Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 316 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 316 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

Image of the Page - 316 -

Image of the Page - 316 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

Text of the Page - 316 -

316 Ootha verlieb ibm den Titel eines geh. Legationsrathes, mehrere Akademien u. a. auch die Akademie von St. Luca in Rom ernannten ihn zu ihrem Mitgliede. Da er viele Jahre abgeschieden von aller Welt gelebt, so erfolgte der Tod des einst gefeierten und vielgenannten Künstlers gan; geräuschlos, so daß einer seiner Biographen bemerkt: „Mit G. war es ungefähr gegangen, wie mit dem Abb6 Sieyös. Als dieser mächtig wirkende Revolutions«Theoretiker 1856 in Paris feierlich begraben wurde, hatte das Pu- blicum schon vergessen, daß er jemals am Leben gewesen." Von Schülern, welche G. gebildet, sind vor Allen zwei zu nennen, der vor ihm verstorbene Prof. Heinrich Näke und der berühmte Mori; Netzsch, welche beide, wenn sie sich auch später von der Methode des Meisters lossagten, doch in ihren Werken durch den Farben- ton und jene Eleganz. die in G.'s Ar- beiten ein charakteristisches Merkmal bil- det, an den Meister erinnern. Die strenge Krmk vermißt in G.'s Bildern einen Mangel an Ernst und Gründlichkeit, die zuletzt nur durch Studium classischer Vor- bilder erreicht zu werden Pflegen, aber Eleganz und Grazie, ja ein höchst ein- nebmenderFarbenzauber war ihnen eigen. I n seinen Porträten gibt sich eine beson- ders glückliche Benützung von Licht und Schatten und die Geschicklichkeit kund, die vortheilhafteste Position der zu porrrä- tirenden Person aufzufinden. Das Blen- dende feines gemalten Fleisches und der reiche frische Farbenschmuck seiner Bilder ließ in Ausstellungen oft tüchtigere Ar- beiten anderer Künstler, die neben den Seinigen aufgestellt waren, übersehen. Der Maugel an Correctheit der Zeich- nung, den Kenner in seinen Bildern leicht entdecken, ist durch sorgfältig ge- wählte Stellungen und ledensfrische Farbe paralysirt. Da ihm vor Allem Frauenbild- niffe sehr gm gelangen, stand er in beson- derer Gunst bei dem schönen Geschlecht, das vor Allem von ihm gemalt sein wollte. (Stuttgarter) Morgenblatt 1833, S. 235 u. 239. Correfpondenz aus Dresden im Februar snach diesem gest. 7. Jänner 1838). — Nagler (G. K. Dr.), Neues allgem. Künstler-Lexikon (München 1837 u. f., gr. 8°.) V. Bd. S. 339 snach diesem geb. um 1763, nach dem öfterr. Gefchichts- und Erinnerungs - Kalender geb im I . 1756). — OiamPi fssbast.), Aotkis 8. 90 juach diesem wäre G. in Turin geb.). d. i. Lexiton der polnischen Maler und auch der fremden, die sich in Polen niedergelassen «Warschau 1850, Orgelbrand, gr. 8".) I. Bd. S. 183. — II I . Bd. S. 217. — O2ieuQik ki-ajuw? N2r522,nglci, d. i. Warschauer Ta- gesl'latt 1843, Nr. 125 M'titel von M. S o- bies zczanskl, der G. in Kiew sterben läßt). — Mül le r (Fr. Prof.), Die Künstler aller Zeiten u. Völker (Stuttgart 1857, Ebner und Seubert, Lex. 8".) I I . Bd. S. 238 n^ach diesem gest. in Rom). — Wigands Conversations- Lexiton (Leipzig 1847, Lex.8°.) V. Bd. S. 921. — Der Freimüthige (Berliner Journal, 4°.) 1304, S. 231: „Correspondenz aus Dresden 10. Sept. 1304" Mer das von Grasf i in Lebensgröße gemalte Bildniß des Herzogs August von Sachsen-Gotha). — Potträte. 1) Nisäsrmann p. Hotrscliiok se. 8". — 2) 8« ipsuno. äsi. 0. klsiu^ei' 80. Halbfigur» kl. Fol. fton diesem Blatre bestehen auch Abdrücke vor der Schrift). — 3) ss iosuin p. üottscbiok so. 4". Mit der Brille in der Hand. — Außer dem Oberwähnten gibt es noch zwei Joseph Grassi, deren Einer ein Mailänder von Geburt und Erfinder eines Bewegungs- Apparates ift, der im 1.1855 in London im Bureauder Gesellschaft Grassi,Veliniu. Comp. (8outdHlupt0Q>8tl'eSt, 8ir2nä) vorgezeigt, und wegen seiner Einfachheit allgemein be- wundert ward. Mit dieser Erfindung wollte man eine förmliche Revolution im Eisenbahn- wesen der Gegenwart erzielen, denn diese Maschine sollte alle Hindernisse einer Bahn- strecke, Anhöhen, und wären es die steilsten, überwinden, und alle Tunnel und Umwege einer Strecke beseitigen; in wie fern sich diese Erfindung bewährt hat, ist bisher nicht bekannt. lVergl.: 1.2 rama äOl1856 (Uilkuo, KI. 5o1.) Xr. 93: nlfuov», ui^oodiQH looomotiice äsl vre. Oinsepps Qrasgi"). — Der zweite Jo- seph Grassi, auch ein Italiener von Geburt, war ein ausgezeichneter Violinist, der im Jahre 1845 u. d. f. in Frankreich und Italien mit großem Erfolge auf seinem Instrumente sich
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich