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14». — 1840, Nr. 21—24, 67—61, 69, 70,
123, 124, 134, 135 ldie genannten Nummern
enthalten Original-Aufsätze F.'s und schließen
sich chronologisch an die angeführten Arbeiten
in den „Sountagsblättern" anj.
Frühwllld, Joseph (Musiker, geb.
zu Höbenbach in Nieder - Oesterreich
19. Iän. 1783, gest. zu Wien 20. April
1856). Bauernsohn, besuchte die Gött-
weiher Stiftpfarrschule, und fand seiner
schönen Stimme wegen alsbald Aufnahme
als Sängerknabe. 1798 kam er nach
Wien, um seine Studien fortzusetzen,
widmete sich aber, um sein Fortkommen
zu sichern, bald der Musik, in welcher
seine erste Verwendung als Sängerknabe
ihn immer znr Kirchenmusik hinzog. Zu-
erst fand er in Wien Unterkunft beim
Theater an der Wien unter Marinell i
und Hensler, bis er am 1. Oct. 1807
bei dem Hofoperntheater angestellt ward,
wo er in zweiten Tenorparthien Treff-
liches leistete und bis Ende 1821 daselbst
wirkte. In dieser Zeit diente er aber
auch (seit 1809) als Singmeister der
Sängerkuaben im Stifte Schotten und
erhielt 1912 die Anwartschaft anf eine
Sängerstelle bei St. Stephan, welcher
Kirche er bis an sein Ende angehörte. Als
im I. 1817 die Gesellschaft der Musik-
freunde in Wien das Conservatorium
begründete, fiel auf F. die Wahl als Sing-
meister , und er bekleidete diesen Posten
bis zum I . 1848, in welchem die Auf-
lösung des Conservatoriums erfolgte.
1820 wurde F. dem Hofmusik - Archivar
und Singmeister Phil. Kornerzur Aus-
hilfe beigegeben und erhielt nach dessen
Tode (September 1831) die Stelle eines
k.k.Hofcapellsängers und Hofmusik-Archi-
vars. Im Juli 1841 wurde er Dom-
Subcantor, wozu ihm seine Kenntnisse
der kathol. Liturgie und des römischen
Choralgesanges verhalfen. In allen die-
sen Dienstverrichtungen waren F.'s Lei-
stungen von dem Streben, wahre und
echte Musik mit seineu besten Kräften zu verbreiten, geleitet. — Wilhelm
Theodor (jurid. Schriftsteller, geb.
in Wien um 1818), sein einziger Sohn,
besuchte die Schulen in Wien, wo er auch
die Rechte an der Universität vollendete
und sich dem Staatsdienste widmete, in
welchem er gegenwärtig die Slelle eines
Rathes am kais. Landesgerichte in Wien
belleidet. Seit einigen Jahren trat er
— und mit Erfolg — mit einigen Fach-
schriften in die Oeffentlichkeit, und er-
freuen sich dieselben, ihrer praktischen
Fassung wegen, allgemeiner Theilnahme.
Es erschienen von ihm außer zahlreichen
juridischen Abhandlungen in Zeitschriften
folgende selbständige Werke: „Gntmnrk eine5
Gesetzes über Verbrechen und deren Bestrafung,
fiir das Nlll'zerthnm Österreich" (Wieu 1849,
Braumüller) ; — „GlmeinfasZliche Erklärung
der österr. Strafgesetze über die der Gerichtsbarkeit
der Schwurgerichte zugewiesenen Verbrechen nn>
Pregguergrlien" (Wien 1850, Eollinger,
8".); — „Handbuch zn der özterr. strat-
fracrgzllrdnnng num 29. Juli 1853" (Wien
1354; Manz); — „Handbuch de« österreichi-
»chrn strafrechtez", 2 Theile (Ebendll 1354
und 1855, Braumülle.r); der erste Theil
„Handbuch des uzten. KtrafgeZetzez" bereits in
3. Austage und wurde von Dr. Camillo
Ber to l in i iu's Italienische überfetzt
(Venedig 1855, Cecchini); der zweite
Theil ist das „Hnndbuch des üsterr. Aratpw-
3«" ; — „Nie 3ti5trmtillnell iär Strafgerichte
und Stllllt5llNVull5chaften" Mbnd. 1855), mit
zahlreichen Formularien; — und die
„Sammlung der in Vezng anl die allgemeine <5l«
richts- uad ltancurgordnnng 1s3>6 —1855 rrll»<-
seuen Gesetze null Verurdnnugln" (Evd. 1855,
Manz).
Ueber Joseph Frühwald: Neue Wiener Musit«
Zeitung, herausgegeben von Glöggl 1856,
Nr. 42, S. 2 69: „Nekrolog." — Schi l l ing
(Gustav Dr.), Das musikalische Europa
(Speher 1842, Neidharb, gr.8«.) S. 5W. —
Ueber Wilhelm Theodor Frühwa d :
Wurzbach von Tannenberg (Konstant
Dr.), Bibliographisch - statistische Uebersicht
der Literatur des österr. Kaiserstaates (Wien
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon