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Theaterzeituna, herausg. von Ad. Bauerl
(Wien, 4°.) 1850 (XI.III. Jahrg.) Nr. 35:
„Die Reform des italien. komischen Theaters
durch Goldoni und Gozzi" von Prof. Rossi
in Linz. — Voltaire fagt treffend: Gol-
doni's Erscheinung auf der italien. Buhn
könne man ganz einfach wie Trissino'
Gedicht nennen: »I/Itaii» liborat». äk'<3oti.
Vl. Porträte und Vüften. 1) Unterschrift: 62'
Holäoni. <3o5t. v. 6. Xuiupo. 2v?io^^u dc
6. 6edr. FeilUQig'rlil. 4". — 2) Unterschrift
<1^5eeuö eä inoi5S. 4". — 3) Unterschrift
Cku-I 6s0iäol»i. <Üru.«iu8 seuip«. 8°. — 4) Un-
terschrift: «ÜHrlo <3c>1äoQi. (üomirato inet«?
8°. — Z) (3. ?. Lause »e.) 8". Mtene-
Blatt). — 6) Unterschrift: 0arlo öoläoni
«eulp«. lex. 8°. — ?) Unterschrift: (!2,i>Io
<?0lä02i. <F. vala äi5. sä iuoise. (Veu<
1853,4°.). — Büsten und Monument.
G.'s Marmorbüste, gemeißelt von Zordan,
befindet sich im ?2la220 älicale zu Venedig
sie wurde in einer der Loggien des 1. Stockes
im I . 1847 bei Gelegenheit des italienischen
Gelehrten - Congresfes mit noch 27 anderen
Büsten italienischer Schriftsteller aufgestellt.
Im äußern Vestibüle des Theaters ?6nies in
Venedig
steht G.'s Monument aus Carraramar-
mor, gemeißelt von Luigi Zandomeneghi.
Unter dem Denkmal befindet sich folgende
Inschrift:
Oi. Hucsto. I'ittols. Huiea. Vei. Oostumi
lütte . I.« . Lta. lütte . 1.6 . <3snti
OowV . Oi . Vg.Qto . I.or . ^roxi-io
II . 8tzco1o . XV11I . ^ . Vene-ia
n . 1707 . in . 1793.
— Eine andere Büste G.'s prangt auch ober
der Eingangsthüre seines Geburtshauses.
Dieses steht unweit der 6kie5k <ii 3. ?k
am iio-terrä <lei Xoiuboli. Vincenz Z en ier
ließ darauf eine Gedenktafel anbringen mit
der Inschrift:
Goldschmidt, Sigmund (Co mp o s i-
teur, geb. in Prag 28. Sept. 1818).
Erhielt den ersten Unterricht in der Musik
von Tionys Weber, Director des Prager
Konservatoriums. Unter so tüchtiger Lei- tung entwickelte sich das schöne Talent
des Jünglings in entsprechender Weise,
und früh schon componirte er. Spater
nahm er Unterricht in der Instrumenta-
tion bei Joseph Triebensee, damals
Capellmeister des Prager Theaters. Die
scharfe Beobachtung der Wirkung der
classischen und modernen Musik auf die
Zuhörer, der Wandelbarkeit und Launen-
haftigkeit des Geschmacks, der oft vor aner-
kannten Meisterwerken kalt blieb und sich
über banalen Modulationen enthusias-
mirte, führte ihn zu jenem Eklekticismus
in der Musik, der alle Stylarten in sich
vereinigt, um alle Arten von Hörern zu
befriedigen. Noch aber trieb er Musik
nicht ausschließlich, sondern arbeitete im
Comptoir eines Handlungshanses und
componirte fleißig-zu eigenem Vergnügen
und zur Förderung seiner musikalischen
Studien. Im 1.1839 gab er seine bishe-
rige kaufmännische Beschäftigung ganz auf
und lebte ausschließlich der Musik. Sein
Vul-Glllirllt" und seine „Ouvertüre zuRnmell
onü Julie" von Shakspeare machten
seinen Namen in der Prager Musikwelt
bald auf das Vortheilhafteste bekannt.
Nun folgte die „Pillnufllrte.SllNllte in k-WI",
Moscheles gewidmet. Seine „ Avnrert-
Ouvertüre inc-zloll" brachte Mendelssohn
in dem Gewandhaus-Concerte zu Leipzig
zur Aufführung. I n Stockholm compo-
nirte er (1844): „SeVST-is an bo^cl cle i»
u. a.
und eine seiner letzten Arbeiten war die
„Gnnerlme zu Fonqnv's Tndine". Von 1845
—49 lebte er in Paris, dann in Prag.
Das „Universal-Lexikon der Tonkunst"
1859) bemerkt über ihn: „Es ist zu be-
wundern, daß man von ihm in der letz-
en Zeit gar nichts gehört hat. Seine
Anfänge waren der Art, daß man nicht
eglaubt hatte, ihn sobald aus der Oef-
entlichkeit schwinden zu sehen."
leues Universal-Lexikon der Tonkunst (begonnen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon