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Hackenberger 139 Hacker
l i. Jahrhundert an bis auf jetzige Zeiten (Wien
1794 u. f., 40.) Bd. IV, S. 6-16. — sUeber
einzelne Glieder dieser Adelsfamilie siehe: Berg>
mann (Joseph), Medaillen auf berühmte und
ausgezeichnete Männer des österreichischen Kai
serstaates uom XVI. bis zum XIX. Iahrhun,
derte (Wien 1844-1837, Tendler. kl. 4».) Bd.
I I , S. 232, 233, 234 u. 366. Sie erscheinen
in älteren Urkunden auch unter dem Namen
Hacket berg.^
Hackenlerger, Franz von (Major
im MineurcorpS und Ritter des Maria
TheresieN'Ordens, geb. 1744, gest. zu
Wien 10. Juli 1798). Trat kurz vor
dem Hubertsburger Frieden (1763) in das
Mineurcorps, wurde 1764 Lieutenant,
im bayerischen Erbfolgekriege Hauptmann
im Corps. Bei. der Belagerung der
Festung Valenciennes (Juli 1793), wo
er durch drei vor dem großen Hornwerke
zur Sprengung angebrachte (^lokes äs
OomprssLioN) deren Wirkung eine voll-
ständige war, den Feind zur Kapitulation
zwang, erwarb er fich das Ritterkreuz
des Maria TheresieN'Ordens, das ihm
in der 29. Promotion am 19. August
1793 verliehen wurde. Im Februar 1794
wurde er Major im Corps, aber schon
vier Jahre später starb er im Alter von
84 Jahren.
Hirten fcld ( I . Dr.), Der Militär-Maria The«
resien-Orden und seine Mitglieder. Nach authen«
tischen Quellen bearbeitet (Wien 1857, Staats,
druckerei, 4°.) S. 388 u. 1736. — Oesterreich!»
sches Militär-Konoersations-Lerikon,
herausg. von Dr. Meynert und I. Hirten»
feld (Wien 1849, Eigenthum des Herausgebers,
8°.) Bd. I I I , S. l>.
Hllckenberger, Johann Judas (Theo«
log, geb. zu Teschen, gest. in Wen-
drin 8.März1763). Studirte in Teschen,
widmete sich dann der Theologie und
wurde Pfarrer zu Nendrin. Mit Georg
Baitek, Pfarrer zu Iablunkau, und
Franz Knobel, Pfarrer zu Goleschau,
bearbeitete er die Bibel für das Verstand« niß des gemeinen Mannes im slavischen
Dialecte des Teschener Bezirkes, welche
Bearbeitung unter dem Titel: „I
tsFo Hokaxana. äroZa.. . .", d. i. Der
wahre und einzige aus der heiligen Schrift
abgeleitete Weg zum Himmel
^16 siro^xa.^ 1761) ,7. '
8".) erschien und zur Läuterung der reli>
giösen Begriffe der dortigen Bevölkerung
in nicht geringer Weise beitrug.
Scherschnik (Leopold Johann), Nachrichten von
Schriftstellern und Künstlern aus dem Teschner
Fürstenthume (Teschen 1810, Thom. Prohaska,
8".)S. 91.
Hacker, Benedict (Musiker, geb. zu
Deggendorfin Niederbayern 30. Mai
1769, gest. 1829). Sohn armer Eltern,
welche für die Ausbildung des Musik-
talentes, das sich bei H., als er noch
Kind war, merklich zeigte, nichts thun
konnten. Doch nahm sich der Director
der Singschule des Klosters Metten, P.
Ioh. Bapt. Sternkopf, des Knaben
an und unterrichtete ihn einige Zeit. Für
die Chirurgie von seinen Eltern bestimmt,
kam er nach Regensburg in die Lehre,
aber sein leicht erregtes Gefühl, das ihn
bei Operationen nicht kalt sein ließ,
machte ihn untauglich zu diesem Geschäfte,
das er auch verließ. Seine indeß Witwe
gewordene Mutter gorieth über deS Soh»
nes Rückkehr bei ihrer Dürftigkeit in
nicht geringe Verlegenheit. Da übernahm
es der obengenannte P. Stern köpf,
den Knaben im Clavier- und Orgelspiele
zu unterrichten, bald darauf erbot sich
auch P. Schmetterer aus Salzburg
ihn zu sich zu nehmen. 1733 begab sich
H. nach Salzburg, welches nun seine
zweite Heimat wurde. Schmetterer,
das Talent des Knaben erkennend, ließ
ihn durch 3eop. Mozart im Violinspiele,
durch Mich. Haydn im Clavier unter»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon