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Kanzelredner. Gegen die Gewohnheit
wurde er schon in jungen Jahren Ordens-
Provinzial, zu welcher Würde ihm seine
Energie, sein religiöser Eifer und seine
Klugheit verhalfen. Er starb in jungen
Jahren, erst 44 Jahre alt. Ein Denkmal
seines Fleißes und Wissens — der Tod
unterbrach dessen Vollendung — hinter-
ließ er in dem Prachtwerke:
i) 4°.), welches mit der genauen
Geschichte dieses merkwürdigen u. präch-
tigen Gotteshauses auch dessen Beschrei-
bung mit vielen und guten Abbildungen
enthält. Es wurde später vou andern
Priestern seines Klosters beendet. Auch
enthält der unter dem Titel: ..iQ^uFu.-
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06Q29. 4 Novkmdrs 1855" ^65022.,
6g.6t. IiOQFo) erschienene Einweihungs-
bericht von Gonzati das
Wurzbach v. Tannenberg (ConstantDr.),
Bibliogr. - statistische Uebersicht der Literatur
des östr. Kaiferstlllltes (Wien, Staatsdruck.,
gr. 8°.) II. Bericht Marg. 7240 u. III. Bericht
(1855) Marg. 10410. — sm-gato (öasiano),
Hlsinai-is lunedri antioko e i>ooe»ti (kaäua
1856, SslluuHräruok., ^r. 8°.) I. Rä. S. 111
und II. Vä. 8. 17. — Denkstein. Im Oon-
vento äel Santo zu Padua befindet
sich fol-
gender Denkstein: Lsrnaräo 6on22ti
Vioentino I vSstit« iu «^uesto convsnto
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V2, ^ vi»3« HU2. 44. w. 1. ß. 4.
Gonzati, Johann Maria (Dom-
herr, geb. zu Bicenza um dasI. 1810,
gest. zu Cornedo 22. October 1857).
Entstammt einer vornehmen Vicentiner
Familie. Sein Vater Vincenz ist
denkwürdig durch die rastlose Sorgfalt, mit welcher er Alles, was über Vicenzcr
geschrieben und gedruckt worden, gesam-
melt hatte. Die Mutter ist eine geborne
Gräfin 3lrnaldi. Die erste Erziehung,
erhielt er im Seminar seiner Vaterstadt,
wurde dann Sängerknabe an der Kathe-
drale daselbst, beendete die Theologie und
wurde 1828 zum Priester geweiht. Al5
I>. Luigi Chioda 1836 ein Opfer der
Cholera wurde, folgte ihm G., in der
Stelle eines Rectors der Kirche8. Cajetan
und wurde zugleich geistlicher Director
des weiblichen Institutes I<6vj8-?i0iiH»
1842 wurde er Ehren« und 1843 wirkl»
Canonicus an der Vicentiner Kathedrale.
G. war ein ausgezeichneter Kalligraph
und hatte in treuer Copie die Inschriften
u. Wappen in Miniatur vollendet, welche
in den Schwibbogen längs des prächtigen
Porticus im Nonte dsrioo sich
befinden,
auch vollendete er in kalligraphischer
Weise mehrere Choralbücher, die er theils
der Kathedrale, theils dem Seminar
schenkte u. m. a. Ein besonderes Verdienst
um seine Vaterstadt erwarb sich
aber G.
durch die Wiederherstellung des in starkem
Verfall begriffenen Doms von Vicenza,
woran er mit mehreren andern reicheir
und vornehmen Vicentinern wesentlichen
Antheil hat (siehe unten die Inschrift sei-
nes Denksteins), indem er ebenso reichlich
dazu beisteuerte, als auch die ganze Aus^
führung leitete, überwachte und in seinenr
Vorhaben, sie zu vollenden, nur durch-
den Tod unterbrochen wurde. Noch in sei-
nem Testamente bestimmte er 11.000 lirs-
2,li8trig.o1i6 zum Ausbau (Mbdrioikrik)
des Domes.
HosFato (6asta«o), Hlomorio iunedri «mticlie
6 rVoenti (kaäna 1856, 8«inwHräi'uck«i'«j7
er. 8°.) III. 2ä. 8. 201 n. 212. — Denkmal.
Das Municipium von Vicenza ließ dem Ver-
dienten einen Denkstein setzen mit folgender-
Inschrift: isinpU buius l teotnuu o»inei-2,l2-
I cetera ooulormat»
ooininuni x
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon