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und die Herzogin von Orleans mehrere
seiner kunstvollen Federzeichnungen fürst-
lich belohnten. Im I . 1845 bekam er
von der östr. Regierung die Bewilligung,
eine Schönschreibschule zu errichten, welche
noch heute im schönsten Flor steht. 1847
wurde ihm der Titel eines k. k. Hoskalli-
graphen zu Theil; im I . 1851 errang
seine zu London ausgestellte kalligraphische
Arbeit, welche nach Holland verkauft
wurde, die Medaille. Im I . 1855 begab
er sich zur Weltausstellung nach Paris,
wo seine Arbeiten für das Museum im
Louvre angeschafft wurden. Seit 1849
verlegte er sich auf den Schriftkupferstich
und beurkundet eine solche Fertigkeit im
Handhaben des Grabstichels, daß seine
Arbeiten mit denen englischer Schrift-
kupferstecher wetteifern können. Meh-
rere hundert Mufterblütter von Schul-
schristen hat G. bereits kalligraphirt und
gestochen; sein letztes Werk für den Ele-
mentar «Unterricht hat er nach der in
vsterr. Schulen eingeführten Fibel geord-
net. Da G. selbst seit Jahren Unterricht
in der Kalligraphie ertheilt und schon
zahlreiche Schüler gebildet, so muß ihm
ein nicht geringer Antheil zugeschrieben
werden an der Veredlung der Schrift,
welche sich in der Residenz bemerkbar
macht; leider hält diese materielle Ver-
vollkommnung nicht immer Schritt mit
der geistigen — da oft das Albernste
mit der schönsten Schrift geschrieben wird.
Groß ist die Zahl der kalligraphischen
Arbeiten G.'s; im Folgenden sei nur
jeuer gedacht, welche als wahre Kunst-
blätter einzig in ihrer Art und oft mit
fabelhaften Preisen bezahlt, oder sonst in
ehrenvoller Weise ausgezeichnet worden
sind, u. z.: „Gin Niplam", für den Erzie-
her Sr. Majestät des Kaisers F e rd i n a n d
Kovats (1835), gegenwärtig in der Bi-
bliothek zu Erlau befindlich; — „Gin
Evangelium", für Ihre Majestät die Kai-
serinMaria Anna1840; G. wurde in Folge dessen mit der goldenen Medaille
I^itteriZ et 2.rtidu.2 ausgezeichnet; —
„Gin Kunstblatt", angekauft von Kaiser
Ferdinand für das technische Kabinet zu
Wien 1849; — die Adresse für Duck,
Präses der Wiener Handelskammer
(1855); — „Gine Adresse", für den ehe-
maligen Handels - Minister Hornbostl
(1856); — „Gine Nankudresse", für Berg-
werksbesitzer Dräsche, demselben von
seinen Beamten gewidmet (1858); —
„Adressen üll se. kuiserl. Hoheit Orzherzog MllX"
(1858), von der Lombard.-Vener. Eisen-
bahn-Gesellschaft; — „An Seine Oirellenz
Nempen p seinem 5i)jährig.en Jubiläum"; —
„Zln Freiherr» Salunilllt ulln Rothschild", an
diesen mehrere Blätter; — „GinÄlwm",
für Herrn Tod esko (1845); — „Gin
Heirlltscllntrmt", für Grafen von Kegle-
vich; — „GinVngrbuch"; — „2 Stück ba-
nllntüleln (GullngMn)", und 2 Kunstblätter:
„Nie gute Ghllt" und „Der KreuMg", Alles
für Clemens Fürsten von Metternich,
gegenwärtig in Königswart befindlich;
— „Gin Gedicht an ihre Majestät die Kaisnin
Glisabeth". für den Prälaten von Heiligen-
kreuz (1857); — „Gin Viplllin", für Dr.
Schroff (1857). Mehrere Gratulations-
Adressen für Se. Majestät den Kaiser
Franz Joseph (1858); — die Ehren-
bürger-Diplome für Grafen O' Donnell
und Ettenreich, deßgleichenEhren-Di-
plome der österr. Akademie der bildenden
Künste für die Erzherzoge: Albrecht,
Stephan und Leopold; — „Giupracht-
males Gitrlbllltt", für den Hofrath des k. k.
Justiz-Ministeriums Alois Ber anek; —
versitäts - Stipendien-Stiftungsprotocoll
(1842), dasselbe befindet sich im Besitze
des Superintendenten Dr. Ferd. Sche-
rer; — mehrere Ehrenbürger-Diplome
für Feldmarschall Radetzky (1849 und
1850)^ __ ein religiöses Blatt für Se.
Durchlaucht Alois Fürsten Liechten-
stein; — mehrere Kunstblätter für Kö-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon