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LU.01 Ultimi oiQHiiäu.t' »nni. stuäii storioi
(Vonsäiß 1856, Rarktovioü, 8".) 8. 132. —
Außer dem obigen Girolamo Ascanio sind
. noch zwei Venetianer Patrizier dieses Namens
und ein dritter Namens Girolamo denk-
würdig. Girolamo Ascanio I. (geb. 1697)
des Obigen Großvater, ist bekannt durch
seine Paraphrase der ersten 50 Psalmen:
,V5tio-poetiQo-2,rinoQi'<:a xai-3.lr2.Zi sa^ra,
8102. äi Lenää. 2i«,rce1Io", 3 Läs. (Vensä.
2ner8t 1724, ^uet^ 1803—5, ?o1.) Mdert,
Isr. 8576^1, welche dann Bened. Marcello
in Musik gefetzt. ^Vergleiche über ihn: OaH^
(^anoesoo), Ltoria äeiia Uusiog. 8l>.<:r2> neiia
^ia c^Lliiz. äuoalo üi 82.Q 2ll»roo in Vene»
212, 62.I 1318 ai 1797 (Vensäie 1855, H.u-
toneiii, 3°.) II. Vä. S. 191, 208.^1 — Dessen
Sohn und des Obigen Vater auch Girslawo
Ascanio II. bekleidete mehrere hohe Staats-
ämter. In Anbetracht seiner umfassenden und
gründlichen Kenntnisse wurde er zumPräfecten
der St. Marcusbibliothek ernannt, eine Würde,
welche in. jenen Tagen nur gewiegten und
erprobten Staatsmännern verliehen zu wer-
den Pflegte, ^r war der letzte Giuftiniani
aus dem Zweige der QinZtinikni äi 8. 82,1-
vaäar«. Als er 1791 starb, fetzte er die St.
Marcusbibliothek zum Erben seiner reichen
Privat-Bücherfammlung ein, an welche Schen-
lung noch ein im Auftrage' des Senats ihm
gesetzter Denkstein erinnert. — Der dritte G.,
der blas den Namen Girolanw führt, be-
kleidete auch mehrere Staatsämter und war
Podest^ zu Bergamo und Padua. Beide Städte
gedenken in dankbarer Erinnerung seiner wei-
sen Verwaltung; besonders denkwürdig aber
machte cr sich
durch die Errichtung einer Privat-
atademie der Beredsamkeit zur Bildung von
Rednern im politischeu Dienste der Republik,
welchem er selbst vorstand und deren Wirk-
samkeit sich bis zum Sturze der Republik er-
hielt. lUeber diesen Letzteren vergleiche:
Hiaii'oni cla ^on,ts (Qiovanni)i LioFio äi 6-.
02,pit2.nio o lu, viek'poäestä. äi
üolF2.m0 1785, 8".).
stoii^
11 ressiuisuto
' 1795, 8".) ^eine allegorische Lobrede^. — Ora,-
äi ?aäav3.
261 terinine ä6i 5U0
1795, s°.). — Oa^clolo
1856, eä i 8u
1I. Ztuäii
8. 132.^ ! — Ueber die berühmte Familie ^^ Giustiniani über-
haupt, aus welcher der erste Patriarch Vene-
digs, Lorenzo G. (geb. 1380, gest. 8. Jan.
1465), ferner der Doge Venedigs, Marcus
Antonius (gewählt 1684) abstammt, und
dessen Mitglieder die höchsten Würden im
Staate bekleideten, ausgezeichnet waren in
Künsten und Wissenschaften, vergleiche:
d i (6iov. H5a?-.), Li-evis nai-r
MUg Veue2iü.rulQ xati-inroda oi-tu.8 ssl. (Ve-
112613 1620, 4°.). — H/oti (^ist^o Antonio),
(?2.äu21697, ?o1.). —
ßönsrHio ... xuoliöe 8oug I2, äir. äs 2lr. 1o
Dr. Novler (rarig 1853) XX. Nä. 3p. 763
—772. — Ersch(I.S.) u.Grub er (I.G.),
Allg. Encyklopädie der Wissenschaften u. Künste
(Leipzig 1822, Gleditsch, 4«.) I< Sect. 68. Thl.
S. 292—356 von PH. M. Külb.
Gmstmiani, Molaus Anton (Bischof
von Verona und Padua, geb. in Vene-
dig 1712, gest. m Padua 24. Nov.
1796> War ein Onkel des Girolamo
O. s^iehe diesen im vorigen Artikel in den
Quellens Trat jung in den Orden der
Benedictiner im Kloster S. Ginstina zu
Padua, ftudirte daselbst die Theologie und
erhielt darckus die Doctorswürde. Nach-
dem er mehrere Jahre Theologie im Klo-
ster gelehrt und andere Klosterwürden be-
kleidet hatte, wurde er 1754 Bischof von
Torcello, kam 1759 in gleicher Eigen-
schaft nach Verona und 1772 nach Padua,
wo er bis an seinen Tod segensreich
wirkte. Als theologischer Schriftsteller hat
G. eine große Thätigkeit entwickelt; die
Werke seiues Urahns, des Patriarchen
Lorenzo G., hat er mit Erläuterungen
und mehrere in italienischer Uebersetzung
herausgegeben, ebenso seines Vorgängers
auf dem Bischofsitze zu Verona Cardinal
Aug. Vali ero zwei Schriften: „Oegli
ocnM bsns/? /^ A Dio^ welcher er die
Uebersetzung mehrerer noch ungedruckter
Briefe des heil. Carolus Borromäus bei-
fügte, und „
1787, 4°.); ferner veranstaltete er die
schöne Ausgabe der Werke des heil. Atha-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon