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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 350 -
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Page - 350 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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350 „den treuen Diener seines Herrn" ein des Servilismus angeklagtes Drama. Bezeichnend ist und den Dichter ehrend der Ausspruch des Kaisers Franz, der, wie man erzählt, gleich nach der ersten Aufführung, die Miß- deutung, welche das Stück erfahren tonnte, geahnt und dem Dichter die Zurücknahme desselben angerathen hat. Der Oberstkämmerer soll die denkwürdigen Worte des Monarchen dem Dichter überbracht haben, „es sei das Stück dem Kaiser so werth, daß er es nicht der Qeffentlichteit ausgesetzt sehen, fondern es dem Dichter abkaufen wolle." — 6. Tes Meeres und der Liebe Wellen. Zum ersten Male aufgeführt am 3. April 1831 im Burg- theater. Nach wenigen Aufführungen ver- schwand das Stück von der Bühne. Frau Bayer-Bürck hatte sich nun die Rolle der Hero zu eigen gemacht und so kam es 1852. als die große Künstlerin auf der Wiener Hof- bühne gastirte, nach 20jähr. Ruhe wieder zur Aufführung und welch' ein Erfolg ward dem Stücke, das seit diesem Abend der deutschen Bühne zurückerobert ward! — Hormayrs Archiv für Geschichte, Statistik 1831, S. 219 u. f. lAusführliche Besprechung des Trauerspiels.) — Blätter für literarifche Un- terhaltung. 1840, Nr. 210. — Abendblatt zur Neuen Münchener Zeitung. 1856, Nr. 250. Ein Auszug daraus in der „Donau" (Wiener polit. Blatt) 1856, Nr. 199. — Ueber das eigenthümliche Schicksal dieser Liebestragödie an zwei verschiedenen Bühnen: Wien und Dresden, an denen beiden die „Hero" von Frau Vayer-Bürck gespielt wurde, siehe das „Oestr. Familienbuch" I I I . Bd. S. 376 u. 377 Von H. Laube. — 7. Ter Traum «in Leben. Zum ersten Male aufgeführt am 4. Oct. 1334 im Burgtheater. Bis zum Jahre 1848 ist cs 50mal gegeben und 1850 wieder aufgenommen worden, feinen früheren Zauber bewährend, noch heute ist es ein Lieblingsstück des Wiener Publicums, und treffend bemerkt Laube, daß man in Rustan und Zanga einem heimatlichen Faust und Mephisto begegne. — Wiener Zeitschrift für Literatur, Kunst, Mode, herausgeg. von Schickh. 1834, S. 973 lVe- sprechung der ersten Aufführung). — Blätter für literar. Unterhaltung. 1840, Nr. 210. — Theaterzeitung von Adolph Bäuerle. 1858, 5. 304: „Grillparzer und der Herzog von Rivas" swird die irgendwo ausgesprochene Ansicht, G. habe einem Stücke des Herzogs von Rivas „Tl ä666Q32UQ0 6t UQ SU6UQ0«, d. l. Die Enttäuschung in einem Traume, das Sujer seines „Traum ein Leben" ent- nommen, mitgetheilt und diese Ansicht treffend mit der Frage abgethan, ob denn nicht der Herzog von Rivas der Dichtung G.'s den Stoss für fein Stück entnommen habe; was auch der Fall sein soll). — 8. Weh' dem, der lügt. Zum ersten Male aufgeführt am 6. März 1838 im Burgtheater. Obwohl drei Jahre früher der Dichter ein Werk dargebracht, worüber das Publicun in Entzücken gerieth, fo ließ es doch dieses neue Stück unbarmher- zig mißhandeln. Es hatte dieses geistreichste Stück des Dichters nicht verstanden, wozu die verfehlte Aufführung wesentlich beitrug. — Morgenblatt (Stuttgart, 4°.) 1838, S. 412: „Grillparzers Lustspiel" ftn einer Correspon- denz aus Wien). — Blätter für literarische Unterhaltung. 1840, Nr. 210. — Der Adler, herausgeg. von Groß-Hof f inger (Wien, gr. 4°.) 1838, Nr. 235. — Der Humorist, herausg. von M. G. Saphir. 1838, Nr. 40 (10. März). — Wiener Zeitschrift, herausg. von Wit thauer. 1838, S. 251. — Eine böhmische Uedersetzung des „Weh' dem, der lügt" von I . K. T. erschien unter dem Titel: VölebraäLksbo« (v Ninäei kräi. 1839); sie war zuerst im Unterhaltungsblat »Tvet« 1839 abgedruckt. III. Zerstreute Dichtungen Grillparzers. Da eine Sammlung von G.'s Gedichten nie erschien, so dürfte dieser freilich nicht ganz vollständige Nachweis von Gedichten, die in Zeitschriften und Almanachen seit Jahren abgedruckt waren, den vielen Verehrern seiner Muse nicht un- willkommen sein: in der Aglaja. Taschen- buch (Wien, Wallishausser, 16°.) 1819: „An einen Freund" (S. 149); — „Des Kindes Scheiden" (S. 202); — 1820: „An Bellinen, bei Uebersendung einer Spielschuld" (S. 132); — „Erinnerung" (S. 176); — „Abschied von Gastein" (S. 214); — „Kennst du das Land?" (S. 286); — „Zwischen Gaeta und Kapua" (S. 291); — „Am Morgen nach einem Sturm" (S.293); — 1821: „Der Genesene" (S. 12); — „Frühlingsgedanken" (S. 62); — „Die Wunderbrunnen" und „Auf eine geschenkte Schale" (S. 161); — „Werbung" (S. 172); — „Vorzeichen" (S. 262); — „Abschied" (S. 285); — „Beruhigung" (S. 297); — „Am Hügel" (S. 300); — 1822: „Die tra- gische Muse. Vor Vollendung des Trauerspiels Medea" (S. 3); — „Das Spiegelbild" (S.13); — „Schalkheit" (S. 80); — „Als sie zuhörend am Clavier saß" (S. 125); — „An der Wiege eines Kindes" (S. 178); — „Allgegenwart" (S. 243); — 1825: „Versäumt" lS. 257); — „Todeswund" (S. 25,8); — 1827: „De- cemberlied" (S. 161); — „Entzauberung" (S. 162); — „Vitte" (S. 163); —1828: „Das Kloster bei Sendomir", Erzählung (S. 65); —
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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