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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4
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390 öfir. Kaiserstaaies lWien 1826, Staatsdru- <lerei, gr. s°.) U. Vericht (l854) S. 463, Marg 14810. Fuchs, Aloys (Autographen sammler u. Musikus, geb. zu Raase in österr. Schlesien 24. Juni 1799, gest. zu Wien 1353). Besuchte die Schulen in seinem Geburtsorte, dann (1811) iu Troppau, kam 1316 nach Wien und trat im März 1824 in einem der Hilfsämter des Hofkriegsrathes (jetzt Armee-Ober, commando) in den Staatsdienst. Da er auch eine tüchtige musikalische Bildung besau, wurde er im Jänner 1836 zuerst unentgeltlich uud noch im Nov. dess. Is. mit Gehalt bei der kaiserl. Hofcapelle angestellt. Frühzeitig hatte sich in ihm ein seltener Sammeleifer entwickelt, den er mit Zweck und Geist Pflegte. Seit 1820 begann er musikalische Handschriften der Heroen der Tonkunst zu sammeln, wozu ihn seine musikalischen Kenntnisse und sein kritischer Scharfsinn besonders befä- higten, und hatte cr es durch Beharrlich- keit uud Eifer dahin gebracht, daß schon im I. 1835 seine Sammlung eine der merkwürdigsten in ihrer Art war uud er überhaupt iu Sachen der Geschichte der Musik als Gewährsmann zu gelten pflegte. Tie hervorragendsten Compo- nisten aller Zeiten und aller Völker wa- ren durch ein echtes Autograph vertreten, worunter sich öfter schr werthvolle und seltene Partituren befanden. So besaß er schon 1335 von berühmten französischen Componistcu 20, von englischen 24, von Italienern 180 und von Deutschen 450 Stücke, darunter einen Bd. Handschriften von der berühmten Familie Bach; einen Band eigelihäudigcrSkizzen von Christoph Ritter von Gluck u. z. zu seinen Opern Iphigenie, Älceste, Arisieo, Circe; eine große Anzahl von Handschriften von Ios. Haydn; 2 Skizzenbilcher von Beetho- ven mit Entwürfen zu vielen seiner be- rühmtesten Werke; einen wahren Schatz aber in der Mozart-Collection, welche Gräffer in seinen kleinen „Wiener Memoiren" ausführlich beschreibt. Mit dieser Sammlung in Verbindung stand eine zweite von Porträten, welche durch die auf den Blättern geschriebenen Auto- graphe einen besonderen Werth erhielt. Leider wanderte der ganze mit Sach- kcnntniß geordnete, trefflich katalogisirte Schatz aus dem Lande und kam, wie-es verlautet, nach Berlin, wo er nach F.'s Tode vom Staate angekauft worden. Blätter für Musik, Theater und Kunst (Wien, 4°.) I. Jahrg. (185-l) Nr. 21. — Oeftr. Nat'onal-Encyklopädie (von Gräffer und Czitann), (Wien 1835) II. Bd. S. 237. — Pietznigg (Frz.), Mittheilungen aus Wien (Wien 18^5) I. Bd. S. 3: „Die Heroen der Tonkunst in der Autographen^Sammlung deS H. Al. Fuchs in Wien" (eine ausführliche Tarstellung dieser interessanten Sammlung, von Joseph Fischhof, der in ähnlicher Rich- tung gesammelt (s. o. S. 2Z6)1. — Gräsfer (Frz.), Kleine Wiener Memoiren (Wien 1845, Beck, 8«.) I. Bd S. 224: „Das Mozarthaus." — Derstlbe: Wiener Dosenstücke (Wien 1346) I. Vd. S. 29: „Mozart-Sammlung des Hrn. Fuchs." Fuchs zu Puchheim und Mitterberg, Ignaz Graf, siche: Fuchs, Marie Karo- line Gräfin j^ in den Quellen: Familie der Grafen von Fuchs.^ Fuchs, Johann Joseph, siehe: Fux, Johann Joseph. Fuchs, Johann Nepomuk (Musikus, geb. 29. Juni 1766, gest. zu Eisenstadt 29. Oct. 1839). War ein Schüler und Liebling des berühmten Haydn, diente seit 1784 in der ausgezeichneten Capelle des Fürsten Eßterhäzy und übernahm nach Haydns Tod die Leitung derselben, welche er unter vier Fürsten dieses Hau- ses, Nikolaus, Joseph Anton, Niko- laus und dem jetzt regierenden Paul bis an sein Ableben also an 40 Jahre behielt. Im Geiste seines Vorfahrers und Mei- sters leitete er das berühmte Institut. Als Compositeur hat er namentlich in jüngeren Jahren Bedeutendes, insbeson-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Volume 4
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Egervári-Füchs
Volume
4
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1858
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
422
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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