Page - 285 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Image of the Page - 285 -
Text of the Page - 285 -
285
on"; zum ersten Male 8. Oct.
zu Venedig; — 4 768. ,1.2 puni^iono
uel xc'eoipi^ic)", nach dem spanischen:
«I,a ven5g.Q22 sli ei Despeuno" des Don
Giovanni di Matos Fragoso, zum ersten
Male Venedig 30. Jänner; — 4769. «II
pubolioo «soreto«, 20. Mai, nach Cal-
derons „N1 seßreto 2 vooes"; — 477t.
I^<s älie Qotti ^kfHnnogk", nach Cal-
derons: „^listos ^ .äesFutos son no iu23
gus im2ßiQlloian", zum ersten Male 5. Isin.
zu Venedig; deutsch von I . G. D yck (Leipzig
1781, Dyck); — »La, äonnainHinor^ta
äa vero" , nach dem spanischen Luftspiel:
„von reäro cls I7räiili2,1aI", zum ersten Male
Venedig 22. Juli; — 1773. »1.2 prinei-
P6882 li1o8l,sa«, zum ersten Male zu Ve-
nedig, nach Moreto's spanischem Lustspiel:
„Vs8<lQQ 2!v65ä6Q«, dem deutschen Publicum
in Schreivog els Bearbeitung als „Donna
Diana" bekannt; — 4776. «II uiuro äi
oorpu biarloo«, zum ersten Male Venedig;
nach dem Spanischen des Canizarez; —
4778. «II mstafigioo«, zum ersten Male
25. Nov. zu Venedig; nach dem Spanischen;
Gozzi selbst sagt, er wisse nicht, ob er die
Idee dem Tirso da Molina oder Agostino
Moreto verdanke; — 4779. „Liauea
ooutsgsa äiHoiki 0 3 612. I I maritae-
310 pvi vsnäOtt2", nach Don Franc, de
Roxas: ^^321-86 92^2 venß2r8s«, Venedig
Carneval; — 1786. «Oimsus I»2räo",
nach einem alten italienischen Schauspiele,
betitelt: »8o2Qäeibeß« bearbeitet, zum ersten
Male zu Venedig; — «1.2 ki^lia äsil'
^.ri2", nach einer Idee des Cald eron, zum
ersten Male Venebig 14. Febr.; wurde bei
der ersten Aufführung ausgezischt, gefiel aber
bei der zweiten so sehr, daß es Ilmal hinter-
einander gegeben wurde; — l799. „ä.Qui>
dkie, Duo 2 äi ^tene", nach dem Spa-
nischen : „II äilsnsors äsi proprio 2ßßr2vio",
zum ersten Male Venedig im Herbst; — 4800.
*7,1.2 ä0NQ2 eoutr2rill. 2,1 oonsilio",
wurde in Vicenza mit ungeheurem Beifall
gegeben. — Außer den bisher genannten sind
noch folgende Stücke, bei welchen der Zeitpunct
ihrer ersten Aufführung nicht bekannt ist: «1< 0
äroxke ä'^mo r e". Dies Stück steht mit
G 0 zzi's Lebensschicksalen in Verbindung. Im
innigsten Verkehre mit der Primadonna Ri c ci
lebend, argwohnte G. eine Untreue seiner Ge-
liebten mit dem Senatssecretär Peter Gra-
taro l . Die Rolle des Don Adonis im ge-
nannten Stücke stellt einen selbstsüchtigen,
eitlen, affectirten Gecken vor. Die R icc i
machte Grataro l aufmerksam, baß diese
Figur ihn vorstelle. Gra taro l wurde dar- über so erbost, daß er G 0 zzi verfolgte, dieser
sein Amt verlor und
sich flüchten
mußte. Also
die Schicksalstragödie — freilich in anderer Art
— datirt nicht von Müllners „Schuld"; —
«1.2 IQ215» äeii2 va ov«, die Zauberkraft
der Stimme, nach dem spanischen: «1.0 yuo
puSäs I2 2prSliell8iou« des Don Agoftino
Moreto; — »1.2 vsäc>v2 äi Ä 21202?«,
nach dem Französischen des Le Mierre; —
„I äu,o kr2ts115 QLmioi«, nach dem Spa-
nischen des Moreto; deutsch von einem Un-
genannten übersetzt (Leipzig 1782, Schmidt);
— «II 2Io2t2Q2ro«, nach einem spanischen
Stück, betitelt: „N1 Nontg^uegs" bearbeitet;
— «L00 e Naroiso«, Schäfer- und Zau-
berspiel, nie aufgeführt; — *„I kivoeki
5ortun2ti«, die glücklichen Bettler; deutsch
von G. N. Bärmann (Leipzig 1819, Koll-
mann). — Eine deutsche Uebersetzung der
Stücke G.'s erschien unter dem Titel: C. G.
theatralische Werke von Fr. Klem. Werth es,
5 Bde. (Bern 1777—79) und einige einzelne
Stücke von Wagner, Dyck, Bärmann
und Andern.
k) Die übrigen Schriften Carlo Gozzi's.
Außer diesen dramatischen Arbeiten ver-
öffentlichte Gozzi mehrere satirische Schrif-
ten gegen Chiari und Goldoni, und
zwar: »suäori ä'Iiususo«; — »I'^r-
t2Q2 äeßi' inkluLsi per 1'2nuo dise>
»tils 1757« (I»aris 1757). Dieses Buch ließ
ein Freund G.'s, der es ihm in Handschrift
mitgetheilt, in Paris ohne dessen Vorwissen
drucken, und überraschte mit dem vollendeten
Buche den Autor. Es war gegen G 0 ld 0 ni ge-
richtet, der in Terzinen erwiderte, aberG 0 zz i's
Sprache, Feinheit, Witz und Satire nicht er-
reichte; — «?0ß1i80pr22i0U,QS MH«>
silUV äol <52Q10 S Q05tumi «161 5 e-
oolo eontro 2'posti NU31102 äe'no»
stri teiupi"( Veneä. 1761) gegenChiari's
Schrift: «II ttenio e coswiui äei svoolo«
und gegen Placido Bordoni's: «Nuova
seeroto« gerichtet. Die Bezeichnung «Nußue2"
^^u3Q22illi", mit der er seine Gegner meint,
ist dem Gil Blas di Santillana ent-
nommen; — «I71ul2ti 2polQ3eti<:i",
unter diesem sonderbaren Titel verbirgt sich
eine glückliche Uebersetzung der Satiren B 0 i-
leau's in vOrLi scioiti; — n^str22iQns",
ein didactisches Gedicht; — «2l2rti82 di2>
2 2rr2", komisches Epos in 12 Gesängen und
0tt2V6 1-ilQS, von dem Gamba etwas über-
trieben meldet: npuo inssronta,«! 2II2. gec-
0I112 r2pita eä 2I liicoiaräätto«; — zwei
Gesänge eines andern epischen Gedichtes: «II
aber unvollendet.
—auch
in ott2vk
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon