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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 213 -
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Page - 213 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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213 Verfügung Glavars in Druck legen sollte, was er aber nicht that, wie man- ches Andere, was ihm sein Wohlthäter empfohlen hatte. G. starb unter eigen- thümlichen Umständen. Noch hatte er die Freude, den Sohn seiner Pflegeeltern, Bartholomäus Bassaj, nach 49Iahren — als General am 12. Jänner 1784 — in seinem Hause zu empfangen. I n der Nacht starb aberBassaiin G.'s Schlosse vom Schlage gerührt. Wenige Tage dar- nach empfand G. ein Unwohlsein. Der Ortschirurg öffnete G. eine Ader, ver- letzte aber dabei einen Nervenast. I n Folge dieser Verletzung stellte sich der Brand ein und so folgte Glavar seinem Freunde in 12 Tagen nach. ' Neber die Schreibart: Glavar oder Glovar vergleiche die nachstehende Lebensskizze von I . Rech feid, S. 42. — Mittheilungen des historischen Bereines für Krain. Jahrg. 1343. Laibach. S. 29, mit dessen lith. Porträt von 'Goldenstem gez. Die Lebensskizze von I . Nech- fe ld. — Porträt. Unterschrift: ?stsr kaul ftlav».?. Gez. von Goldenstein. Lith. Anstalt des I . Blasnil. Laibach, 4°. — Monument. I n der Schloßcapelle zu Landspreis befindet sich das folgende halberloschene Chronodiftichon: VetrVs VoX 2» Dieses Chronodiftichon enthält die Zahl S3ö2, diese Zahl durch 3 dividirr, gibt G.'s Todes- jahr 1734. Gleditfch, Paul (Kupferstecher, geb. in Wien 27.. Nov. 1793). Sein Vater, aus Jena in Sachsen gebürtig, kam nach Wien. Der Sohn trat 1812 in die Akademie der bildenden Künste, wo er zuerst zeichnen lernte und 1814 in die Kupferstecherschule, wo er 6 Jahre unter Friedr. Leybold sich im Kupferstechen ausbildete, 1819 den ersten großen gol- denen Preis erhielt und nach seiuem Aus- tritte aus der Akademie (1820) von dem kunstliebenden Erzh. Anton mit einer Pension betheilt wurde, um sich in seiner Kunst zu vervollkommnen. Seit dieser Zeit hat er immer für sich gearbeitet und eine Reihe großer Blätter geliefert, welche sich zwar durch Schönheit und Reinheit des Stiches auszeichnen, aber in der Zeichnung Manches zu wünschen übrig lassen. Seine Blätter sind: -„Porträt nach Gdelinck", Studienkopf; — „Madonnen- kupk", nach einem Oelgemälde von Sassoferrato; — „Nie heil. HgneZ", nach Guercino, Sr. kais. Hoheit dem' Erzh. Anton gewidmet; — „Madonna mit dem schlafenden ZesuZ", nach Gmdo Neni, 1820 mit dem ersten Preise einer 24 Du- katen schweren Medaille in Gold belohnt; — „Nadanna mit dem (i/hriHnslunde" , nach Andrea del Sarto (N. 17", Lr. 12"); — „Nie heil. Dreifaltigkeit", nach Rap ha elf — „Nie Gante Ghristi", nach Guido Ren i (N. 22", Lr. 18", 1823, 10 fl.); — „Nie drei Frauen", nach Pietro Perugino (5 st.); — „NerNogenSchuitzer", nach Par- megiani (5 st.); — „Helene Farman, <Be- malm des p. P. Anuens" (5 st.); — „ iM- stu5 das Nrenz tragend", nach Sebastiano del Piombo; und als Gegenstück dazu: „Mlldllnna" f nach Carlo Dolce (10 fl.); — „Nie hkil.Katharina", nach Carlo Dolce (6 fl.), für dieses Bild erhielt G. die preußische goldene Medaille für Kunst; — „Viana", nach Guido Reni (4 st.); — „Nie Fanlllnjerw", nach Correggio (5 fl.); — „Ohristns das Kreuz tragend", nach Correggio; — „Z. Nagdalena", nach Barocci ; — „NnAusgrllschen",nach DoMiNichiNo; —„Porträt sr. Kais. Hoheit Grch. Anton", nach Kuppel Wies er ;u. sein letztes Blatt, woran er 3 I . Arbeit verwen- dete7,,Ner gekreuzigte Grlüzer", nach VaNDYk (2. 29", Vr. 20", 20 fl.), ganz mit dem Grabstichel gearbeitet. Auch hat G. einige kleinere Blätter, u. z. für die bei Haas erschienene „Nelnedere-Oullerie" gestochen. Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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