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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 349 -
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Page - 349 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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349 von Adolph V.Schaden. lVergl.: Hal ler, Literaturzeitimg 1819, Nr. 159. — Literari- fches Wochenblatt. IV. Bd. (1819) Nr. 13. Die Niedrigkeit und der Schmutz selbst.) — 3. Das goldene Vließ. Zum ersten Mal aufgeführt 26. u. 27. März 1821 im Burg- theater. Am 25. „Der Gastfreund" und die „Argonauten" zum Vortheile der Negie; am 27. „Medea" zum Vortheile des Verfassers. Nachdem es Decennien iu der Theaterbiblio- thek dem Staube Preis gegeben war, zog es Laube 1857 wieder an's Lampenlicht und der glänzende Erfolg rechtfertigte diese rettende That. — Der Wanderer (Wiener Blatt, 4°.) 1821, S. 155 u. f. ^Ausführliche Besprechung dieser Trilogie.) — Zeitung für die elegante Welt. 1821, Nr. 78—80. ^Bericht aus Wien über die Darstellung und die Dichtung selbst.) — Dieselbe 1321, S. 844 und 1822, Nr. 151 u. 152. — Wiener Zeitschrift für Literatur:c. von Ioh. Schicky. 1821, Nr. 46. — Das Verhalten der Kritik gegenüber diesem Stücke hatte jene Geringschätzung der Gr i l lpar - z er'scheu Muse zu Folge, welche sich einige Zeit breit machen wollte. G. selbst nahm dies mitleidig lächelnd hin. Aber seine Werke blieben seitdem außerhalb Oesterreich leider fast un- bekannt. Ihm fehlte, wie Laube treffend be- merkt, ein Cotta, und er selbst mit seinem zurückhaltenden, für solche äußerliche Dinge geradezu indolenten Wesen, war nicht gemacht, sich nach einem Verleger wie jener Goethe's und Schi l lers umzuschauen. — H» Otto- kars Glück und Gnde. Zum ersten Male aufgeführt 19. Februar 1825 im Burgtheater zur Bcnefiee der Negie. Der Erfolg dieses Stückes im großen Publicum war geringer; außerordentlich aber bei den tiefer denkenden Kritikern Oesterreichs, welche zu der damals noch dünngesäcten und mehr nach Instincten als nach politischem Bewußtsein die Verhält- nisse anschauenden großösterreichischeu Partei zählten. Ihr Organ war damals das Hormayr'sche „Archiv", ein Blatt,, welches Liebe zum Vaterlande, Treue für den Thron und die Dynastie, kurz alle Vürgertugenden weckte, ein Blatt, welches Wien besaß, als man daselbst kaum anderthalb Dutzend Blätter druckte und das Wien fehlt zu einer Zeit, da in demselben über 100 Blätter erscheinen. Interessant dürfte es auch sein zu erfahren, daß Napoleons Erscheinung auf die Zeich- nung des Ottokar, wie sie G. ausgeführt, nicht ohne Einfluß geblieben. So weit ließ sich G. in seinen Dichtungen von der Gegen- wart anregen. Auch hat er in dem Bürger- mädchen Katharina Fröhlich seine Jugend- liebe verewigt. — Hormayrs Archiv für Geschichte, Statistik . . . (Wien, 4°.) 1825, Nr. 22 u. f. S. 114—22; S. 123—27 und S. 309—322 leine ausführliche kritisch-ästhe- tische Studie über „Ottokar"). — Der Ge- sellschafter von F. W. Gubitz. 1825, S. 573 u. 583. Besprechung von Ernst Große; — und früher schon im Beiblatt dazu: Zeitung der Ereignisse und Ansichten. 1825, S. 273: „Miscellen aus Wien." — Abendzeitung, herausg. von Th. Hel l (Hofrath Winkler) 1825, 3?r. 62, 63. — (Stuttgarter) MorZeu- blatt. 1825, S. 327: „Korrespondenz aus Wien 28. Februar 1825." — Zeitung für die elegante Welt. 1325, Nr. 121: „Literarische Rapports." — Literaturblatt von Menzel (Beilage des„Moraenblattes") 1825, Nr.36,37. V esprechung von Mül lner . — Die unter dem, Titel „Parabasen" im „Kometen" 1843, Nr. 1 enthaltenen epigrammatischen Neunereien brin- gen auf den „Ottokar" folgende Reime: Hättest Du an Ottokaren Dich nicht allzusehr vergangen, Würd' es nach histor'schen Dramen wohl die Welt von Dir verlangen. — 5. Ner treue Nienev seines Herrn. Zunr ersten Male aufgeführt am 28. Februar 1823 im Burgtheater. Das Stück wurde für ein Parteistück gehalten, und merkwürdig in einer politisch-todten Zeit von einem Gesichtspunct aufgefaßt, dcr in einer politisch vielbewegteren. — die denn doch das I . 1851 war, in wel- chem es wieder auf der Bühne erschien — dessen Aufführung nicht beirrte und den un- getheilten Beifall, mit deui es aufgenommen ward, nicht schmälerte. — Wochenschrift für Kunst und Literatur, herausgeg. uon Aim6 v. Wouwermans (Graz, 8".) 1850, Nr. 3 lein Urtheil Ernst von Feuchterslebens über dieses „Lieblingswerk" G.'s). —Theater- zeitung, herausg. von Ad. Väuerle. 1851, Nr. 277. ^Besprechung dieser Dichtung, nach- dem Laube dasselbe — da es zwei Decen- nien nicht gegeben worden — am 18. Oetobcr 1851. wieder zur Aufführung brachte. I — Oesir. Blätter für Literatur u. Kunst. Nr. 43—45, 1853, S. 243 u. f. leine ausführliche ästhetisch- kritische Studie von Alexander G ig h. — Der Dichter, dcr ein Kunstwerk geschaffen, hatte ohne zu wollen, der einseitigen Auffassung politischer Parteien seine herrliche Schöpfung übcraniwortet. Iu Deutschland, in welchem es erlaubt ist, specifisch preußisch, oder säch- sisch, oder bairisch, oder hannovcranifch, ja gothaisch und greitz - schleitzisch zu sein, aber nicht specifisch österreichisch, nannten die Kri- tiker, welche iu Conversations-Lcxiten über die Fcrtdauer der österreichischen Schriftsteller im Leben der deutschen Literatur zu Gerichte sitzen,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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