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mete sich
vorzugsweise der religiösen Ma-
lerei. Leider sind nur sehr wenige seiner
Bilder bisher bekannt, eines derselben
befindet sich in der St. Magdalenenkirche
in Lemberg am linken Seitenaltar. Es
stellt vor den „Heiligen Hqazinth", im
Hintergrunde sieht man das bren-
nende Kiew. kobeski findet dieses Bild
vorzüglich.
vttäatek äo Q»2et7 I.'y/ovfskieH, d. i. Beilage
zur Lemberger (polnischen) Zeitung (1865)
Nr. 12, S. 47. — HaHia?ois<3ki ^c l tva^,
8l0V7nik inaiarsö^ polskiek, d. i. Lexikon
der polnischen Maler (Warschau 1850 —
1857, gr. 8".) I. Bd. S. 170. — III. Bd.
S. 211.
Gellsau, Anton Ferdinand Edler von,
siehe: Geissau, diesen Band S. 127.
"" Gvvay, Anton (Archivaru.Orien-
talist, geb. zu Komorn 1796, gest. zu
Wien 9. Juli 1845). Nach Beendigung
der Schulen war er Erzieher beim Gra-
fen Paul Sz6ch6nyi. 1827 erhielt er
eine Custosstelle an der kais. Hofbibliothek
in Wien, uud wurde 1840 k. k. Haus-,
Hof- und Staats-Archivar. Als solcher
beschäftigte er sich mit historischen Ar-
beiten, und sind von ihm folgende Werke
erschienen: „^egatio «/o. Sobei'cian.acH
acl Julei-
g. obita 452s" (Wien 1634); —
,^V ^625-iki ma/uH 26. köit
bekeköteH c i^/c/ceiz/ei cieä/eul,
törökiii«^ d. i. Die Puncte des Gyarmater
Friedensschlusses vom 26. Mai 1625 in
latein., ungar. und türkischer Sprache
(Wien 1837); — ^ 2627.evi -ept.
cieäkul, maFT/a»-^ e^ tö>ö7eiii"- ^ d. i. Die
Puncte des Sz6nyer Friedensvertrages
vom 13. Sept. 1627 in latein., ungar.
und türkischer Sprache (Wien 1837); —
„Arknnden und Aktenstücke ;nr Gr3chich^ r derVer-
Hiiltni55e m^izchen Oesterreich und derPtarte iN IVl.
u. INj.Iahch ", 3Bde.; — „ d.i. Die Pascha's von Ofen (Wien 1841);
— „Itinllär Raiser Ferdinands l. 3521—6H"
(Wien 1843). Kürzere geschichtliche Ab-
handlungen Gävay's finden sich in den
„Wiener Jahrbüchern", im „Inäoniä..
n^tär". d. i. Magazin für Wissenschaft,
und im 1. Bde. der „R6Fi U. ks^siv.
NwitZkek") d. i. Alt-ungar. Sprach-
denkmäler. Die Herausgabe einer Ur-
kundensammlung, welche die Documente
aus der, der Schlacht von Mohacs un-
mittelbar folgenden Zeit, enthalten sollte,
wurde verhindert. In Handschrift hin-
terließ er Beiträge zur Vergleichung der
türkischen, persischen und ungar. Sprache.
Die ungar. Akademie in Pesth hatte ihn
im I . 1831 zum correspond. Mitgliede
ernannt. G. starb, 48 Jahre alt, nach
langwieriger Krankheit.
F'sT'eTlasz/ ^<ikab 6» Dawislik ^ssse/, d. i. Ung.
Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreib.
Bon Jakob Ferenczy u. Ios. Danielit
(Pesth 1856, Gustav Emich) S. 157 lnach
diesem gest. 9. Juli 1845). — Schmidt (vr.
Adolph), Oeftr. Blätter für Literatur u. Kunst
II. Jahrg. (1845) Nr. 92, S. 720 lnach die-
sem gestorben 9. Juni 184H.
Gewey,FranzKarl (Schriftsteller,
geb. inWien 1774, gest. ebenda 13. Oct.
1819). Besuchte und vollendete die Schu-
len in Wien, trat alsdann in den Staats-
dienst und wurde Hofkanzellist in der k. k.
vereinigten Hofkanzlei. Früh zeigte sich
Gewey's Talent für die Parodie und
die komischen Darstellungen des Wiener
Volkslebens, und seine ersten Versuche:
„Nie Moduitten"; — „Pygmalion" u. A.
wurden günstig aufgenommen. Auch ge-
fiel seine Parodie des Trauerspiels: „<kr-
mine Ulln Steinheim", von Blumauer.
Auf deni ernsteren Gebiete des Schau-
spiels machte er mit dem Schauspiel:
„Ner seltene PrllirZZ." einen ebenso glück-
lichen Versuch. Tiefer in's Volksleben
griff er aber ein mit der Fortsetzung der
von Ios. Richter 1785 begonnenen und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon