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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
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Page - 244 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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244 2. Sept. 1851) mit Nnbiza (geb. 18. Febr 1833), Tochter des kais. russ. Hofrathes und ConsulsIeremias Ritter von Gogitsch und Graf August (geb. 27. Sept. 1813) Ueber die vorzüglicheren Glieder dieser Familie siehe Nr. I I : Vorzügliche Glieder der Familie Goeß. I. Ueber die Familie. Bergmann (Joseph) Medaillen auf berühmte und ausgezeichnete Männer des öftr. Kaiserftaates vom 16.—19. Jahrhundert (Wien 1844 u. f., Tendler, 4°.) II . Bd. S. 476—491. — lKneschle, Ernst Heinrich dr.j Deutsche Grafenhäusel der Ge- genwart (Leipzig 1353, Weigel, 8°.) I. Bd S. 272. — Zchönfeld (Ignaz Ritter von), Adels-Zchemansmus des östr. Kaiserstaates tWicn 1824, Tchaumburg, 8".) I. Jahrg. S. 80. — Oothaisches genealogisches Taschen buch der gräft. Häuser auf das Jahr 1859 (Gotha, Perthes, 32°.) XXXII. Ihrg. S. 301. — Historisch-Heraldisches Handbuch (Gotha 1358, Perthes, 32".) S. 255. — Oestr. Natio nal-Encyklopädie (von Gr äffer und Czi lann), (Wien 1835» II. Bd. S. 394. II. Vorzügliche Glieder der Familie Goeß. i .Ta »ian von (Geschichtschreiber, geb. zu Alanquer in Portugal 1501, gest. im Dec. 1560) wurde am Hofe König Emanuels erzogen, und besuchte die Universität Padua. Zu wichtigen Sendungen an den ersten europäi- schen Höfen verwendet, gewann er die Gunst der Fürsten, und Kaiser Karl V. verlieh ihm am 1?. Febr. 1530 den Neichsadel. Um ganz der Wissenschaft zu leben, zog er sich nach Löwen zurück, wo er aber 1542 von den Fran- zosen gefangen und erst gegen 2000 Ducaten Lösegeld freigegeben ward. Nach seiner Rückkehr ernannte ihn König Johann III. zum Reichs- hiftoriographen. Er besaß reiche Kenntnisse rmd schrieb mehrere geographische und histo- rische Werke, u. a.: „vs rodus st iropsi-in I^U8it«,uoruln", — «LbroiiicH äs is? vom Vnlllnu«I" u. m. a. Er war auch ein aus- gezeichneter Musikus und mehrere feiner Com- positionen befinden sich auf der Lissaboner Bibliothek. Man fand ihn verbrannt im Kamin seines Gemaches. Wergl. über ihn: Berg- mann (am angez. Orte) I I . Bd. S. 477. — Iöcher (Christian Gottlieb), Allgemeines Gelehrten-Lexikon (Leipzig 1751, Gleditsch, 4°.) I I . Bd. S. 1046. — Neues Universal- Lerikon der Tonkunst ^begonnen von I)r. Iul. Schladebach, fortgesetzt) von Ed. Berns- dorf (Dresden 1857, Schäfer, gr. 3».) II. Bd. S. 201. — Oe Il,edu2 Nispknici«, I.u«it»- 1602, 8«.) daselbst: „Va- - 2sao5.acko, Viblio- tdvc» I.u5itHllio». — ^a»»ia z/ Hon««?, Oom- meut2,rios '25 riiuH« ä« lü^mosus. p. 101. — t?l6„lsnt, Vibliotdsclue ourisuss (ein von Chevalier d'Oliveyra mitgetheilter Arti- kel). — Asuwii-25 äs I'^caöernis äs Lru- xoUs«. XIV. Vä. (Artikel von Neiffen- berg, auch in besonderem Abdruck unter dem Titel: nOoup ä'oouii 8ur los reiHtions hui ont exi5t6 ^lläis eutr« I2 Volsi^us et 1e ?ortuss2i." — ^nt. <ls ^illc« öoas s Kam- paM, ^ooMe^cdi^ Vortuguela, (I<i5d. 1674, 4".). — (?a«tano lls Hon««) Ilistoria ßsnsa- lossic«!. äs. <Üas». rsal.i — H. Johann Freiherr iCardinal und Fürstbischof zu Gurk, geb. in Brüssel 1611, gest. in Rom 19. Oct. 1696). Ein Sohn des Franz von G. (siehe oben die Genealogie), ftudirte in Löwen, verlegte sich insbesondere auf orien- talische Sprachen und widmete sich der diplo- . matifchen Laufbahn. Mit Empfehlungen des Cardinals Infanten Don Ferdinand kam er nach Wien, begleitete den Fürsten Johann Anton von Eggenberg auf seiner Mission nach Rom (1638), trat nach seiner Rückkunft als Reichshofrath bei der Section für aus- wärtige Angelegenheiten ein, arbeitete unter Max Grafen Trautmannsdorf in Sa- chen des weftphälischen Friedens; ging 1657 als kais. Bevollmächtigter nach Kopenhagen, als König Gustav die Dänenhauptstadt beschoß; 1663 zu Al i Pascha nach Temes- vär, um den Frieden zu vermitteln. Aber während die Türken gegen Neuhäusel Alles mordend und verwüstend vorrückten und es am 24. Sept. nahmen, wurde G. in Ofen gefangen gehalten und kam erst am 10. Dec. nach Wien. Einem Gelübde zufolge — für die Rettung aus einem an ihm gemachten Mord- versuche — trat er in den geistlichen Stand, empfing die h. Weihen, primizirte am 13. Dec. 2675 bei den Jesuiten in Wien und erhielt das Bisthum Gurk, in welchem er insbeson- dere' die Seelforge in den Gebirgsgegenden ordnete. Noch schloß er 5. Februar 1679 den Frieden vonNymwegen, ward2.Sept.i686 von Papst Innocenz XI. zum Cardinalpriefter ernannt und erhielt von Alexander VIII. den Cardinalshut. Seit Oct. 1689 vertrat er die östr. Interessen am päpstlichen Hofe und starb in Rom im Alter von 85 Jahren. In seinen Diöcesen errichtete er viele Stiftungen und Benefizien, namentlich in den gebirgigen Gegenden derselben und dem lais. Feldspital vermachte er 70.000 Scudi. Seines Bruders Anton Sohn: Johann Peter machte er zum Erben. Aus diesem Umstand erklärt sich die Ansiedlung dieses Geschlechtes in Kärnten.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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