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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
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Page - 281 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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281 fangenschaft. Aus derselben ranzionirt, wurde er Divisionär in Prag, starb jedoch schon am 5. April 1808 im 59. Lebens- jahre. Hirtenfeld (I. Dr.), DerMilitär-Maria-The-- resien-Orden und seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, 8°.) S. 474 und 1738. — Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausgeg. von Hirtenfeld u. Dr. M e y- nert (Wien 1851) II. Bd. S. 766. Gottlieb, Anna (Sängerin, geb. zu Wien 29. April 1774, gest. ebenda 7. Febr. )856). Ihre Mutter, eine geb< Theyner, betrat (1765) 19 Jahre alt die Bühne nnd vermalte sich 1766 mit Ioh. Christoph Go ttlieb (siehe unten die Quellen). Aus dieser Ehe ging Anna hervor, welche zu ihrer Zeit als Sängerin bekannt war und als „erste Pamina" ein tunstgeschichtliches Interesse darbietet: denn der unsterbliche Mozart hatte für sie den Part der Pamina in der „Zauberflöte" geschrieben, den sie zur Dollen Zufriedenheit des Meisters sang. Später, als ihr die „Zcmberflöte ihrer Kehle", wie sie sich selbst ausdrückte, treu- los geworden, trat sie zum Schauspiel über und wnrde unter der im schlimmen Andenken stehenden Direction Stein- tellers im I . 1828 Plötzlich und ohne Pension entlassen. Sie lebte seither viele Jahre vergessen, bis die 1842 veranstal- tete Mozartfeier in Salzburg, bei Ge- legenheit der Enthüllung seiner Statne, sie wieder an's Tageslicht brachte; sie wandte sich nämlich an die Redaction der „Sonntagsblätter", ihr durch das Comite die Reise dahin zn ermöglichen; „ich möchte gern sterben", bat sie, „wenn ich, bie Einzige wohl, die von Allen lebt, welche bei der ersten Vorstellung der Zauberflöte mitgewirkt haben, bei der Enthüllung mit sein könnte. Ich Wall- fahrtete gern zn Fuße, aber mein Alter . . . . nnd anders kann ich nicht." Die Säcularfeier Mozarts, die im Jahre ihres Todes (1856) stattfand, hatte sie wohl erlebt, ihr aber krankheitshalber nicht bei«- wohnen können. Seit Jahren nahm sie das letzte Fauteuil der rechten Seite im Carl- theater ein und freute sich an schönenTagen vor dem Theatercaffeehause inderLeopold- stadt der wärmenden Sonnenstrahlen. So erreichte die „bekannte Unbekannte", wie sie hieß, das hohe Alter von 83 Jahren, in welchem sie starb; unter den wenigen Künstlern, die ihrem Sarge folgten, war Karl Laroche. Frank l (L. A. Dr.), Sonntagsblätter (Wien, gr. 8°.) I. Jahrg. (1842) Nr. 35: „Die erste Pamina." — Frankfurter Konversationsblatt 1842, S. 1063. — lDe Lucal Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1776, Ghelen, 8°.) I. Bdes. 2. St. S. 367. — Pest-Ofner Localblatt 1856, Nr. 34. — Ihr Vater Jo- hann Christoph Gottlieb (geb. 1737, gest.?) ging mit 18 I. zum Theater, kam 1763 nach Wien und ward zur Zeit der Hanswurstiaden unter dem Namen Iackerl und in niedrig- komischen Nollen auf der Wiener Bühne be- kannt. lVergl.: De Luca am angez. Orte I. Bd. 2. St. S. 367.) Gottlieb, Eduard (Naturforscher, geb. in Mähren im 2. Decennium dieses Jahrhunderts). Trat nach beendeten. Studien in Kanzleidienste bei den mähri- schen Ständen, wo er 1857 die Stelle eines stand. Nechnnngsofficials bekleidete. Anfänglich aus Liebhaberei, später mit dem ganzen Ernst wissenschaftlicher For- schung verlegte er sich seit etwa 1834 auf physikalische Studien, Experimente und Anfertigung physikal. Apparate. Er hat dabei ebenso eine seltene Tüchtigkeit, als nicht gewöhnt. Erfindungsgabe bewährt. Er verfertigt Elektrisirmaschinen nach eigenem Principe, welche bereits in meh- reren Lehranstalten des Landes sich be- finden; seine nach dem Morse'schen System gearbeitetenTelegraphenapparate gehen auch in's Ausland und erst in letz- terer Zeit nach Kiew in Rußland. Sein elektrischer Sprengapparat hat sich als be- sonders praktisch erwiesen und wird seine Sprengmethode als die beste bezeichnet,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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