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Lustspiel in 5 Acten; — „
Trauerspiel in 5 Acten. Außerdem hat
er viele Novellen und Gedichte für ver-
schiedene Zeitschriften geschrieben. Seine
Satire. das „Neich der Göne" wurde von
der Kisfaludy-Gesellschaft belobt — und
lange vor Anerback in Deutschland —
schrieb er in Ungarn Dorfgeschichten. Die
ungar. Akademie ernannte ibn 1837 zum
correspondirenden, die Kisfaludy-Gesell-
schaft 1«43 zum wirklichen Mitgliede.
^«»eneHz, ./u^ab s» Ounisii/c./öHse/, d. i. ungar.
Schriftsteller. Sammlung von Lcbensbefchreib.
Bon Jakob Ferenczy und Josef Danielik
(Pefth 185«. Gustav Emich) S. 149. —
Kertbsny (K. M.), Album hundert ungr.
Dichter (Dresden und Pefth 18Z4, 16°.) S.
498. — (Brockbaus) Conversations - Lexikon
(10. Aufl.) VI. Bd. S. 453.
Joseph Hermann Aqapit
(Humanist und Schriftsteller, geb.
zu Weißkirchen in Mähren 4. April
1756, gest. ebenda 15. Februar 1840).
Sein Vater Franz war Holzschnitzer,
der mehrere Arbeiten für die Kirchen der
Umgebung lieferte. I n Folge einer Nach-
lässigkeit derDienftmagd erbielt Joseph
so lebensgefährliche Brandwunden, daß
die Mutter gelobte, ibn, wenn er mit dem
Leben davonkäme. der Kirche zu weihen.
1766 besuchte G. die lateinischen Schulen
in Leipnik; seine Absickt,
sich der Malerei
zu widmen, scheiterte an dcr Unbeugsam-
keit der Eltern, und nun ging er nach
Olmütz, um die Theologie zu hören. Aber
er fühlte keinen Beruf für den geistlichen
Stand in
sich, erarbeitete sich durch Malen
ein Reisegeld nach Wien, wo er am 28.
Oct. 1778 ankam, sich durch Zimmer-
malen ernährte und anfing, die Chirurgie
zu studiren. Die Uebersetzung eines ärzt-
lichen Lehrbuches aus dem Lateinischen
in's Deutsche, nach welchem Prof. Hun-
öowskF- Borlesungen hielt, bahnte ihm
den Weg. 1783 trat G. in Dienste des
Negimentswundarztes Val. Göpfert in Korneuburg; kam 1785 in Folge seiner
literarischen ärztlichen Arbeiten zum Re-
gimente Preis als Arzt und 1788 als
Oberarzt zum Generalstab der Haupt-
armee nach Ungarn, wu er seiner Offen-
heit und Biederkeit wegen von Kaiser
Joseph II. mit der Aufsicht aller Feld-
spitäler beauftragt wurde und ihm seine
Geradheit und Aufrichtigkeit viele Feinde
machte. 13. Mai 1789 wurde er Ober-
arzt bci der Monturs-Oekonomie;u Ia-
roslaw. Der Gefahr zu erblinden, ent-
ging er durch Kuust der Aerzte, mußte
aber den Dienst lassen und sich in den
Ruhestand zurückziehen, den er in seiner
Vaterstadt genoß. Dort war er ein wah-
rer Freund seiner Mitmenschen, half
ihnen in Krankheiten,^ malte, lehrte die
Kinder malen, und füllte die Mußestun-
den mit literarischen Arbeiten aus. In
seinen Idyllen schildert er iu Geßners
Manier das ländliche Leben. Sein Freund
und Mitschüler Thom. Frytsck ay (s. d.
IV. Bd. S. 388) gab 1813 dessen Poesien
unter dem Titel: „M^aM^awska", d.i.
Die mährische Muse, in 5 Theilen, heraus.
!Zd6i-t, Zibi. I.6X. I. Lci. Nr. 8102
nennt G. „den trefflichsten Volksdichter
der Slaven des böhmischen Dialectes."^>
Aber nicht allein durch seine Schriften,
sondern auch durch Wohlthaten erwarb
er sich ein bleibendes Andenken. Im I .
1811 errichtete er in seiner Vaterstadt
eine Pfarrbibliothek von mehr denn 1000
Bänden, zu der jeder Lefefreund Zutritt
hat. Auf seine Anregung entstand daselbst
eine Stiftung, von der jedes arme ehrbare
Mädchen eine Aussteuer erhält. Sein
Haus inWeißlirchen wurde seinem letzten
Willen gemäß in eiu Krankenhaus umge-
wandelt. Er starb im Alter von 84 I .
Außer der oben benannten Schrift erschien
noch von ihm: „Gezchichie il« StM A5ei«5-
Kirchen" (Olmütz 1836); —
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon