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literar. Handwörterbuch zur Geschichte der
exacten Wissenschaften (Leipzig 1859, Barth,
gr. 3°.) Sp. 937. — Wurzb ach von Tan-
ne n b erg (Conft.), Bibliographisch-statistische
Uebersicht der Literatur des öftr. Kaiserftaates
(Wien 1856, Staatsdruckerei, gr. 8°.) U. Be-
richt (1854). I I I . Bericht (1855) Marg. 9815,
9833, 11840, 26138, 26971, 27339. — Die
Presse (Wiener politisches Blatt, Fol.) 1859,
Nr.235 (16. Sept.) jnach dieser gest. 13. Sept.
1859j. — Literar. Centralblatt von Zarnke
1855, Nr. 19, S. 297.
Grammatico auch Grammaticus,
Nicasius (Astronom, geb. zu Trient
um das I . 1690, gest. zu Regensburg
28. Sept. 1736). Trat in den Orden
der Gesellschaft Jesu und den Regeln
desselben gemäß, wurde er in den ver-
schiedenen Ordeushäusern verwendet.
Schon 1718 machte er seine astronomi-
schen Beobachtungen zu Freiburg im
Breisgau; von 1722 bis 1726 zu Ingol-
stadt und 1728 und 29 zn Madrid. An
allen diesen Orten trug er Mathematik
und Philosophie vor. Außerdem ver-
öffentlichte er mehrere astronom. Werke
u. z.: „Hset^oci^ nova Zolls st ^un^s
o^am'cs clsiineancla-
1720, 4°.); — ^ o -
iottait«clin.s /oco-
citatio äs
1724, 4°.), dieses Werk gab er in Ge-
meinschaft mit P. Schreier, seinem
Nachfolger in Ingolstadt, heraus; —
1725,
/iiii s 6oc.
?-k5 62? Heo^ia st
tom.. .« (Ndä. 1726, 4°.); — ^O
tatio
tM05 et
7-ea/)5s /l.acts-
,. ! nuä
1743^ 4°.), auch im „
l3.rium astrononiilluiii" ^r. 12 abge-
druckt. G. behauptete in dieser Schrift
auch die von Cassini aufgestellte Ansicht,
daß hie Erde gegen die Pole zu verlän-
gert sei; eine Ansicht, welche schon 1736
widerlegt und geradezu umgekehrt wor-
den . daß sie nämlich gegen die Pole zu
abgeplattet sei; — „Ds vsra epoc^a con,-
ckti et F>e?- t)^7-i5tum »-epa?-ati vT-bis H5-
1734, 4".); —
7-um^ 729 st 30" ( ^ rQ^ 1736,12".).
SchlWich schrieb G. auch die Zusätze
zu der neuen Ausgabe von LaHires:
tia ececlT'atas anno I702 etc."
8t9.ät 1722, 4".).
Nstoria. llstronoiiiiae. —
«ou« 1s.
äireotion äo 21. 1s Dr. üoeksr
1853) XXI. Lä. 8p. 614.
Grailts, Anton (Violinvirtuose,
geb. zuMarkersdorfim Leitmeritzer
Kreise Böhmens 29. Oct. 1752, gest. zu
Wien 18. Mai 1823). Erhielt den ersten
Musikunterricht im Hause seiner -Eltern,
hierauf führte ihn sein Vater nachBreslau,
wo er als Singknabe einen Stiftplatz im
Seminar erhielt, acht Jahre im Gesang
und Violinspiel unterrichtet wurde, und
zugleich den Studien oblag. Am 17. Nov.
1774 wurde er Magister der Philosophie.
Nun kehrte er in seine Heimat zurück,
ging nach Prag, wo er ein Schüler des
berühmten Natter wurde und bald als
Violinspieler einen solchen Ruf erwarb,
daß er bei Kammermusiken mitwirken
mußte und mit den schwersten Solopar-
thien seines Instrumentes betraut wurde.
Er wirkte nunmehr an verschiedenen Ca-
pellen mit, an jeuer des Orchesters der
italienischen Opern - Gesellschaft, der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon