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Erzh. Karl die Religionsfreiheit erbitten
sollten. — Kaspar blieb 1607 gegen
bie Türken bei Kanischa. — Sigmund
Friedrich war 1644 innerösterreichi-
scher Hofkriegsrath. — Hanns Sig-
mund 1670 innerösterreichischer Hof-
kammer-Präsident. — Sigmund (geb.
3. Iän. 1633, gest. in Leoben 24. Dec.
1703) war Priester der Gesellschaft Jesu
u. lateinischer Dichter. Der schon genannte
SigmundFriedrichwurdeam7.Sept.
1628 für sich und seine Erben in den
Freiherrnstand, und Hanns SiH mund
den 18. Nov. 1677 in den Grafenstand
erhoben. — Das Haupt der Familie ist
gegenwärtig GrafKarl Joseph Anton
Cajetan (geb. 9. Februar 1811), ein
Freund des -f- Ministers Stcidion u. Ab-
geordneter Steiermarks im öfterr. Reichs-
tage 1848. In demselben wirkte er als
Schriftführer und außer mehreren Ab-
stimmungen trat er als Redner auf gegen
den Antrag Schufelka's in der Sitzung
vom 23. Oct. 1848: „das Ministerium
möge aufgefordert werden, die eigenmäch
4ige (aus einer Proclamation an die Ty
roter ersichtliche) Einberufung des tyrol.
Landtages als ungiltig und unzulässig zu
«erklären", und protestirte am 1. Nov.
1848 gegen die Annahme, daß die Sitzung,
Äbwohl nur 136 Mitglieder zugegen, als
eine legale fortgesetzt werden könne.
Der Graf ist wirkl. Kämmerer, steirisch
ständischer Ausschußrath, Ausschuß und
Mitglied mehrerer gemeinnütziger und
Wohlthätiger Vereine und Gesellschaften.
Gr ist unvermält.
Schmutz (C.), Histor.-topograph. Lexikon von
Steiermark (Graz 1822 u. f.) I. Bd. S. 497.
— Oestr. Nat.-Encyklopädie (von Gräf fer
u. Zzikann), (Wien 1335) ll. Bd. S. 383
— lKneschte, Ernft Heinrich Dr.) Deutsche
Grafenhäuser der Gegenwart (Leipzig 1854,
Weigel, gr. 8".) I. Bd. S. 268. — Ueber
Graf Karl Joseph Ant. Caj.: Verhandlungen
des östr. Reichstages . . . (Wien 1848, Staats-
bruckerei, 4".) I. Bd. S. 449; I I . Vd. S. 163
2.6s; 19ö u. Einschaltvlatt zu S. 198 u. 199; S. 217; 277; 682; III. 'Bd. S. 323, 390. —
Ueber Graf Sigmund: «StosFSs </ok. Asp.) ,
Zeiiptoi-es rioviueis« ^ustriaeas goeietati»
5b«n . . . (WiSQ unä Leskusdurss 1866, As»
okitki-iötkQ nnä 2l2,Q2, I^sx. 8".) pg^. 99. —
Wappen. Dasselbe ist aus den Wappen der
Gleisbach und zweier ausgestorbener Fa-
milien: der Tun au er (feit Agnes Tunauer
im I . 1370, welche mit Hanns v. Gleisbach
verheiratet war) und der Familie von Flad-
nitz zusammengesetzt. Quadrirter Schild mit
Herzschild. 1 u. 4 in Blau auf grünem Boden
ein links springendes silbernes Pferd (Gleis-
bach); 2 u. 3 in Schwarz drei goldene rechts-
gekehrte quer nebeneinandergestellte Halbmonde
(Tunauer). Das Herzschild m Schwarz ein.
goldener Querbalken (Fladnitz). Auf der Gra-
fenkrone erheben sich drei gekrönte Helme. Auf
dem rechten wächst zwischen zwei blauen Büf-
felhörnern d^s Pferd des i . und 4. Feldes
hervor; auf dem linken ein die Sachsen ein-
wärtskehrender schwarzer, mit den 3 Monden
des 2. und 3. Feldes belegter Adlerflügel
(Tunllucr); auf dem mittleren zwei schwarze
mit einem goldenen Querbalken belegte Büssel-
hö'rncr (Fladnitz).— Stand der Familie. Ueber
den gegenwärtigen Stand der Familie siehe
Goth. genealogisches Taschenbuch der gräfl.
Häuser auf das 1.1859 (XXXII. Jahrg.) —
und Histor. heraldisches Handbuch zum gräft.
Taschenbuch auf das 1.1856 (Gotha, Iuftus
Perches) S. 252.
Gley/Juliane, siehe: Nettich, Julie.
Glillbich, Simeon (Schriftsteller,
geb. inCi t ta vecchia in Dalmatien
1822). Studirte in seinem Baterlande
die Theologie und widmete sich nach Voll-
endung derselben der Seelsorge. Zugleich
beschäftigte er sich frühzeitig mit For-
schungen über Geschichte und Culturge-
schichte seines Vaterlandes und veröffent-
lichte mehrere Arbeiten, theils in selbstän-
digen Werken, theils in den Zeitschriften
des Landes: ^g. Oällliktig." und „2or2
6g.Img.tiuskQ") d. i. Dalmatinische Mor-
genröthe; in den italienischen Schriften
nennt oder richtiger schreibt er sich dem
Geiste der Sprache gemäß: Gliubich,
in den illyrischen: Ljubich. Bisher sind
von seinen Arbeiten erschienen: „<7an-
607N nasionali antO^OFe olaimats" (^^HlH
1847, vem^lciii); die Gesänge sind in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon