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Habsburg — Friedrich 26l Habsburg — Friedrich
deutsche Reich gemeinschaftlich beherrschet hat?
von Ant. Ioh. Lipowsky. — Olenschla
ger, Staatsgeschichtc der ersten Hälfte des
44. Jahrhunderts. Nr. XVII.—XIX. —
Gcschichtsblätter aus der Schweiz, heraus-
gegeben von Kopp, Bd. I I , Heft I: „Die
Gegenkönige Friedrich und Ludwig und
ihre Zeit. I . 1314—1322, von Kopp." —
N'ttttttö?-, VibliotliLoa. Lavarica. (1767), S. 26
bis 3i>: „Beschreibung des Treffens bei Gmpsin
gen." — Hormayr 's „Archiv" für Geschichte
u. s. w. 1828. S. 223: ..Die Schlacht um das
römische Neich bei Mühldorf und Ampfing
zwischen Ludwig dem Bayern und Fried
rich dem Schönen (28. September 1322)", auch
in Hormayr's „Taschenbuch" 1830, S. 452
bis 486. — Hormayr 's Plutarch I I . Band
und wiederabgedruckt in der ,,Austria. Ocsterr.
Uniuersal'Kalender" auf daö Jahr 1833,. S. 70
bis 83. — Die „Abendstunden", hcrausg.
vom Vereine zur Verbreitung fĂĽr Druckschriften
für Volksbildung (Wien. Prandel. kl.«".) Jahrg.
18äö, Heft3, S. 16 bis 52, von C. N. Früh auf.
— Fugger, Spiegel der Ehren des ErzHauses
Oesterreich (NĂĽrnberg l668. kl. Fol.) S. 266.
270—277. 2l)0, 281—289, 292, 297. 298, 303,
304. — Allgemeines historisches Lexikon
(Leipzig 1730, Thom. Fritschen's Erben, Fol.)
Bd. I I , S. 422. — Ma ilath (Ioh. Graf).
Geschichte des österreich. Kaiserstaates (Hamburg
1850, Pcrthes, «" ) Bd. I, S. 98—125. — Ver-
gleiche auch: Schmit Ritter von Tauera
(Carl Dr.), Bibliographie zur Geschichte deĂź
österr. Kaiserstaates (Wien 1838. Seidel) Nr.
382—407. — In Sagen und Gedichten wurde
Friedrich der Schöne öfter behandelt. Man
vergleiche H o r m a y r's „Archiv für Geschichte"
u. s. w.. Jahrg. 18l 1, S. 526: „F ried ri ch der
Schöne", oon Fischcl; 1816. S. 273- „Fried-
rich der Schöne auf der Trausnitz, 1325"; —
und Desselben „Taschenbuch für vaterländische
Geschichte" 1«44, S. 5—17: „Friedrich der
Schöne". — Porträte. 1) Grst. von Blaschte
l^ in Hormayr's Plutarch); — 2) gest. von
Philipp K i l i a n ^in Fuggcr 's Ehren^
fpicgel). — Treffend ist ein Vergleich Hor<
m a yr's, wenn dieser sagt: „Ein denkwürdiger
Beweis des ewigen Zirkelganges, in welchem sich
die Thaten und Begebenheiten der Menschen
drehen, ist die Aehnlichkeit des Unfalles, der
Friedrichen bei Mühldorf und die französi-
schen Könige Johann und Franz (jenen in
der Schlacht bei Maupertuis den 16. September
1356, diesen am 24. Februar 1525 bei Pavia)
traf, an einem Tage den Sieg und die Freiheit an ihre Nebenbuhler zu verlieren. Wie Fried»
r i ch von dem Abte zuAdmontund den GebrĂĽ<
dem von Wald see. so wurde König Johann
von dem Cardinal Tallcyrand-Perigord
und Marschall Clermont, König Franz von
dem tapfern Chabannes, Foir und la
Tremouil le gewarnt, nicht zu schlagen; —
alle drei Könige fochten persönlich mit unglaut"
licher Tapferkeit; alle drei Schlachten wurden
durch die Haufen entschieden, so unversehens aus
dem Hinterhalte hervorbrechen, die des Burg'
grasen Friedrich bei MĂĽhldorf, Johann
C h a n d o's bei M a u p e r t u i s, P e s c a r a s bei
Pavia; — alle drei Könige ergaben sich an
geborne Unterthanen, die beim feindlichen
Heere fochten; Friedrich an den Steiermärker
Rindsmaul; Johann an den aus Artois
verbannten Dyonis oon Morbec; Franz
an den Begleiter des Connetable von Bourbon
Pomperant. Wie Friedrich, so stellte sich
Johann wieder freiwillig in die Gefangenschaft
nach London, als er sich auĂźer Stande sah, die
harten Bedingungen des Friedens uon B re-
tig ny zu erfüllen; — Franz lebte zu nahe
an Macchiavcls Zeitalter, um die Aussöh,
nung auf eine so edelmĂĽthige Art zu bewirken."
101. Friedrich II. (geb. 10. Februar
1327, nach HĂĽbner 1333, gest. 4. De-
cember 1344). Sohn Otto's des Fröh-
lichen und Elisabethens von Bayern
j^s. Nr. 60^>. Durch Vermittelung Lud-
wig's von Bayern, welcher Niederbayern
— woraufO t t o's Söhne: Friedrich II.
und Leopold II., Anspruch von Seite
ihrer Mutter hatten — in Besch nahm,
dafĂĽr aber die beiden BrĂĽder in an-
derer Weise zu entschädigen beabsichtigte,
wurde Friedrich mitM aria, Tochter
Eduard's III., Königs von England,
Leopold aber mit einer Tochter 3ud«
wig's von Bayern verlobt. Da beide
FĂĽrsten noch zu jung waren, wurden die
Beilager verschoben. Der Tod aber ver-
eitelte dieses Project; Friedrich starb,
18 Jahre (nach HĂĽbner 11 Jahre) all.
Fug ger. Spiegel der Ehren des ErzHauses
Oesterreich .. . S. 317 und 320. — Ma ilath
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Guadagni-Habsburg, Volume 6
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Guadagni-Habsburg
- Volume
- 6
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1860
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 502
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon