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wirft. Das letzte Werk, welches sie bis-
her veröffentlichte, ist: „lyrisches und Gpi-
Hches" (Pesth 1855, Heckenast), worin zwar
das Epische nur durch zwei Stücke, aber
beide von entschiedener Schönheit: „Mae
Nugüld" und „Ada" vertreten ist. In neue-
ster Zeit versuchte
sie
sich unter dem Pseu-
donym Branitz als Uebersetzerin auf
dramat. Gebiete, und ging aus ihrer Feder
die Bearbeitung der „Biedermänner" von
Dumas hervor, welche auf der Wiener
Hofbühne eine beifällige Aufnahme fand.
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Mbum östr. Dichter. Neue Folge (Wien 1857,
Pfautsch «d Voß, gr. 8°.) S. 81—104 Mio.
graphie von Leopold Kompert und Muster-
stücke ihrer Gedichte!. — Hamburger kritische
und litercirische Blätter 1867 > Nr. 39. —
Faust (polygr. Zeitschrift), herausg. von M.
Au er in Wien 1855, Nr. 1, S. 8 ldaselbft auch
ihr Porträt in trefflichem Stahlstich von Mayer,
4".). —Bohemia (Prager Blatt) 1656, S. 657
lM Artikel: „I'ous I05 q^inss Hou,r6"1. —
Illuftr. Zeitung, herausg. von I. I . Weber.
1846, Nr. 138, S. 126. — Die Iris (ein
Grazer Modeblatt) enthält in einer der Mai-
Nummern des Jahres 1851 ihre geschriebene
Silhouette von Cajetan Cerri, welche ganz
hier mitzutheilen, uns die jedem Weibe schul-
dige Rücksicht verbietet, während
sie fragmen-
tarisch mitgetheilt alle Spitzen verlöre). —
C. Cerri richtete aber früher an
sie bei Ge-
legenheit ihres von Prinzhofer lithographirten
Porträtes ein Sonett lsiehe Wanderer 1848,
Nr. 20). — Auch Braunthal besang sie
in einem Cyklus Gedichte: „Bärbel Felix." —
Lorm (Hier.), Wiens poetische Schwingen und
Federn. .. (Leipzig 1847, Grunow) S. 83. —
Theaterzeitung, herausg. von Ad. Näuerle
1850, S. 286 lm dieser Besprechung charat-
terisirt W. Constant die Gedichte Betti
Paoli's folgendermaßen: „Es ift wemgGlaube,
aber viel Hoffnung, keine Religion, aber
unendlich viel Andacht in diesen Ergüssen des
Weibes und unwillkürlich gedenken wir bei
Lesung ihrer Poesien an Mahlmanns Di-
stichon: „Nimm mir die Liebe, was bin ich?
die Aermfte unter den Armen, I Laß mir die
Lieb' und ich bin reicher als Fürstinnen sind").
— Zeitung für die elegante Welt, herausg.
von H. Laube. 1844, S. 571. — Porträte.
Außer dem oben angeführten in Auers „Faust"
1) Facsimile des Namens: Lott? I»2o1i. To-
der^oin äol. O.Xottsrba 50. (Wien 1857,8°.)
— 2) Unterschrift: Facsimile des Namens: U. I»rw2k<)5er 1848 (Wien, Fol.)
gedr. bei I . Rauh. Lithographie, sehr ähnlich.
Gmeiner, Franz Xaver (Theolog,
geb.zuStudenitzinSteiermark6. Jan.
1752, gest. zu Graz 27. Febr. 1824).
Widmete sich nach Beendigung seiner
Studien der theolog. Laufbahn, erhielt
die theolog. und Philosoph. Doctorwürde,
lehrte als außerordentl. Professor durch
6 Jahre das canonische Recht, und hielt
Vorlesungen über deutsche Literatur.
1784 wurde er ordentl. Professor der
Kirchengeschichte in Graz, am 6. Dec.
1816 kais. Rath und Director der philo-
sophischen Stndien. Nachdem seine letzten
Lebensjahre von hypochondrischen Leiden
getrübt tvaren, starb er im Alter von 72
Jahren. Als Schriftsteller, insbesondere
seines Faches, hat er folgende Schriften
herausgegeben: „«Vranerrede ant Maria Ghe-
resia" (Graz 1781); — „Beweis, dass die
(drdensgelübde jener Grden, die der JandrMrst in
seinen Staaten, nicht mehr dulden will, ohne nur-
hergehende ZiZpensatian ihre Verbindlichkeit ner-
lieren" (Wien und Graz 1782); — „Neant-
der Anmerkungen, welche Herr ModeZtl
über meinen „RkVei5, dass die Grdensgeliibde
n. 5. m.", gemacht hat" (Ebenda 1782); —
„Betrachtungen über die Geringschätzung und küm-
mrrlichen Unterhalt der Serlsarge" (Wien und
Graz 1782); — „Meine Gedanken öder die
bischöflichen Gnnsistarien überhaupt und insbe»
sondere über die GheZtreitigKeiten, dir in denzel-
brn entschieden werden" (Graz 1782); —
„Granerrede uut Iahann Anton, Prälaten zu
stein; in Zteiermark" (Wien u. Graz 1783);
— „Hirtenbrief des MZchllis nan Manina nn die
Oikarthiinöer seines Kirchsurengels, in Betreff ihrer
aufgelösten Grdensgelnbde mit Anmerkungen"
(Graz 1784); — ^
. . . scoplanan^as" (Org.2 1786);
Ht." (Ndä. 1787); — „Meriirgeschichte
Trsprnnges und Fortganges der Philosophie",
2 Bde. (Ebenda 1789); — „
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon