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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 199 -
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Page - 199 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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199 wurde. 1814 rückte er zum Bibliothekar vor, wurde mit dem Censoramte betraut und zum kaiserl. Rathe ernannt. Seine archäologischen Kenntnisse beurkundete er in mehreren Schriften. Zu dem Werke des Kupferstechers Michael Bisi (s. d. I. Bd. S. 411): „^inacotkeca äel >^a- i-eals cleils scienHS . . . cli Mlamo" 1812 n. l., Fr. 4". iinä neue 1853) hat G. den Tert verfaßt. Während seines Lehramtes ver- öffentlichte er mit dem Hinblick auf die Jugend: „Fie»nen.ti cleiDove^icis^ nom.o" 1813) und „Heelta cii Novells 3,8°.). Anläßlich mehrerer Hochzeitsfeste — die in Italien üblichen ^er N0226 — veröffentlichte er mehrere Gedichte; außerdem: „ (U3.ii2.ua 1819^ 4°.); — „ (Ndenäg. 1822) und „ äei Oeci" (Ndkuäk 1824^ 4°.). Mit Stella und Fusi betheiligte er sich an der Herausgabe der „0las5ici italiawi"/ mit G. Ferrario (s. d. IV. Bd. S. 197) an jener des Prachtwerkes: „ l i OoHwms antico s mocles^o"/ auch redigirte er längere Zeit die ^iblioteea italiana", ein kritisches Organ wie etwa die „Wiener Jahrbücher", das gleich die- sem eingegangen uud bisher nicht ersetzt ist. Unter den zahlreichen Abhandlungen seiner Feder, die darin enthalten sind, nennen wir die Untersuchung über den wahren Verfasser des Werkes: „vo iini- tations Okrisü" nach einem Codex aus dem XIII. Jahrhunderte. 1 828). Giseke, Nikolaus Theodor, siehe: Oieseckc und Giefeke. Gistra, Karl (Abgeordneter des deutschen Neichsparlaments im 1.1848, geb. zu Mährisch-Trübau um das 1.1820). Studirte die Rechte in Wien und widmete sich, indem er zugleich die jurid. Doctorswürde erwarb, dem Lehr- fache. Die Erlaubniß, Privatcollegien zn halten, übte er so lange aus, bis sie ihm entzogen wurde, dann fungirte er als Pri- vatsupplent desProf.Ku d ler, bis er später zum öffentlichen Supplenten in Vorschlag gebracht und angenommen wurde. In den Vordergrund trat Giskra im I . 1843 und zwar zuerst am 15. Mai, an dem Tage der Sturmpetition, dem ersten, an welchem die Revolution als permanent erklärt angesehen werden konnte. Giskra zählte zu den Wortführern dieses Tages. Später sollte <Z. in Folge der Theilnahme an der Mißhandlung des Polizeidieners Albert Ro'ßler seines Lehramtes ent- hoben werden, aber inzwischen erfolgte seine Wahl zum Deputirten nach Frank- furt, und G. legte nun die Docentenftelle selbst nieder. In Frankfurt zog er durch seine Beredsamkeit die Aufmerksamkeit auf sich; obgleich slavischer Abkunft, hielt er sich entschieden an die deutsche Sache und sprach für dieselbe bei jeder Gele- genheit mit „außerordentlichem Zauber des Redeschwuugs", wie Laube bemerkt/ „aber ohne zu überzeugen." In letzterer > Zeit (1857 oder 1858) kehrte G. nach Oesterreich zurück, und nahm die verlas- sene juridische Laufbahn wieder auf. Hart (Friedrich), Ein Tag in dcr Pauluskirche (Leipzig 1848) 2. Hft. — Laube (Heinrich), Das erste deutsche Parlament (Leipzig 1843, Weidmann) I. Bd. S. 164; II. Bd. S.,176 u. 236; III. Bd. S. 65 ^Charakteristik G-'s als Redner in der WaffenMftandsfrage Schleswig-Holstein betreffend—in der Polen- frage — und in der Debatte, die Stellung Oesterreichs zu Deutschland betreffend). — Grazer Zeitung 1848, Nr. 243, eine Corre- spondcnz aus Wien von vi. I . G. gegen Dr. Giskra gerichtet. — Dieselbe Nr. 269: „Erwiderung des Dr. Giskra auf die Angriffe des vorigen Artitels." — Wiener Zuschauer, herausgegeben von S. Ebers berg (Wien, Lex. 8".) 1848, 35r. 177, S. 1450; Nr. 191
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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