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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 359 -
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Page - 359 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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359 Erfolg war so glänzend, daß sie sogleich als Vriiag. äonng. für den nächsten Car- neval engagirt wnrde. Nun sang sie in den Opern: „Vardisrs äissviAlig."; — ^ 0 8^050 äi ki-ovinoia";,— ^Ilio v^aläo 6 OolliLka". Der Unternehmer des Theaters 1» I^lFola. in Florenz wußte diese Perle des Gesangs für sich zu gewinnen, und sie erntete nun in Flo- renz in den genannten Opern und in 6 Aomso" von Vaccai; von Maestro Celli, neue Triumphe. Aber Julia war noch zu jung, um mit ihren Kräften das zu lei- sten, was Gewinnsucht von ihr verlangte. Sie war bereits so über alle Gebühr be- schäftigt worden, daß sie sich bei ihrem Oheim einige Zeit erholen mußte. Jedoch schon im Carneval 1830 sang sie wie- der im Theater ^si-Aola. zu Florenz im „Tankred", in der „Vestalin" von Pac- cini und im ^Hickräo 6 Aoraicie" an der Seite des berühmten Tenoristen D a« v id. Als im nämlichen Jahre zu Pisa das berühmte Volksfest iMininara, wel- ches nur alle fünf Jahre gefeiert wird, Statt fand, an welchem des Tages zwei- mal Theater ist, wurde auch Jul ia zur Verherrlichung der Feste eingeladen, und damals sang sie an einem Tage Vormit- tags die Deödemoua, Abends die S e« miramis. Ihr Ruf war nun befestigt und das Theater g. 1a Ickia. in Mailand öffnete ihr die Pforten. Paccini schrieb für sie den ^oi-ski-o". In der sekig. machte Julia mit der berühmten Pasta Bekanntschaft, welche der Wohlthaten, die sie von der Grassini erfahren, einge- denk, sich liebevoll der Nichte näherte und ihr bei den ferneren Erfolgen mit Rath und That an die Hand ging. 1832 kam sie uach Paris und fang in der italieni« schen Oper. Ihr erstes Auftreten war von einem beispiellosen Erfolge begleitet und seit dieser Zeit verlebte sie abwech- selnd 6 Monate in Paris, 6 Monate in London, mit ihrer Stimme Einnahmen der höchsten Summen erzielend. Dabei entwickelte sie eine Kraft, welche man ihrer feinen äußeren Erscheinung kaum zugetraut hätte. So sang sie in London an einem Tage in 7 Concerten, bei dem großen Musikfeste zu Jork 14 Piecen, darunter 4 in lateinischer, 4 in englischer Sprache. Mit der Malibran, welche sie 1833 kennen gelernt, trat sie in einer Oper nie auf, wohl aber sang sie mit ihr in Privatconcerten, u. a. bei der Herzo- gin von Kent das Duett aus der „Se- miramis". Im Jahre 1847 sang sie mit der Alboni zusammen und über- reichte mit der einer großen Künstlerin würdigen Bescheidenheit, ihrer Neben- buhlerin die Kränze, die ihr zugeworfen wurden. Seit der Februar-Revolution verließ sie das französische Theater nnd sang in London, in St. Petersburg, und hielt in ersterer Stadt die italienische Oper aufrecht. Im I . 1854 unternahm sie mit Mario zugleich eine Kunstreise in die Vereinigten Staaten. Nach ihrer Rückkehr ans der neuen Welt sang sie wieder im 1k63.tr6 Italic zu Paris (1856 und 1857); doch war ihre Stimme bereits verloren. Zur Zeit ihrer höchsten Blüte schrieb eiu franzosischer Kritiker: „Die Grisi mit ihrem majestätischen und stolzen Haupt, mit ihrer königlichen Stirn, mit ihrer wunderbaren Büste, geschnitten aus dem schönsten Marmor von Paros, hat in den großen Rollen der lyrischen Tragödie Niemand zu fürchten." Ihrer äußeren Erscheinung nach war sie ein herrliches, einfaches, italienisch-kräf- tiges, naturvolles und naives Wesen. Ihre Haltung war wunderbar natürlich, das schöne schwarze Haar schmiegte sich einfach und glatt an den charaktervollen Kopf. Sie trug gewöhnlich ein schwarzes Kleid, das knapp an die Schultern an- schloß und den prächtigen Wuchs völlig hervortreten ließ. Kein Schmuck irgend
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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