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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Page - 193 -
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Page - 193 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7

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Hagenauer 193 Hagenauer Auf dein Schilde erheben sich zwei zueinander gekehrte gekrönte Helme; aus der Krone des rechten Helmes erhebt sich der silberne Anker, aus jener des linken der schwarze Adler des Schildes. Hagenauer, Johann (Bildhauer, geb. zu Straß in Bayern 1732, gest. in Wien 9. September 1810). Da er früh Talent zur Bildhauerkunst zeigte, kam er zum Bildhauer Itzlfeldner in Tittmoning in die Lehre, und übertraf bald seinen Meister. Seine Arbeiten machten ihn schnell bekannt; Erzbischof Sigismund Graf von Schratten- bach schickte ihn zur weiteren Ausbil- dung nach Wien, wo er die Akademie der bildenden Künste besuchte, und später nach Italien, wo er an den Akademien zu Rom und Florenz arbeitete und mehrere Preise erhielt. Nach seiner Rückkehr wurde er Höfstatuarius in Salzburg, und schuf daselbst und an anderen Orten viele, mit« unter colossale Werke in Stein und Erz. So z. B. in Innsbruck die Figuren, Büsten und Basreliefs an der zur Feier der Vermalung Maria Theresia's mit Franz von Lothringen nach dem Ent- würfe des Majors von Walter errich- teten Triumphpforte, welche aber später ganz umgestaltet wurde. So sind die Sculpturen am neuen Thore, innen und außen, sein Werk, darunter die 16 Fuß hohe Statue des h. Sigismund; dann die Erzstatue der ^lariZ. iinrüHouiHta auf dem Domplatze in Salzburg, und die übrigen Figuren; in Böckftein bei Gastein die „Madonna" am Hochaltare. Später folgte er einem Rufe als Hofstatuar nach Wien, wo er ein Kunstmagazin eröffnete, in welchem verschiedene Gypsstatuen ge- gössen, dann in Marmorart geglättet und bronzirt wurden. In Schönbrunn befin- den sich mehrere seiner Arbeiten; unter anderen ist die eine der zwei Marmor« gruppm, welche die Springbrunnen im v. Wurzbach, biogr. Lexikon. VII. Vorhofe des kais. Lustschlosses bilden, von ihm; ferner mehrere Statuen, 16 kolos. sale Marmorvasen und die Armaturen auf der Gloriette. I n der Folge wurde er Rath an der k. k. Akademie der bildenden Künste, Director und Professor der Gravir- schule. Nagler meldet noch, daß er ein Werk mit Ornamenten und ein Pamphlet: „Unterricht mn der Proportion des Menschen" (1791, mit 6 K.K.), herausgegeben habe. H. starb im hohen Alter von 78 Jahren. Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate. Geographisch dargestellt (Wien 1836, Friedr. Beck, gr. 8°.) S. 53, 73, 74, 131, 133, 134, 147, 3<U. — Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Kunst- ler-3erikon (München, F. A. Fleisch mann, s°.) V. Bd. S. 205 snach diesem geb. zu Straß- burg^. — Pillwein(Benedikt), Biographische Schilderungen oder Lerikon Salzburgischer, theils verstorbener, theils lebender Künstler (Salzburg 1821, Mayer, kl. 8«.) S. 79. — Die Künstler aller Zeiten und Völker . .., begonnen von Professor Fr. Mül ler , fortgesetzt von vi-. Karl Klunzinger (Stuttgart, Ebner und Seubert. gr. s°.) Bd. I I . S. 333 snach diesen wäre er schon 1803 gestorben^. — Bauer (Samuel), Allgem. histor. biogravh. litera- risches Handwörterbuch (Ulm 1816, Stettini, gr. 8°.). — Nikolai 's Reisen. Bd. IV, S. »14. ^Hagenauer erscheint hie und da mit dem Adelsworte „uon", doch weder in den Archiven, noch sonst irgendwo, gelanges mir, eine Spur feiner Adelsverleihung aufzu- finden.) — Meyer (I.), Das große Conver« sations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hild- burghausen 1849. Bibliogr. Institut), Bd.XIV, S. 719. — Ein Johann Hagenauer, Großhändler, wurde im Jahre 1848 als Abge- geordneter für das Küstenland von der Stadt Trieft in den constituirenden Reichstag ge- wählt, in welchem er mit der Partei Stadion ging. Hagenauer, Wolfgang (Architekt, geb. zu Straß in Bayern 1726, gest. zu Salzburg 16.December18U1). Bruder des Vorigen, erhielt den ersten Unterricht m Salzburg und bildete sich an der Aka> demie der bildenden Künste in Wien. < Nach Salzburg zurückgekehrt, wurde 13
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Habsburg-Hartlieb
Volume
7
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1861
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
472
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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