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Hllbsdurg — Sophie
„Daguerreotypen aus Oesterreich" l^ ein Zu,
aus dem Leben der Erzberzogin; zwölf Iahn
später in vielen Journalen des In- und Aus-
landes nachgedruckt unter dem Titel: „Got<
wird es an unseren Kindern vergelten", z.
im Znaimer Wochenblatt 1884, Nr. 30, im
Innsbrucker Tageblatt u. s. w.). — Oester-
reichische Nat ional - Encyklopädie
herausgegeben von Gräffer und Czikann
(Wien 1833, 8".) Bd.V, S. 82. — Männer
unserer Zeit. Biographisches.Lexiton der
Gegenwart (Leipzig 1860, Lorck, 4".) I. Serie,
S. 532 ^in der Biographie des Erzherzogs
Franz Karl). — Porträte, t) Nach C'inöl,
lithogr. von Eybl (Wien, Paterno, gr.Fol.);
— 2) nach Kriehuber gest. von Eisn er
(Leipzig, Hinrichs, 3".): — 3) lithogr. von
Kriehuber (Wien, Spina, Fol.); —
lithogr. von Demselben (Wien, Neumann,
Fol.).
286. Sophie, Erzherzogin von Oester-
reich (geb. in Wien 3. März 1833, gest.
zu Ofen 29. Mai 1837). Erstgeborne
Tochter Ihrer Majestäten des Kaisers
Franz Joseph und der Kaiserin El i '
sabeth Eugenia. Während Ihre Maje»
stäten 1837 eine Rundreise in Ungarn
unternahmen, erkrankte die Erzherzogin
in Ofen und war schon nach wenigen
Tagen eineBeute des Todes. Am29.Mai
um 9 /^4 Uhr Abends hauchte sie ihre
Seele aus. Die Erzherzogin hatte das
Alter von zwei Jahren und drei Monaten
erreicht. Ihre Leiche wurde nach Wien
gebracht und in der Kaisergruft beigeseht.
Beilage zur Sonntags'Zeitung (Pesth,4<>.) l8U7,
Nr. 23 (7. Juni). — Neuigkeiten (Brünner
polit. Blatt) 1837, Nr. 2: „Eine Anekdote
von der kl. Erzherzogin Sophie". — Katho-
lische Blätter, herausg. von dem katholischen
Ccntral-Vercme in Linz, 1857, Nr. <»3: „Das
Todtenovfer".
28 7. Stephan, Erzherzog von Oester-
reich (geb. 14. September 1817). Sohn
des Erzherzogs Palatin Joseph aus
dessen zweiter Ehe mit Hermine, Prin-
zessin von Anhalt-Bernburg'Schaumbnrg. Habsburg — Stephan
Erzherzog Stephan ist ein Zwillings-
kind; seine Zwillingsschwester, Erzher,
zogin Hermine, ist in der BlĂĽthe der
Jugend am 17. Februar 1842 verschie-
den. watWmct): „Wenn Gott für uns,
wer ist dann wider uns". Der Erzherzog
erhielt eine sehr sorgfältige und verstän»
dige Erziehung. FrĂĽh legte er eine groĂźe
Vorliebe zu ernsten Dingen an den Tag.
Seine Muttersprache, die ungarische, die
er mit einer seltenen Gewandtheit spricht,
ungerechnet, sind ihm fĂĽnf oder sechs
fremde Sprachen mehr minder, geläufig.
I n frĂĽherer Zeit, wenn ausgezeichnete
Fremde das Land besuchten und ihm
vorgestellt wurden, befragte er sie
sowohl
über die Zustände ihrer eigenen Heimat
und um ihre Ansichten ĂĽber Ungarn,
immer nur bestrebt, Verbesserungen, von
denen er hörte und die in Ungarn an«
wendbar waren, seinem Gedächtnisse
einzuprägen. I n dieser Weise
stärkte der
junge wissensdurftige Prinz seinen Geist.
Der Redekunst vollkommen mächtig, eig«
nete er sich grĂĽndliche Kenntnisse in der
Legislatur, in der Staatswissenschaft, in
der Volkswirthschaft an, und dem alten
Spruche mons sana in ooi-poro sano
getreu, entwickelte er in den Leibesübun«
gen, welche bei einem kriegerischen Volke,
das die Ungarn ungeachtet ihres vor«
geschrittenen Bildungsgrades und ihres
eifen politischen SelbstbewuĂźtseins noch
mmer sind, nie außer Acht gelassen wer»
den, sorgfältig seine physischen Kräfte.
Es gehört in Ungarn zu den Gesehen der
Erziehung, im vollkommenen Einklänge
mit den Fortschritten des Geistes, den
Körper auszubilden, und wie es damit
gehalten wird, haben ein Szechenyi,
er kĂĽhnste Schwimmer Ungarns, und
Wesselenyi, dcr einmal seinen von der
Höhe eines Tisches herab perorirmden
Gegner mit sammt dem Tische in die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon