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— „Predigt van dem 5tekll «Vrinmphe der TVchr-
heit m der kathlll. Kirche" (Augsburg 1794,
Doll). Die Sammlungen seiner Kanzel
vortrage erschienen aber unter folgenden
Titeln: „Fastenpredigw", 2 Thle. (Aug5
bürg 1797, Doll, neue Aufl. Mainz 1821,
Müller); — „FeurtllgZplebigten", 2 Bände
(Augsburg 1798, neue Aufl. 1806, dritte
Auflage Mainz 1821); — „Sonntags«.
digten", 4 Bde. (Augsburg 1797, 2. Aufl.
Köln 1806, 3. Aufl. Mainz 1831). Ver-
eint kamen sie in vierter Auflage heraus
als: „Sonntags-, Festtags- nnb FüZtenpredigten",
8Bände(Graz 1832, u. f.), wozu der
„Homiletische Nachlas" (Wien 1834), von
L. Scherlich in 2 Bänden heraus-
gegeben, gehört.
Feldern (Franz Karl), Gelehrten-u. Schrift-
steller-Lexikon der kathol. Geistlichkeit Deutsch-
lands und der Schweiz (Landshut 1317 u. f.).
— Neuer Nekrolog der Deutschen (Ilmenau
1828, Voigt, 8°.) IV. Jahrg. (1826) II. Thl.
Nr. 248, S. 1030. — Oestr. National-Encyklo-
pädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien
1835) II. Bd. S. 419.
Gretzmiller, Franz von (Schrift-
steller, geb. in Wien in der zweiten
Hälfte des vorigen Jahrhunderts, gest.
ebenda nach 1625). Erhielt eine sorgfäl-
tige Erziehung und trieb mit Eifer wis-
senschaftliche Studien, er sprach u. schrieb
fünf bis sechs Sprachen und war, wie
Graff er ihn skizzirt: „ungemein bele-
sen und überhaupt ein Mann von Talent,
von schönem Humor, lebhaft, heiter, geist-
reich. Als Bcamter, der er war, hätte
er es weit, sehr weit bringen können, sein
wirklich gar zu arger Cynismus stand
allerdings auch gar sehr im Wege", so
Oräffer. Außer einigen Aufsätzen in
Hormayrs „Archiv" und anderen
periodischen Schriften gab er heraus die
„<se5chichte Glzkrieichz in 6 Periudrn", 4 Bde.
(Wien 1808—25,8°.), deren 4. u. letzter
Band auch unter dem besonderen Titel:
„Geschichte Oesterreichs der neuesten Ait, unm
1.2850—32" ausgegeben wurde.
Gräffer (Franz), Kleine Wiener Memoiren (Wien 1845, Beck, 9°.) I I . Bd. S. 191. —
Frankl (L.A. vr.), Sonntagsblätter (Wien,
gr. 8".) 1843 (II. Jahrg.) S. 697: „Zur
Charakteristik österreichischer Schriftsteller" von
Franz Gräffer. — Dieselben Nr. 34:
„Gretzmiller."
Gribeauvlll, Johann Baptist Vi>
conto äe (General, geb. zu Amiens
15. Sept. 1715, gest. zu Paris 9. Mai
1789). Trat 1732 als Freiwilliger in
das königl. Artill.-Reg. zu Paris, wo er
schon 1735 Officier wurde. Er verlegte
sich vornehmlich auf das Minirwesen und
rückte 1752 zum Capitän im Mineur-
Corps vor. Sein Ruf ats tüchtiger Mi-
neur war so bedeutend, daß ihn Graf
d'Argenson, damaliger Kriegsminister,
auswählte, um die preuß. Artillerie zu
studiren, welche damals europäische Be-
rühmtheit besaß. G. unterzog sich mit
glücklichem Erfolge dieser Aufgabe und
erstattete darüber, wie über den Zustand
der Gränzen und Gränzfestungen Preu-
ßens , welche er besucht hatte, umständ-
lichen Rapport. 1757 begleitete er den
französ. Grafen Broglie als Oberst-
lieutenant des Mineurcorps nach Wien.
Beim Beginne des siebenjährigen
Krieges
hatte dieKaiserin Maria Theresia den
König von Frankreich um Ueberlassung
guter Artillerie-und Genie>-Ofsiciere an-
gegangen. G. war einer derjenigen, der
1753 als Generalmajor in die Dienste
der östr. Artillerie übernommen wurde.
In dieser Stellung bethätigte G. seine
ausgezeichneten Kenntnisse, er comman-
dirte 1758 die kaiserl. Artillerie bei der
Belagerung von Neiss e, verbesserte 1759
die Festungswerke von Dresden, leitete
1760 die Belagerung von Glatz, und
befehligte 1762 unter Feldmarschall-Lieu-
tenant Guasco in Schweidnitz. Die-
ser Platz, von 3000 Preußen besetzt, war
erst am 1< Oct. 1761 von Loudon ge-
nommen worden. Friedrich II. konnte
diesen Verlust nicht verschmerzen, und
beschloß, die Festung wieder in seine Ge-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon