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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 205 -
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Page - 205 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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205 Sthls wegen, für den Historiker durch die beigegebenen Urkunden werthvoll. Noch hat er den Nekrolog des Canonicus Nikol. Ianowski an der Krakauer Cathedrale verfaßt, deren letzter (71.) Bischof Karl Skärkowski gewesen, der in Folge der Ereignisse des 1.1831 von derNuuciatur in Wien die Mittheilung erhielt, daß der päpstliche Stuhl für den im Königreich Polen gelegenen Theil der Krakauer Dw> cese den Warschauer Erzdiakon Adam Paszkowski zum Vlcar des Bisthums bestellt habe, und am 30. Mai 1835 in Form eines päpstlichen Breve angewie sen wurde, Troppau in Schlesien zum Auf- enthalt zu wählen, wo er am 25. Dec. 1851 starb. anikü^ tüi-üico^siciad, d. i. Katalog der Krakauer Bischöfe, Prälaten und Cano- niker (Krakau 1652, Druckerei der Iagiellon. Universität', gr. 8°.) II. Bd. S. 256 (bis). — N'öH/cioki ( '^. N^.), Nistor^^g. Uter^tur?- pol- s^ie^, d. i. Geschichte der polnischen Literatur (Warschau 1846, Sennewald, gr. 8°.) IV. Bd. S. 487. — Porträt. Unterschrift: Facsimile des Namens: X. NateusT 61aä?S20??i<:x. Nach Langie's Photographie lith. von Rub. Hossmann. Druck von I. Haller. (F. Paterno in Wien 1856, Fol.) Glantschmg g, Iosep h Anton (Maler, geb« in Bozen 1695, gest. ebenda nach 1750). Sohn des berühmten Historien- malers Ulrich G. <s. d. Folgenden). Er- hielt den Unterricht iu der Kunst von sei- nem Vater und verließ, 25 Jahre alt, seine Vaterstadt, rerste nach Wien, von da mit Unterstützung eines Verwandten nach Würzburg. Dort zu einer Zeit an- gelangt , als die Klöster und Abteien in Baiern, Salzburg und Oberöfterreich eben begannen, ihre Kirchen, und Stift- gebäude auszuschmücken, fand er daselbst alsbald vollauf Beschäftigung, ließ sich in Würzburg nieder, und heiratete die Toch- ter eines dortigen Bürgers, aus welcher Ehe ein Sohn und eine Tochter hervor- gingen , und letztere in der Kunst ihres Vaters, von ihm unterrichtet, Namhaftes leistete. Der Sohn widmete sich dem Staatsdienste. Nach dem Tode seiner ersten Frau vermalte sich G. zum zweiten Male mit seiner Magd, deren schlechte Wirthschaft, verbunden mit des Künstlers eigenem Leichtsinn, ihn in Armuth und Elend stürzte, bis ihn davon im Alter von etwa 60 Jahren der Tod erlöste. G. hat viel und seinem Princip gemäß, daß ein Künstler Alles malen müsse, Alles gemalt: Historienbilder, Schlachtstücke, Heiligenbilder, Thier-, Fruchtstücke unb Stillleben, Landschaften, Architekturstücke und bossirte in Wachs. In allen seinen Arbeiten, wie mannigfach sie auch sind, beurkundet sich ein treffliches Talent. Er malte in überraschender Weise schnell, aber in seiner Vorliebe für die Jagd und Gärtnerei ließ er die Kunst Kunst sein und lebte mehr seinen Passionen, die spä- ter seinen Verfall mit veranlaßten. Für den Fürstbischof von Wiirzburg, den Gra- fen von Seinsheim, für die Grafen von Schönborn, Rotenham u. A. war er seit Jahren beständig beschäftigt. Seine Arbeiten aufzuzählen ist, da sie sich im Privatbesitze befinden und nie in die Oeffentlichkeit gelangten, sehr schwer. Wir nennen die Kreuzgänge der Domi- nicanerklöftcr zu Würzburg und Bamberg, die Malereien im Rothkreuzhofe bei Würz- durg. Viele seiner Gemälde kamen in den Besitz des großhcrzogl. Nathes Schar old in Würzburg und warcnnoch 1837 in dem- selben. — Seine Tochter war gleichfalls eine gewandte Künstlerin, wie ihre Thier- ftücke nach Noos und die zahlreichen Al- tarbläüer in den Kirchen von Würzburg und Bamberg beurkunden. — Der eigent- lich berühmte, aber nicht, wie er es ver- dient, hinlänglich bekannte Künstler ist Glantschniggs Vater Ulrich (Histo- rienmaler, geb. zu Hall im Innthale Tyrols 1661, gest. zu Bozen 1722). Sohn eines Gerbermeisters, der schon
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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