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Lexikon (10. Auflage) VI. Bd. S. 737. —
50N8 1» äir. äs^Hlr. 1o Dr. H
1853) XX. Vä. 8p. 632 ssl>
' partioulisrs p^r 6. Vitaii^. — Meyer (I.),
Das große Conversations-Le i^kon (Hildburg-
hausen 1345, Biöl. Inst., Lex. 8°.) III. Bd.
Supplem. S. 1021 Daselbst heißt er irrig:
Biamhi-Giovini).
Girardi, Michael (Naturforscher
und Anatom, geb. zu Limoue in der
Lombardei im Nov. 1731, gest. zu Parma
1797). Studirte in Brescia unter den
Jesuiten und erhielt in Pabua die medi-
cinische Doctorswürde. Dort gewann er
an dem berühmten Morgagni einen
wohlwollenden Freund und Genossen
in der Wissenschaft. Girardi betrat die
schriftstellerische Laufbahn mit der Disser-
tation: ,)Dsl^ N.50 c^sl^ nva o^Fina?^ells
malattis cis' caiaoi^. Als spater Jen-
ners berühmte Entdeckung auftauchte,
schrieb G., der ihre volle Wirksamkeit
nicht gelten lassen wollte, den Brief:
und zog
sich damit die heftigsten Angriffe
aller Anhänger der Impfung zu. Nun
wurde G. Professor der Anatomie an
der Universität zu Padua, folgte aber
1770 dem NufeFerdinand I. Herzogs
von Parma, um au der dortigen Uni-
versität die Professur der Anatomie und
Naturgeschichte zu übernehmen. Hier
widmete er sich ganz dem Studium der
Anatomie und zählte bald zu den Kory-
phäen in dieser Wissenschaft. Zunächst
veröffentlichte er in glänzender Ausstat-
tung uud in lateinischer Sprache die
Santorinischen Tafeln: „X^I I ta-
eHt et e^plicat H/c/
1775, 6x t^p. l6F. ,
Vib1i0Fi'.I.exi1:.M. 20322^, die er mit
neuen Aufklärungen, Berichtigungen und
Entdeckungen bereicherte, namentlich was
die Partie der Splanchnologie und Ängio-
logie betrift. Auch vermehrte er ansehn- lich das anatomische Cabinet der Univer-
sität zu Parma. Er wurde Mitglied der
vorzüglichsten wissenschaftlichen Institute
Europa's und erfuhr mannigfache Aus-
zeichnungen. Außer den schon genannten
Schriften gab er noch heraus: ^OneT--
clel tsstieolo", in welcher Abhandlung
er die Ansichten Hunters bekämpfte;
Paletta und Caldani, welche denselben
Gegenstand behandelten, verschwiegen
G.'s Forschungen, und erst Calloud
wurde ihm gerecht iu dem Werke: „
äi älouns 800^6rt6 anätoinioliS". Fer-
ner schrieb G.: „Osii" o^igins äel ne^-o
,'«ts7-coHtaie", in lateinischer Sprache;
und die naturwissenschaftlichen Werke:
«Hella
ani's: auf Anregung SPallau
ls eo5t äette co^na äe^« iufnaccl^. Parma
betrauerte seinen Tod als einen Verlust,
uud die Wissenschaft ehrte ihn, indem
sie seinen Namen in jeuer Walhalla auf-
zeichnete , welche einen Morgag n.i, V a l-
salva, Coturnio und Scarpa ver-
ewigt.
c> 1835 (LreZoia 183^, tip. üeliü,
) 3. 142 (von Prof. A. Echiv ardi).
Girardin, Emil N°°e. ^^^te Ge-
maliu des französischen Publicisteu Emil
Girardiu, welcher sich mit ihr nach dcm
Tode seiner erstes, der berühmten Del-
phine Gaj, vermalte, geb. iu Wien um
1834). Das Staatshaudbuch des jung-
nkpoleouischeu Kaijerreiii s zählt unter
dem Hofstaat der Gcmal n des Prinzen
Napoleon auch diese zweite. Gemalin
des Publicisten Girard ln als Ehren-
dame auf, und die franz. Glätter beeilen
sich, die Dame zur Tochter eines hessischen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon