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Habsburg — Nudolph Sabsburg — Nudolph
zweites Blatt von Sadcler aus dem I 1604
stellt den Kaiser in RĂĽstung dar (Fol.), HĂĽftbild;
— 9) P. Soutman p.. P. v. Sompel sc.
(gr. Fol.); — 10) (A. V ail lant ge.) (Fol.);
— 1l)H. Ullrich 50. (4".); — 12)A. Wierr
lee. (12°.), ein seltenes Blatt.
III. Medaillen. 4) Krönungsmedaille mit des
Kaisers Wahlspruch: I'uiFet Oaskarls^ .sti-um.
— 2) Eine zweite mit den Wappen der Chur»
fürsten. — 3) Medaille von Maler auf die
1592 bestandenen 12 Monarchien. — 4) Medaille
auf den Reichstag zu Regensburg (160?). —
Vergleiche übrigens das „Verzeichniß der von
dem k. k. Aldmarschall-Lieutenant Ludwig de
Traur in Wien hinterlassenen Münz» und Me-
daillen'Sammlung" (Wien 1836, s<>.) Nr. 144—
133; 748—733 und 2719—2723.
2 8 0.Nubolph Johann Joseph Rainer,
Erzherzog, Cardinal und Erzbischof von
Olmütz (geb. zu Florenz 8. Jänner 1783,
gest. 23. Juli 1831). Der jĂĽngste Sohn
des Kaisers Leopold I I . aus seiner Ehe
mit Mar ia Louisa, kön. Prinzessin
von Spanien. Anfänglich widmete sich
der Prinz den militärischen Wissenschaf-
ten, spater, wie es hieĂź, bestimmten ihn
schwäckliche Gesundheit und frommer Sinn
dazu, in den geistlichen Stand zu treten.
Rudolph ist bisher der letzte aus allen
Prinzen des Kaiserhauses, welche in den
Dienst der Kirche getreten sind. Noch
während seinen theologischen Studien
wurde er Coadjutor des FĂĽrsterzbischofs
von OlmĂĽtz, des Grafen Colloredo,
und folgte ihm, als dieser gestorben,
181!) in dieser hohen WĂĽrde. Am
28. September desselben Jahres erhielt
er zu Wien das Baret als Cardinal-
Priester, mit dem Titel: Lanoti lotr i in
inontS Huroo. I n OlmĂĽtz begann mit
dem Augenblicke, als cr daselbst seine
Residenz aufschlug, ein neues 3eben.
Ein Freund der KĂĽnsie und Wiffmfchaf.
ten, von ersteren insbesondere der Musik»
und der Radirkunft, förderte er in dicsen
Richtungen einzelne Institute, wie her»
v. Wurzbach, biogr. Lexikon. VII. vorragende Talente. Selbst Virtuos auf
dem Piano und ein auĂźerordentlich
geĂĽbter Partiturspieler, weist ihm sein
Macenatenthum gegenĂĽber Beethoven
eine wĂĽrdige Stelle in der Geschichte
der Musik an. Er war Freund und Schü«
ler des groĂźen Tonheros, und ein, nur
mit feinen Anfangsbuchstaben R. E. H.
bezeichnetes Tonwerk, eine Reihe im stren-
gen Style gehaltener Variationen, unter
dem Titel: „Aufgabe, von Ludwig van
Beethoven gedichtet, vierzigmal ver«
ändert und ihrem Verfasser gewidmet
von seinem SchĂĽler R. E. H. (Wien
1820)", hat der erlauchte Prinz seinem
Meister zugeeignet. Unter den zeichnenden
KĂĽnsten war es die Kupfevstecherkunft,
welche der Erzherzog vor allen anderen
liebte, und mehrere von seiner Hand mit
der Radirnadel nach eigenen Zeichnun-
gen ausgefĂĽhrte Blatter und Kupfer-
stiche werden noch aufbewahrt. Mit den
genannten hervorragenden Eigenschaften
verband der Erzherzog unerschöpflichen
Wohlthätigkeitssinn und echte Humanität;
er unterstĂĽtzte, so lange er lebte, solche
Anstalten mit namhaften Summen, und
bedachte sie im Tode im Testamente mit
reichen Legaten. Der Erzherzog war
Musikgraf der kon. böhmischen Capelle zu
Prag und Protector der Gesellschaft der
Musikfreunde des österreichischen Kaiser-
thums; letztere beschenkte er in seinem
letzten Willen mit zwei wahrhaft musi»
kalischen Schätzen, nämlich mit einer
Prachtausgabe von Händel's „Ora-
torium" und mit dem einzigen vorhan«
denen Partitureremplar der vollständigen
Sammlung aller Werke Beethoven's
in kalligraphisch>eleganter Abschrift. Der
Erzherzog starb unvermuthet während
seines Aufenthaltes in Baden bei Wien
im kräftigen Mannesalter von 44 Jahren,
in Leichnam wurde nach Wien gebracht
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon