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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 176 -
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Page - 176 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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176 die Festung zu gelangen, führte ihn aus (17. Mai 1758) und leistete während der Belagerung so ausgezeichnete Dienste, daß ihm in der 3. Promotion (4. Dec. 1758) das Kleinkreuz des Mar. There- sien-Ordens verliehen wurde. (Nach dem österr. Militär-Convers.. Lexikon II. Bd. S. 727 fand die 3. Promotion am 27. Nov. Statt. Das ist unrichtig. Das Ca- pitel versammelte sich zur Wahl am 19. und 20. Sept. Das Gutachten desselben wurde von der Kaiserin am 27. Sept. lnicht November) bestätigt, und die feier- liche Aufnahme fand am 4. Dec. Statt.) Zu Beginn des Feldzuges 1759 über- nahm G< das Generalquartiermeifteramt im Armeecorps des Generals London; 1760 wurde er Generalmajor. Das Un- ternehmen auf Schweidnitz (1. Oct. 1761) wurde von G. unter Londons Oberleitung entworfen und ausgeführt. Als im 1.1762 Friedrich II. Anstalten zur Belagerung von Schweidnitz traf, trug sich G. freiwillig an, bei der Besa- tzung zu bleiben und gab wieder neue Proben des Muthes und der Geistes- gegenwart. Als die Festung nicht länger gehalten werden konnte, entwarf er einen Plan, die Besatzung mitten durch d:e feindliche Armee zum Corps des Feld- marschall Daun zu führen. Alles war schon zur Ausführung bereit, als gerade auf jenem Puncte. rer gewählr worden, die feindliche Eavallerie erschien und den ganzen Plan vereitelte. G. und die Be« Zayung wurden kriegsgefangen. Die Kai» serin lohme sein braves Verhalten wäh- rend der Belagerung durch Verleihung des Großkreuzes des von ihr gestifteten Ordens — Eommandeürtrenze gab es damals noch nicht — in der achten Pro« motion (21. Oct. 1762) und durch Er- nennung zum Feldmarschaü-Lieutenant. G. starb im Alter von 56 Jahren und mit ihm erlosch sein Geschlecht. Hirtenfeld(I.vr.), DerMilitär-Mana.The- resieN'Orden und seine Mitglieder (Wien 1857^ Staatsdruckerei) S. 76, 158, 1728 und 1730. — Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausgeg. von Hirtenf eld u. Dr. M e h» nert (Wien 1851) II. Bd. S. 727. OillNltitli, Joseph (Arzt, geb. zu Parabiago bei Mailand 9. Febr. 1773, gest. zu Mailand 16. Dec. 1818). Stu- dirte unter Sp allanzani, Volt a,I.P. FrQnt(s.d.IV.Bd.S.320)u.Scarpa iu Pavia die Medicin, erhielt 1796 die Doctorswürdc, prakticirte in Mailand und wurde daselbst Spitals«, 1810 Hof- arzt des Vicetönigs Eugen. G. zählt zu den gründlichsten Förderern der ita« lienischen Schule, welche zu Anfang die- ses Jahrhunderts den Umschwung in der medicinischen Wissenschaft vorbereitete. Ein früher Tod — er ereilte ihn im Al- ter von 45 Jahren — unterbrach leider seine fernere Mitwirkung an dem begon- nenen Reformwerke. Als Schriftsteller war G. sehr thätig; von 1800—1802 gab er zu Mailand die „H^non'e H Zle- äicina' in 4 Bdn. heraus, welche meh- rere seiner eigenen Abhandlungen ent- halten. Die Fortsetzung derselben, in Gemeinschaft mit (K. Pozzi, erschien seit 1804 u.f. unter dem Titel: „Memei-iH ^ico-meclic^i'. Sonst erschien von ihm noch : yDelia nawi-a clelie /sbb^i e clel 2 Käs. (Mai- und 1609, nachgedruckt in Neapel 1817). Nic. Heurteloup ^nicht Hourteloup. wie er im Meyer'jchen Lexikon (XII. Bd, S. 274) genannt wird) übersetzte das Werk in's Französische (Paris 1^08), wovon überdles die darin enthaltene „Abhandlung über die Gicht" unter dem Titel: ,De ia goutle et Hu " ^ übersetzt von Iouenne mcht Iouerne wie Qusrard (III. Bd. S. 342) ihn nennt), und com- rnentirt von Marie de Saint Ursin abgesondert (Paris 1811. 12°.) veröffent- licht wurde. In Handschrift hinterließ er: cli HleHcina /onäati
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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