Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 207 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 207 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

Image of the Page - 207 -

Image of the Page - 207 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

Text of the Page - 207 -

20? Glaser, Rudolph (Bibliotheks- Scriptor, geb. in Prag 14. Juni 1801). Studirte in Prag und beschäf- tigte sich frühzeitig mit literarischen Ar- beiten. Bereitete sich anfänglich für eine Professur der Philosophie vor, trat aber dann bei der Prager Universitätsbibliothek als Scriptor ein und ist an dieser Anstalt noch gegenwärtig bedienstet. Schon im I . 1834 gab er einen Band „Gedichte" (Prag, Enders, gr. 12 °<) heraus, welche, obgleich reich an poetischen Gehalt, ihres schwerfälligen philosophischen Charakters wegen nicht jene Theilnahme fanden, die der Dichter erwarten mochte. Ein litera- risches Verdienst erwarb sich G. durch Begründung der Zeitschrift „GZt nnd Mst", welche 1837 in Prag zn erscheinen begann und gleich manchem andern edlern vor- märzlichen Unternehmen im Sturmjahre 1848 aufhörte. Das Blatt, versuchend, die Resultate slavischer Literatur und Wissenschaftlichkeit den Deutschen zu ver- mitteln, bewährte bis au sein Ende die anständige Haltung und bildet noch heute eine Fundgrube für jenen, der in ange- nehmer Weise über slavische Zustände unterrichtet sein will. Von G. selbst ent- hält es zahlreiche literarische Abhandlun- gen. Nach dem in den Quellen angege-' benen Rittersberg'schen Lexikon war G. im Vormärz der Correspondent aus Böhmen für die Augsbnrger allgemeine Zeitung. — Seine Frau Juliane G-, eine geborne Ebert und Schwester des Dichters Egon Ebert (f. d.), beschäftigte sich auch mit literarischen Arbeiten und war früher, in der Schule des berühmten Musikers und Compositeurs Tomasch ek gebildet, als ausgezeichnete Sängerin bekannt. Seidlitz (Julius Dr.), Die Poesie und die Poeten in Oesterreich im Jahre 1836 (Grimma 1837, Gebhardt, 8°.) I I . Bd. 'S. 31. — Mtte»'sbe»'F, TapSLnl slavuiöelc, d. i. Taschen- Wörterbuch (Prag 1860, 16°.) I. Bd. S. 497. — Oefterr. Parnaß, bestiegen von einem heruntergekommenen Antiquar (Frev-sing, bei Athanasius <d Eomp. lHossmaun und Campe in Hamburg) 8°.) S. 13 ^daselbst folgende Silhouette Glasers: „Ruhiges besonnenes Aeußere, gemessener Blick, dunkle Haare, still, spricht wenig, aber schreibt viel, meistens über Philosophie, deren Doctor und Redacteur des umfassenden Blnttes „Oft und West." Seine Frau ist die geistreiche Juliane Ebert"!. — Bo witsch (Ludwig) und Gigl (Alex.), Oestr. Balladenbuch (Wien 1856, ll. 3°.) - I I . Bd. S. 719. Gllch, Jakob (berühmter Pädagog und Jugendschriftsteller, geb. zu Poprad in der Zips 17. Nov. 1776, gest. zu Preßburg 25. Sept. 1831). Der Sohn eines Schmiedes, der neben- bei Leinwandhandel trieb, aus dessen zweiter Ehe. Die erste Erziehung genoß G. im Elternhause, besuchte dann die Schulen seiner Baterstadt und erhielt auch Unterricht in der Musik. 13 Jahre alt, ging er nach Käsmark, um seine Stu- dien fortzusehen, und fand an Ioh. Ge- nersich (s. d. V. Bd. S. 133) einn vä-^ terlichen Freund und Lehrer. 1791 ver- fügte sich G. zur Erlernung der magya- rischen Sprache nach Miskolcz, hon wo er bald wieder nach Käsmark zurückkehrte, bis er 1793 das evangelische Lyceum in Preßburg bezog. Daselbst begründete er noch als Studiosus den „deutschen Ver- ein" zur Förderung der deutfchenSprache, beschäftigte sich nebenbei viel mit Päda- gogik und verfügte sich 1796 zur Fort- setzung seines geistlichen Berufsftudiums in's Ausland. G. ging nach Jena, wo damals Männer wieFichte, Griesbach, Panlus, Loder, Schütz, Woltmann u. A. lehrten. Die Ferien benutzte er zu Ausstügen nach deutschen Städten, wo er alle jene Männer sah und kennen lernte, welche zu Ende des vorigen Jahr- hunderts so großen Einfluß auf deutsche Gesittung nahmen. 1797 nahm G. eine Lehrerstelle in Schnepfenthal an und hier beginnt seine ersprießliche Thätigkeit als Pädagog und Schulmann, welche bis
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich