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1750); diese in
Form von Briefen geschriebenen Beob-
achtungen richtete G. anBuffon, sie
iwurden später von ihm italienisch im
mehrerwähnten „tFiornalo ä'ItHiia." (II.
Vä.) mitgetheilt. Ferner enthalten die
Hiis. 8torig, äoi l083i1i 6 äsi K.6FQ1 mi-
ä knimkie tr2.tts äüFÜ ^.tti
It.. ^oLääeraig. äeiie Loi6Q26 äi
1756,
mehrere Original - Abhandlungen G.'s.
Auch auf dramatischem Gebietehatsich
G. versucht und es erschienen: „
°.); —
Mnagramm seines Namens^ cleck-
no)-o Oiog ^Anagramm des Namens:
Carlo G 0 ld 0 ni^ Oomico L)-K5tantlF5imo"
^1d6rwx0ii 1785); davon erschienen
drei Ausgaben; — „Ssginella 0 la ^ -
1770). — Schlüßlich ist noch eines Blat-
tes zu gedenken, welches G. herausgab,
u.z. des „OoT-T-isT-s lstte^aT-io" (VoneäiF)
(^1-29^11)) wovon aber nur ein Band
(1766) erschien. Das „öioruale ä'IW..
lik" hatte er mehrere Jahre hindurch
redigirt. So reich das obige Verzeichniß
feiner Schriften ist, so ist es noch immer
nicht vollständig. Unter den von Mo-
sch i n i dem Patriarchen-Seminar in Ve-
nedig hinterlassenen Schriften, befinden
sich auch mehrere Originalbriefe G.'s an
Amadeo Svajer , aus welchen erhellt,
daß er zur Zeit der Unterdrückung des
Ordens der Jesuiten durch Schriften thä-
tig gewesen. Ferner schrieb er für Geist-
liche, welche nicht im Stande waren, ihre
kirchlichen Vorträge zu verfassen, um
Honorar Predigten und Kanzelreden.
Jedenfalls hat G. eine Vielseitigkeit sel- tener Art entwickelt, und Abb6 Nava-
gnan im NioSio über Gius. Valentine
Vianelli von Chioggia, obwohl er ihm
nicht freundlich gesinnt ist, schreibt von
ihm: „5i U.N V6rL2.tiL8ilQ0 iNF6FQ0)
8P68L0 Hrri8okwt0) traäuttorO 6
a, 8orittoi- äi oomuiOäik, äi
, ng.w.r2ii8t2.") nicht erwähnend,
daß er auch ein gewandter Zeichner und
Kupferstecher gewesen, wie es aus dieser
Lebensskizze erhellet.
Ltnäii »torici. . .
8°.) 8. 390.
Gnfi, Carlotta (Tänzerin, geb. im
Mailändischen um das I . 1815). Nichte
der Jul ia und Judith G. (siehe die
Folgenden). Sie war beim Ballet inWien,
ohne eben beachtet zu werden, als Pe r-
r 0 t auf einer semer Reisen sie in Wien
tanzen sah und ihr Talent erkannte. Er
nahm
sich
ihrer an, ertheilte ihr Unter-
richt, und nun entwickelte sich das Talent
Carlotta's zu künstlerischer Vollendung.
Sie begleitete seitdem ihren Lehrer auf
seinen Reisen, trat mit ihm auf, und
wurde die Genossin seiner Triumphe und
späterseineGemalin-ZuParistratsiezuerft
mit Perrot im Ideatrs äs 1a K.euai8-
89.U.Q6 im Ballet „Ks 2iu^r0^ auf, und
errang einen glänzenden Erfolg, welcher
sich noch
steigerte,
als
sie
später im Ikoatrk
ä.6 i'Opera tanzte. — Ernestina (S ä n-
gerin, geb.zuMailand 1818). Schwe-
ster der Vorigen. Die musikalische Ausbil"
düng erhielt sie in Mailand. Seit 1836
reiste sie
mit Julia und Judith in Ita-
lien , wo sie mit ihnen zugleich, nament-
lich mit letzterer, auf mehreren Bühnen
auftrat; so z. B. sang sie in „Romeo und
Julie", wenn Judith den Romeo gab,
die Parthie der Julie, oder in der
„Norma" die Adalgisa, wenn Jul ie
die Norma sang. Sie ließ sich auf vielen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon