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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Volume 6
Page - 320 -
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Page - 320 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Volume 6

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Habsburg — Joseph 320 Habsburg - Joseph durch das Trugbild erschreckt werden, als ein Uebel für das ganze Land, weil die Meng ebenso vor dem Scheine flieht, wie sie vor wirk« licher Unterdrückung fliehen würde." sDreses Urtheil des Engländers macht sowohl seineu' Scharfsinne, wieseinerGerechtigkeitsliebeEhre.^ — Friedrich I I . überIoseph I I . In einem der vertrauten Briefe Friedrich's I I . an Voltaire schreibt der König über den Kaiser: »^6 xars xour Ia äiissis st va,i tronvsr I'Vmpe'i'Sur, a^ ui m'2 invits «, 2011 oaiux äs kloravis, uou xg.2 x^^r nou« dktrs aomius autrslois, NHiL pour vivrs su dous voisius. Cs xi-inos sst Him2,dls st xibin äs msrite; ii a,iius vos ouvr»FS8 et )S5 lit kMant ^ xout; il n'söt i-isn iuoiQ5 <ius supei-stitie 6NÜQ o'ygt UQ L)Nv6rsui' aonlins' äs 1 ttziux» ii n'? 2. su, sü ^.HsMÄFUy. ^l U'2,wi023 ni 1'nn 21 1'llU.tro Is3 132053.113 st Is5 dardarss, N2.iI 51 N'SLt V9.8 NU6 I2.i xour Ie2 s^Ltilpsi'; 5'N laUait lss ästruire, Is8 ^ureL us eeroieut P22 IsZ «sülz äaus ck eg,s. (Üonidisn äs nations planFsss äau8 I'llbrutiLLOrnsrlt, et äsveuu« HgrestSZ tauts äs IuiQiei-62'. iuai2 vivoos et lai^ous vivrs ^s autrsb« ^X. Band, franz. Ausg. S. 67^ — an anderer Stelle: ^ 'a i ^ts sn Hloi'avis ou H'ai i'svu cst Nmxsleui' gui Zs xrsxai-s ä '^ousr NQ Franä ro l^e «Q Dui-oFS. !^6 äans un eonr diFotts, il su 2 ZeeouZ la LUZisi'Lt^ tion; ölevs äau« la, taste, il a Näoi>t6 cikL mosurs LilüplLL; nourri <i'6Q«6Q5 il est lnoäosts; suüainiiis ä>2 äsZir äs 1a, Zloirs N Zaariües «02 Hwbitiou au äsvoil KUai ^n'U rymMt 2.VS0 Lcru^uls; st Q'a^HQt sa q,us äs iU2,itre8 peäa,Q8 il a 2.5LK2 äo Foüt xonr Urs Voltairs st xour su SLtimer 1s luerits. si vous Q'etss xas satiLlüit äli portrkit üäbls äs cs xi-iuas H'avous ^us vou» etys äiküeilO ä oontsutsr. Outrs asZ avautaFss 11 po55säs ti-63 disn la. Uttsraturs itaiisuus; i! 10.'a, oits xrsLyu'un oiiant sutisr äu?3,8tvi- üäo st ^usla.1102 vsi-2 äu 1a.LL0. II laut tc>u- I stires visut lg. xdiloLoxdis äans I'ä^s äs rsüsxiou, et a.lia,uä naiis i'Hvons dierl stu» 6 äs äilL eomino Ebenda p- 70 j^. — Die „Memoiren des Grafen Alexander von T." enthalten im zweiten Theile folgende Charakteristik Joseph's: „Joseph erregte mehr Verwunderung als Bewunderung, er war mehr Sonderling als Phänomen, mehr anziehend als auf die Dauer liebenswürdig, mehr glänzend als tief, mehr außerordentlich als groß. Als Genie war er mehr unterneh- mend als weitumfassend; mehr schnell umfas- send als richtig auffassend und um mit wenigen Worten viel zu sagen: er besaß tausend Eigen- schaften, deren die Monarchen nicht bedürfen, und die bei ihnen als Ueberfluß, als Luxus- artikel anzusehen sind; es mangelte ihm aber fast an allen, die für den Fürsten zum absolut Nothwendigen, zum Wesentli-chen des Herr- schers gehören. Er glich den Kometen, die den fernen Himmel erleuchten, aber der Erde zu nahe kommend, sie in Brand setzten." Zum Verständnisse dieses Urtheiles fügen wir hinzu, daß dasselbe zur Zeit gefallt ist, als Kai' ser Joseph zu Besuch seiner unglücklichen Schwester Mar ia Antoinette in Paris war; von einem Manne, der an jenem Hofe lebte, dessen Treiben die fürchterliche Kata< strophe herbeiführte, die in d.er Geschichte ein« zig in ihrer Art dasteht. Wenn der Geschichts- forscher die Epoche des Kaisers Joseph und sein eigenes Vorgehen genau prüft und den bald nach seinem Tode gefolgten Thatsachen in Europa entgegen hält, so erscheint ihm d er Kaiser Joseph als die Revolution selbst, und eben weil er sie selbst war, ging sie fo unblutig und friedlich vor sich. Kaiser Joseph's Genius durchblickte das Unhaltbare mancher aus dem Mittelalter herübergekommencn Insti- tutionen, das Nichtmehrzeitgemäße mancher Ansichten, das Verwerfliche vieler Mißbräuche; er dachte und handelte seinen Völkern uoraus, dieses Vorausdenten, Voraushandeln, womit er nur Oesterreichs Glück bezweckte, wurde von den unreifen Völkern nicht verstanden; und nur die durch sein Siechthum gebrochene Kraft sei» nes sonst festen Willens konnte geschehen lassen, was, wenn derselbe ungebrochen geblieben wäre, nie geschehen wäre. — Graf S6gur d. Aeltere in seinen „Msuioirss", toui. I I I , 9. 148, schildert den Kaiser Joseph: „Ich hatte zu Kanieff einen König gesehen, der ohne Macht und Ansehen von der Pracht und dem Glänze des größten Monarchen umgeben war; als ein merkwürdiges Gegenstück sah ich zu Cherson einen mächtigen Kaiser, der einfach in seiner Handlungsweise, bescheiden in seinem Beneh« men, vertraulich beim Empfange, Feind alles Hofzwanges, über jeden Gegenstand zu sprechen erlaubte, auf jeden das Gesprach zu leiten verstand, und nach keinem andern Glänze geizte, als den ausgebreitete Kenntnisse, ein richtiges Urtheil und ein gebildeter Geist gewähren." Betreff der Türkei that der Kaiser zum Grafen die treffende Aeußerung: „Con»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Volume 6
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Guadagni-Habsburg
Volume
6
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1860
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
502
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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