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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5
Page - 393 -
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Page - 393 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Volume 5

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393 Grünbaum, Karoline (Sängerin, geb. zu Prag 14. März 1814). Tochter der Folgenden. Als ihre Mutter Mitglied des Wiener Hof-Operntheaters wurde, übersiedelte sie mit ihr nach Wien, wo sie unter den Augen und der Leitung ihrer Eltern die musikalische und drama- tische Ausbildung erhielt. Ihr Gesangs- talent entwickelte sich bald und im Alter von 15 Jahren (am 22. August 1829) machte sie im Kärnrnerthor-Theater als Emmeline in Weigls „Schweizer- familie" ihren ersten theatralischen Ver- such , Mbei zu bemerken ist, daß eben an diesem Tage der alte Weigl seine eigene Oper zum letzten Male selbst dirigirte. Diesem ersten Versuche folgten bald meh- rere, alsAgathe im„Freischütz", M ar i e in der „Verborgenen Liebe" , Pamina in der „Zauberflöte" und Mathilde im „Tell" , durch welche ihrem Talente ent- sprechende glückliche Wahl sie ebenso sich selbst förderte und vervollkommnete, als in ihren Leistungen, die nicht ihren Wir» kungskreis überragten, vollendet war. 1830 sang sie im Festconcert, welches aus Anlaß der Krönung des Königs Fer- dinand in Preßburg stattfand, dann machte sie mit iyrer Mutter eine Kunft- reise durch Deutschland. Sie gefiel überall sehr, in Hamburg, wo sie die Mathilde achtmal wiederholen mußte, iu Braun- schweig, Hannover, sang eine Saison hin- durch in Darmstadt, ferner in Frankfurt a/M., Nürnberg, Prag, uahm dann-ein Engagement in Berlin auf der König- städter Bühne an, welche damals noch einen vorzüglichen Rang behauptete, über- trat aber schon nach einem halben Jahre zur tonigl. Bühne, wo sie im Sept. 1832 als Amazil yin „Cortez" debutirte. Seit dieser Zeit blieb sie an derselben. Ihre Individualität gestattete ihr nicht, in ern- sten Rollen aufzutreten, hingegen war sie in der Operette und op^ra skmissi-ig, ausgezeichnet. Zu ihren schönsten Leistun- gen zählen die weiße Frau, Zerline, Pamina, Alice, überhaupt alle Rollen, welche, weniger heroisch als elegisch, einen leichten Anstrich von Naivität und Scherz haben. Im Jahre 1844 vermalte sie sich mit dem herzogt, braunschweigischen Hof- schauspieler Barch t, entsagte der Bühne, folgte ihrem Gatten nach Braunschweig und ist insofern der Kunst nicht entfrem- det , als sie daselbst als Gesangslebrerin einen Kreis von Schülerinnen aus den ersten Familien um sich versammelt bat. Album dss königl. Schauspiels und der königl. Oper zu Berlin (Berlin 1858, G. Schauer, kl. 4°.) III. Abty. S. 78 ldaselbft ihr Porträt ohne Angabe des Zeichners u. Lithographen). — Gaßner (F. S Dr.), Universal-Lexiton der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, F.Köhler, Lex.8°.) S. 632 lim Artikel Wzl. Müller; nach dies. geb. 28. März 1814).— Schilling (G.Or.), Das musikalische Europa (Speyer it>42, F.C. Neidhard. gc.8°.) S. 130 Inach diesem geb. 14. März 181U- — Oeftr. National-Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 466 lnach dieser ist sie 1812 geboren; auch führt die Encyklopädie an, sie habe mit der Mutter gleichen Namen, was irrig ift, denn die Mutter heißt Therese, die Tochter Karoline). Grünbaum, Therese (Sängerin, geb. zu Wien 24. Aug. 1791). Ist eine Tochter des berühmten Componisten Wen- zel Müller. Unter semer Leitung erhielt sie den ersten Unterricht in der Musik, die spätere Ausbildung erfolgte unter tüchtigen Meistern. Schon als Kind von 5 Jahren betrat sie die Bühne in eigens für sie geschriebenen Rollen, z. B. der Li l l i , des Ier ie l , in den damals sehr beliebten Zauberspieleu: „Das Donau- Weibchen" , in „Teufelsmühle" u. d. m. Diese kleinen Parthien machten sie im zarten Alter zum Lieblinge des Wiener Publicums, welches der herangereiften Jungfrau, als sie Proben ihrer künstle- rischen Entfaltung gab, gern seine frü- here Gunst im gesteigerten Maße spen- dete. 15 Jahre alt, sang sie den Oberon in Wranitzki's, die Lilla in Martins
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Volume 5
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Füger-Gsellhofer
Volume
5
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1859
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
426
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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