Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 172 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 172 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

Image of the Page - 172 -

Image of the Page - 172 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

Text of the Page - 172 -

172 Zuge Dragoner am 29. April bei Tour- uay den Feind zu beobachten Befehl er- halten hatte, denselben bei Baisieux an, schlug ihn, nahm ihm 4 Kanonen ab und machte mehrere zu Gefangenen; gleichen Muth bewies er am 27. Oct. d. I . beim Angriff der Arrieregarde des Feindes zwischen Mons und Tournav, wo er ungeachtet einer Schußwunde im Munde den Kampf aufrecht hielt und den Feind zum Rückzüge zwang. 1794 wurde G. Rittmeister und erhielt in der 34. Pro- motion (7. Juli 1794) das Ritterkreuz des Mar. Tberesien-Ordens. Neue Lor- beern hotte er sich im I . 1799 in der Schlacht bei Stockach, wo er eine grö- ßere französische Abtheilung, welche aus dem zwischen Aigoldingen und Orsin- gen liegenden Walde unseren Truppen in die linke Flanke zu fallen beabsichtigte, mit 3 Zügen Tragoner angriff, aus dem Waidc vertrieb und 1 Ofsicler mit 30 Mann zu Gefangenen machte. Nach dem Luneviller Frieden ging G. in Pension, trat aber wieder ein, mn den Feldzug 180.) im .".ür.^>ceg. Nr. 2 mitzumachen und verlich 1607 wieder die Armee. Im I.16W übernahm G. als Oberstlieutenant das Commaudo dec 1. Wiener Landwehr- Bataillons und verrichtete mehrere schöne Waffenchciten, brachte bei dem Rückzüge von Landshut sein von der Armee abge- schnittenes Bataillon wicder zu derselben, schlug in der Schlacht bei Aspern am 22. den dreimaligen Angriff des weit überlegenen Feindes zurück und warf ihn aus seiner vortheilhafteu Stellung in der Au. Nach der Schlacht bei Wagram hielt er am 7. Juli den gegen Korneu- burg vorrückenden Feind mehrere Stun- den auf, ihm den entschlossensten Wider- stand leistend. Im Oct. 1810 wurde G. Oberst und Brigadier der Wieuer Land- wehr und in den Freiherrnstand erhoben. Aber schon 3 Jahre darauf starb er. Hirtenfeld (I. Dr.), Der Militär-Mar. Theresien-Qrden und seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, 4°.) S. 412. — Frei- herrnstands-Diplom vom 19. Oct. 1810. — Wappen. Im rothen Feld ein silberner, mit " drei blauen nebeneinandergestellten Lilien be- legter Querbalken. Den Schild deckt die Frei- herrnkrone, auf derselben ein in's Visir ge- stellter gekrönter Turnierhelm, aus dessen Krone eine blaue Lilie hervorwächst. Unter dem Schilde auf einem fliegenden Bande die Devise: Iinpaviäum, tsriout ruinas. Giaconmzzi, Stephan (Arzt und 3 chriftsteller, geb. zuBedizzole im Lombardischen 25. Mai 17,>0, gest. ebenda 24. Dcc. 1830). Seine Eltern, nicht sehr vermb'gliche Handelsleute, wollten den Knaben eincm besseren Stande zu» führen und ließen ihn studiren. Er betrat Anfangs die Laufbahn eines Priesters im Scmiuar zu Brescia; bald aber zog ihn die Vorliebe für medicin. Wissenschaften nach Padua uud Pavia uud dort bildete er sich unter Gall ino,Brera,Scarpa, Borda. Nach Erlangung des Doctor- grades im Jahre 1813 kehrte er nach Brescia zurück, begann seine Praxis im dortigen Spitale als Assistent und wurde dald darauf dirigirender Arzt der Ge- meiude von S. Alcssaudro. Sein Ruf war sehr groß. Leider setzte sein physischer Zustand — er litt seit seinen Studien- jahren an einem immer mehr um sich greifenden Brustübel — dieser glänzenden Praris und seinen humanistischen Anstren- gungen ein Ziel. An's Krankenbett gefes- selt , in der Gefahr, seine Familie aller Existenzmittel beraubt zu sehen, mußte er sich uach Bedizzole in das väterliche Haus zurückziehen, wo er nach langen Leiden starb. Als Schriftsteller war er ein Verfechter der neuen italieu. Heilkunst und der Methode der berühmten Aerzte Nasori und Tommasini. Pathologische Beobachtungen und die Geschichte vieler Krankheiten, die ihm noch wenig beleuch- tet schienen, zeigen von seinem tiefen Forschergeiste. Durch den Druck veröffent- lichte er: „Osnni clinico-^atologici sulie
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich