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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Volume 6
Page - 267 -
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Page - 267 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Volume 6

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Habsburg — Friedrich 267 Habsburg — Friedrich wegen des großen Schisma fort. Fried rich, den richtigen, von Albrecht II . eingeschlagenen Weg der Neutralität zwischen 2 Päpsten und 2 Concilien ver- lassend, schlug sich, von seinem Geheim» schreiber Aeneas Sylvius Piccolo» mini beeinflußt, auf die Seite des Papstes Eugen und brach so mit dem Baseler Concil und mit Papst Felir V. Das hatte neue Wirren zur Folge, die um so verwickelter wurden, als sich die deutsche Geistlichkeit und die Universitäten zum Baseler Concil hinneigten. Noch mißlicher gestalteten sich die Dinge, als Friedrich, von Aeneas Sylvius beredet, ohne sich mit den deutschen Fürsten einzuverstehen, mit Papst Niko- laus V. zu Wien die „Concordaten der deutschen Nation" (17. Februar 4448) abschloß. Das Baseler Concil ging nun auseinander und begab sich mit seinem Papste Felir am 4. Juli 1448 nach Lausanne, schlug sich aber, als Felir selbst abdankte, auf Nikolaus' Seite und ging (23. April 1449) auseinander. Nun unternahm Friedrich seinen Römerzug (16. März 1432), auf welchem er mit seiner Braut, Eleonore von Portu- gal ss. Nr. äl)^, in Siena zusammenkam, und mit ihr in Nom getraut und gekrönt wurde. Indessen war das Herzogthum Mailand erlediget worden. Friedrich hatte die gerechtesten Ansprüche auf das- selbe, mußte aber sehen, wie Franz Sforza sich des Herzogthums bemäch- tigte, was Friedrich unbeanstandet — ausgenommen, daß er ihm die Anerken< mmg und Belehnung versagte — geschehen ließ. Gine Reihe unabsehbarer und wirklich drohender Wirren entstanden für Fried« rich durch seinen Vetter Ladislaus, dessen Vormund er war. Als König Wladi slaw bei Varna (3. Nov. 1444) gefallen war, forderte Johann Cor- vinus, der zum Statthalter Ungarns gewählt worden, von Friedrich die Herausgabe des jungen Königs und die ungarische Krone. Die Ungarn belagerten schon Wiemr.Neustadt (1432) und Fri ed. rich sah sich genöthiget, sein Mündel Ladislaus auszuliefern. Der Graf von Cilly erhielt nun die Aufsicht über Ladislaus; die Lage der Dinge nahm aber eine widrige Wendung und durch Lad is laus' plötzlichen Tod — ver- muthlich Vergiftung (23. November 1432) — einen für Oesterreich ungünstigen Aus- gang, denn mit 3 adislaus war die öster. reichische Linie des Habsburger Hauses in Ungarn und Böhmen erloschen. Böhmen wählte Georg Podiebrad den Calir» tiner (2. März 1458) zum Könige; Ungarn den Mathias Corvinus. Außerdem waren die österreichischen Besitzungen von der Albertinischen Linie auf die Leopol- dinische oder steirische Linie übergegangen, von der noch z^ vei Zweige vorhanden waren: Albre ch t VI. der Verschwender ss. Nr. 12)'und Friedrich selbst, und die tirolische in Sigismund, Fried- rich's mit der leeren Tasche einzigem Sohne. Auf diese Weist kam die steier- märkische Linie nun in den Besitz der österreichischen Erblande, welche Fried' rich als Nettester des Hauses ungethcilt in seinen Besitz nehmen wollte; dem jedoch widersetzten sich Albrecht und Sigismund und zwangen den Kaiser zur Theilung, wornach Friedrich Nie- derösterreich, Albrecht Oberösterreich erhielt; Sigismund verzichtete, durch einen Theil von Kärnrhen entschädiget, zu Albrecht's Gunsten auf seinen Antheil, ien blieb allen drei Fürsten gemein» aftlich. Erst Maximilian, Fried« rich's Sohn, konnte, da beide Miterben kinderlos starben, die ganze österreichische Ländermafse wieder vereinigen. Aber der
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Volume 6
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Guadagni-Habsburg
Volume
6
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1860
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
502
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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