Page - 162 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Image of the Page - 162 -
Text of the Page - 162 -
Dackhoftr 162 Hackl-änder
Helme nchen, die zwei äußeren einwärts, der
mittlere m's Visir gestellt. Die beiden äußeren
Helme tragen zwei gelbe und zwei schwarze ein-
wärts gebogene Straußenfedern mit wechselnden
Farben, der mittlere trägt in einem offenen, gold
und schwarz quadrirten Fluge den Bauersmann
des Schildes.
Hackhofer, Johann Cyriak Waler
geb. zu Innsbruck 5638, gest. zu
Vor au in Steiermarki'731). Ein Schü-
ler C. Maratt i 's. I n Steiermark besin-
den sich mehrere Bilder dieses Künstlers,
welche sein schönes Talent beurkunden,
so in der Pfarrkirche zu St.Andrä in der
Murvorstadt zu Grah: „Nas MartiMim
ül5 h. Andreas", Hochaltarbild; in dersel-
ben Kirche eine „H. Wagbalena". In den
Kirchen der Unigegend von Vorau kom-
men auch mehrere Gemälde seiner Hand
vor. Das obige Todesdatum,' mit welchem
die Angabe Nagler's: Hackhofer sei
um 1720 gestorben, berichtigt wird, ist
der Inschrift seines Grabkreuzes ent-
nommen.
Schmutz (Carl), Historisch'topographischeS Lexi-
kon von Steiermark (Gratz 1822, Kienreich, 8".)
Bd. I I , S. 3; Bd. IV, S. 273, wo Vorau
sein Geburtsort genannt wird. — Nagler (G.
K. Dr.), Neues allgemeines Künstler<3erikon
(München 1837 u. f, E. A. Fleischmann. 8«.)
Bd. V, S. 490. — Schreiner (G. Dr.),
Grätz (Gratz 4843), S. 296. — Handschriftliche
Mittheilungen von Heinrich Grade.
Hackländer, Friedrich Wilhelm (D i ch-
ter und Schriftsteller, geb. zu Burt-
scheid bei Aachen I.November 1816).
Obgleich nicht im Kaiserstaate geboren
und auch nicht in demselben seßhaft, so
weisen ihn doch seine literarischen Erfolge,
und die Vertrauungsstellung während der
zwei italienischen Feldzüge 1848/49 und
1839, welche ihn in nähere Beziehung
zu uns bringen, einen Platz in diesem
Lerikon an. Von mittellosen Eltern
geboren, ist Hackländer ganz Auto-
didact. Seine Absicht, sich dem Kauf° mannsstande zu widmen, scheiterte an
dem Unglücke seiner Dienstherren, derm
zwei oder drei nach einander liquidirtm.
So geschah es denn, daß H. unter die
Schriftsteller gerieth und auf dieser Bahn
lächelte ihm das Glück. Seine ersten
Arbeiten gefielen, lenkten die Aufmerk-
samkeit des Barons von Tauben heim,
Ober'Stallmeisters des Königs von Würt-
temberg, auf ihii, der den jungen Mann
als Begleiter auf seiner Reise in den
Orient mitnahm. I n Mailand mit dem
Grafen Gustav Ne ipperg bekannt
geworden, gelang es ihm durch dessen
Vermittelung eine schöne Stellung mit
dem Titel eines Hofrathes bei dem
Kronprinzen von Württemberg zu erlan»
gen. Anfeindungen, die, wie es heißt,
dem Ausländer galten, nöthigten ihn
1848 den Posten aufzugeben, doch behielt
er Rang und Gehalt. Im folgenden
ereignißvollen Jahre 1849 finden wir
den durch seine erzählenden Schriften,
namentlich aber durch seine „Mber nnz
dem Sllldlltenlrlmi im Frieden" (bereits in
3 Auflagen erschienen) auch in der öster«
reichischen Armee bekannt und beliebt
gewordenen Schriftsteller im Hauptquar«
tiere des Feldmarschalls Rad eh ky. In
unmittelbarer Nahe des Feldmarschalls
wohnte er dem ganzen Feldzuge gegen
Piemont bei und die Erlebnisse jener be>
wegtenTage erschienen aus seiner Feder in
der „AllgemeinenZeitung", dann aber in
den „Mdern nus dem Buldatmlebm im Urirgr"
(bereits in 4 Auflagen ausgegeben), die
ein gelungenes Seitenstück zu seinen oben»
erwähnten Friedensbildern sind. Nacb
dem piemontesischen Feldzuge war H. im
Hauptquartiere des Prinzen von Preußen
zur Zeit der badenschen Occupation Zeuge
der Einnahme von Rastatt. Die Zeit von
1849 bis 1839 war literarischen Arbeiten,
die seinen Namen immer bekannter und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon