Page - 292 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Volume 6
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Habsburg — Joseph 292 Habsburg — joseph
em obiit (l'ioroQt. 1578, 4<>.). —
, )
üatio in QuxtiHL I'i'a.iiciLoi NsäioiL st 36ro-
nissimas «loaunas ^usti-iacae (?1oiOnt. 1568,
40.). _ ^oitl'ni <^Ol0va)l?!! ^.«^s^c»)) Ora^ions
lllĂĽsr^Iy eta. xsr oon2olg.i'6 03111 2Qimo
. ot äa,!ino2l>. morts
2.nn2. ä'^ustria, ete.
u^s 1378, 4°.). — H!a2Zi 5Hl7vanc^,
sUa ZHut». vita 6 Ulorts äsUa resiua
ioi-SQH 1578, edä. 1588, sbä. 1606,
bdä. 1622, 8°.). — Hsnl'e^i ^niom'o^,
H^uiSQl>.6U3 iu I'l^uoiLei Nsälcis et ^oannas
^.ULti-iaoao Vtrurias Vi-woi^uiQ HU9M2 (I'io-
rout. 1565, 4".). — ^stto?^ ^ 's i? '^, I^wsr
äs Ia,uälbu8 ^oiwn2.s H.U2ti-ia,oll6, ua,t26
liSFinas IIuFHi-iHO ot LolisiQiae (^loi-sni.
1566, 4«.).
* « "
123. Joseph I., deutscher Kaiser (geb.
26. Juli 1678, gest. 17. April 4711).
Aeltester Sohn des Kaisers Leopold I.
aus dessen dritter Ehe mit Gleonora
Magd alena Theresia von der Pfalz
ssiehe Nr. 36^. Er hieĂź mit seinem ganzen
Namen: Joseph Jacob Ignaz Johann
Anton Eustach. Gemalin: Wilhelmine
Amalie, oder wie sie
nach ihrem Ueber«
tritte zur katholischen Kirche hieĂź: Am a'
lie Wilhelmine ss. Nr. 16 j^. Tochter
Johann Friedrich's, Herzogs von
Braunschweig. LĂĽneburg, und
Benedictens Henriettens, Prin-
zessin von Pfa lz . S i mmern (geb.
21. April 1673, gest. 10. April 1742).
vermalt durch Procuration am 13. Jänner
und in Person am 24. Februar 1699.
Ainder: Leopold Joseph (geb. 29.
October 1700, gest. 4. August 1701);
Maria Iosepha Elisabeth (geb.
8. December 1699, gest. zu Dresden
17. November 1733), vermalt zu Wien
am 20. August 1719 dem Churprinzen Friedrich August von Sachsen, nach-
maligem Könige von Polen; Maria
Amalia (geb. 22. October 1701, geft
zu MĂĽnchen 1.1. December 1736), ver-
malt am 3. October 1722 dem Chur-
prinzen Karl Albrecht von Bayern,
nachmaligem Kaiser Karl VII. Wahl-
6i tiniore. — Wichtigere
. Die Erziehung des kaiser»
lichen Prinzen leitete Karl Dietrich
Otto FĂĽrst von Salm, und wurde
dieselbe ĂĽberdieĂź von der Kaiserin Mutter
strenge ĂĽberwacht. Der FĂĽrst Salm,
kenntnißreich, erfahren und aufgeklärt,
hatte die Jesuiten aus dem Lehrkreise
des Prinzen ausgeschloffen. Joseph's
eigentliche Lehrer waren der oberpfäl»
zische Edelmann Franz Ferdinand
von Rummel, der sich
nachmals so sehr
der Huld seines Zöglings erfreute, daß ihn
dieser, Kaiser geworden, auf den erz«
bischoflichen Stuhl Wiens erhob; ferner
Wagner von Wagenfels, der ihn in
Geschichte und Politik unterrichtete. Jedoch
war FĂĽrst Salm selbst im Unterrichte
dieser Gegenstände besonders thätig; er
hatte durch .Wagenfels ein Lehrbuch fĂĽr
die Politik entwerfen laffen,' das nur in
drei Exemplaren gedruckt wurde und
worin Abneigung gegen Frankreich, Be-
hutsamkeit im Vertrauen gegen Ausländer,
Beschränkung des Einflusses der Geistlich,
keit in Staatssachen insbesondere em»
pfohlen wurden. Das erwähnte Lehrbuch
führte Wagner später weiter aus und
ließ es unter dem Titel: „Ehren«ruff
Teutschlands, der Teutschen und ihres
Reiches" (Wien, Fol.), erscheinen. Beim
historischen Unterrichte wurde des geheimen
Rathes und Protestanten von Imhof
auf Veranlassung des kaiserlichen Hofes
verfaĂźter historischer Bildersaal zum
Grunde gelegt. Aus anderen Gegen-
standen, darunter aus der Kriegsbaukunst,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Guadagni-Habsburg, Volume 6
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Guadagni-Habsburg
- Volume
- 6
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1860
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 502
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon