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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Volume 6
Page - 357 -
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Page - 357 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Volume 6

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Habsburg — Aarl. 337 Habsburg — Karl II. Außer diesen selbstständigen Schriften erschien viel über Don Carlos in anderen Werken, u. z.: Allgemeine Zeitung 1857. Beilage zu Nr. 73, S. 1462: „Die spanischen Archive und Don Carlos". ^Nachdem besprochen ward, daß einem Gerüchte nach die Acten des Processes, den Phi l ipp I I . gegen seinen Sohn Don Carlos hatte einleiten laffen, sich auf dem Schlosse einer deutschen Fürstenfamilie be- finden dürften, werden nun die Ergebnisse der Nachforschungen über diesen Gegenstand mit- getheilt. Man glaubte, die Acten über diesen Proceß wären in einer Kiste eingeschlossen, welche sich im Schlosse Simancas befand; da hin solle Phi l ipp I I . sie haben bringen lassen und Jenen mit dem Tode bedroht haben, web cher diese Kiste eröffnen würde. Napoleon I. mit seiner bekannten Kunst, archivalische und Kunstfchätze zu wittern und für Frankreich — auf welche Art und Weise, galt ihm gleich — zu accmiriren, hatte im August 1809 dem General Kellermann in Valadolid be- fohlen, alle in Simancas befindlichen Archive nach Paris bringen zu lassen. Man fand nun wirklich in Simancas eine Kiste mit drei Schlös» scrn, die der Secretär der Archive nie hatte öffnen können. General Kellermann ließ den Koffer öffnen, und nun zeigte es sich, daß er wohl Acten eines Processes enthielt, aber nicht jenes, den Phi l ipp gegen seinen Sohn Don Carlos hatte einleiten lassen, sondern des Pro» ccsses, der dem Minister Calderon unter Phi- l ipp I I I . gemacht worden war.^j — Archiv für Geographie, Historie, Staats-und Kriegskunst (Wien, 4«.) IX. Jahrg. (l818), Nr. 39: „Don Carlos'Tod. Heinr. Sigm. von Cao alli s, venet. Gesandter am königl. Hofe, an den Dogen der Republik, Don Pietro I 0 redan0 ^aus der Nibliotsoa italianH Ne. XXIV, 8. 311—316). — Beiblatt zur Allgem. Moden-Zeitung, redig. vonVi-. A. Diezmann, 1836, Nr. 20— 24: „Don Carlos und Isabella".—Deutsches Volksblatt (Stuttgart, kl. Fol.) 1855, Nr. 178. 179. 180: „Der Tod des Don Carlos von Spanien". — Dasselb e Nr. 184: „Don Carlos' Porträt" fteide nachgedruckt in Se« bastian Brunner's „Wiener Kirchenzeitung" 1836. Nr. 73 und 74^. — Eos. Zeitschrift aus Bayern. 1825. S. 135: „Don Carlos und die Prinzessin Ebol i" ^werden drei Porträte, u. z. jenes der Prinzessin Ebol i , der Königin Elisabeth und des Don Carlos beschrieben, alle drei befanden fich zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts noch im Schlosse Buitrago, wel» ches dem Herzoge von Pastran 0, einem Nach- kömmlinge des Prinzen von Ebol i , gehört^.— Frankfurter Konversationsblatt 1838. Nr.iZo—154: „Don Carlos von Oesterreich". vonViardot. — Dasselbe 1859, Nr. 101: „Don Carlos, Infant von Spanien". ^Frag« ment aus einem größeren Werke des Brüsseler Akademikers Gachard, welches Leben und Tod des Don Carlos zum Gegenstande haben soll. Gachard trug dieses Fragment in der Brüsseler Akademie vor. Nach dem von Gachard auf Grund bisher nicht benutzter Quellen über Don Carlos Gesagten, dürfte man wohl kaum mehr behaupten können, Don Carlos sei natürlichen Todes gestorben.^ — Geistder Zeit (Wien, Härter, 8<>.) VII I . Jahrg. (1818), August-Heft, S. 243—276: „Geschichte des Don Carlos von Oesterreich, Prinzen von Asturien, Sohn Phi l ipp 's I I . " — Der Gesell, schafter, von Gubitz. 1840, Nr. 41 u. f.: „Don Carlos als poetischer Stoff", von K. F. E. Trahndorff. An dieser vorherr- schend ästhetischen Abhandlung ist ein reicher und berücksichtigenswerther literarisch-bibliogra- phischer Apparat enthalten.^ — Derselbe, Jahrgang 1841, Nr. 42—53: „Don Carlos." ^Dieser nicht näher — weder als Geschichte noch geschichtliche Erzählung — bezeichnete Aufsatz gibt von Carlos eine Darstellung, welche mit seiner geschichtlichen Charakteristik in gar keinem Einklänge steht. Nach diesem wäre er vom Vater gehaßt, vom Volke geliebt worden, unvergleichlich an Größe des Geistes, an Freisinnigkeit und Wahrheitsliebe gewesen. I lorente in seiner Geschichte der Inqui« sition entwarf wohl, der erste, das ab» schreckende Vild dieses Prinzen, welches später als getreu angesehen und nachgeschrieben wurde. Wie stimmt aber mit dieser Anschauung die Grabschrift überein, welche ein Zeitgenosse dZ^ Don Carlos, Louis de Leon (geb. 152^ gest. 1591), auf den Tod des Prinzen entwarf, und welche im Original lautet: ^.HUi ^2,üsu äs 0arI<?8 los ässx^os I/g, xarte z>riQoixa,1 volvioss lU oislo; O02 sUu lus si vs,10 r, yus äolo 2,1 LU.6I0 Klieäo 6ü oi ooru^on, Hanto su 1c>5 o '^os. Deutsch ungefähr: Des Prinzen Carlos Hülle liegt dahicr Sein bess'rcr Theil schwang sich zum Himmel auf; Mit ihm entfloh die Kraft ; im Herzen Furcht. Ini Äuge Thränen, schauen wir hinauf, lleberdieß ist noch zu bemerken, daß Louis de Leon diese Grabschrift erst l629, — nach
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Volume 6
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Guadagni-Habsburg
Volume
6
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1860
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
502
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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