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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 175 -
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Page - 175 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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175 cher die philologischen, geo-, ethnographi- schen und historischen Erläuterungen dazu enthielt, denselben auch schon weit fort- geführt, als ihn der Tod dem Orden, dessen Zierde er war, und der Wissenschaft im blühenden Alter von 34 Jahren entriß. Nach handschriftlichen Mittheilungen der Con- gregation. Gilltiellll, Franz (Mathematiker und Priester der Gesellschaft Jesu, geb. zu Mail and 13. Iän. 1740, gest. ebenda 15. Juli 1810). Besuchte das Jesuiten- Collegium an der Brera in Mailand und trat, 16 Jahre alt, in den Orden, wo er nach beendeten Studien die Physik am genannten Collegmm vortrug und nach Aufhebung des Ordens einem Rufe an die Universität in Padua als Professor der Mathematik folgte. Schon früher, als ihn sein Orden zur wissenschaftlichen Ausbildung nach Turin geschickt hatte, traf er daselbst mit Lagrange zusammen, der damals durch seine Gelehrsamkeit zu glänzen begann, und den sich nun G. in seinen Arbeiten zum Vorbilde nahm. Die Akademie von Turin hatte G. zum Mit- gliede erwählt. Außer zahlreichen mathe- matischen Abhandlungen in den gelehrten Schriften der Turiner Akademie gab er selbständig heraus: ^Os igns" (M3.U2.Qli 1772); — ^ l'um »n. (Ndä.1773); — ^ s tsnnons (NhsiiäH 1775), eine zu ihrer Zeit geschätzte Schrift; — ^Fismentt cK a" (Lbenäg. 1781); — ^le- ^ (Ndonäg. 1778). Von den in den Turiner akademischen Schrif- ten enthaltenen Abhandlungen nennen wir: ^Os integT-ations incls/ni ^1769); und „Ke^e-rio 5sri«" (1786). G. lebte nur für die Mathematik und obgleich er sonst noch eine gediegene und vielseitige Bildung besaß, ging zuletzt sein ganzes Sinnen und Trachten im algebraischen Calcul auf. Ueber die Universität, auf welcher er lehrte, wie über seinen Taufname» herrschen verschiedene Angaben. Nach Poggendorf und der 80U8 1». äirsotioil äe Ar. 1o vi. Noskor (?2rig 1853) XX. Lä. 8p. 417 hieß er Karl und lehrte er an der Hochschule zu Pavia; nach Ersch und Grub er heißt er Franz und lebrte zu Padua. — 2iteruiil (Noui 1816, 4°.). — Liosraüa äsßll Ita1i2.Qi Mustri. — Poggendorf ( I . C.), Biogr.-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig 1859, gr. 3°.) Sp. 891. — Ersch ( I . S.) u. Grub er ( I . G.), Allg. Encyklopädie der Wissenschaften und Künste (Leipzig 1822, Gleditsch, 4'.) I. Sect. 66. Thl. S. 372. — Seauvaiz, viotionnairs Qistori<i. I. Lä. 8. 1250. — Meyer (I>), Das große Conversations-Lexikon (Hildburghausen 1845, Mbl. Inft., Lex. 8°.) XII. Bd. S. 973. GillNMM, Ng.rod.686 karpeneto 8ukl- vlo u. j . w., Ernst Friedrich Alexander Neichsgraf (Feldmarschall-Lieute- nant und Großkreuz des Mar. There- sienordens, geb. in Schlesien 15. Juli 1719, gest. zu Wien 17. März 1775). Entstammt einer alten modenesischen Fa- milie, von welcher ein Zweig im 18. Jahr- hunderte nach Deutschland kam, in Oesterreich 1708 den Grafenftand erhielt und am 27. Nov. 1724 unter die neuen Herrenftand - Geschlechter aufgenommen wurde. Der Jüngste von 8 Geschwistern betrat er die militärische Laufbahn im Inf.-Reg. Botta Nr. 12. Bei Beginn des siebenjährigen Krieges war er bereits Oberstlieutenant. Im Scharmützel bei Nachod (26. Sept. 1756) durch einen Pistolenschuß an der Hand verwundet, gerieth G. in die Gefangenschaft, kam nach seiner Ranzionirung zum Genie- corps und wurde im April 1757 Oberst. Als 1758 die Festung Olmütz belagert wurde und in ihr großer Mangel an Stabs - Offtcieren herrschte, erbot sich Oberst G. zum gefährlichen Versuche, in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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