlüsse des (Huberts-
burger) Friedens Drangsale erlitt, die
chn dem Wahnsinn nahe brachten. Nach
seiner Entlassung kehrte er nach Oester-
reich zurück, krank, abgehärmt, früh geal-
bert in Folge der ausgestandenen Leiden
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon