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Haidu 213
Karl Mayers K.A. in NĂĽrnberg. Beilage zu
Klar's Taschenbuch Libussa 1858 ^auch bestehen
von diesem Bilde Separatabdrücke in 4«.).
aidll, Weliko (serbischer Held, geb.
im Banate 3. Juli 4769, gest. den Tod
eines Helden am 23. August 1809).
Haidu Weliko diente in der kais. öster-
reichischen Armee zuerst als Gemeiner und
hatte als österreichischer Corporal seinen
Abschied erhalten. Bei dem Ausbruche
der Unruhen in Serbien begab er sich
in dieses Land. Er kämpfte zuerst auf
eigene Faust gegen die TĂĽrken, verband
sich aber spater mit Czerny Georg
und rettete diesen in der Schlacht bei
Alerince (27. Juni 1809) vor Gefangen-
schaft. Nach mehreren in diesem ver»
heerenden Kriege geleisteten Heldenthaten
erhielt er den Auftrag, mit 2000 Mann
das verschanzte Lager der Serben, Deli«
grad, gegen die TĂĽrken zu vertheidigen.
Haidu konnte auf keinen Entsatz hoffen;
ihm blieb nur die Wahl zwischen Ergebung
und Tod; er wählte das Letztere. Ein
zehntägiger Kampf wüthete rings um
Deligrad; Tausende von TĂĽrken waren
schon todt und verwundet, aber immer
neue Schaaren stürmten heran. Die Ser«
ben hatten nur wenig Munition und
Lebensmittel mehr, die Wälle waren
zusammengestĂĽrzt, nur Geisteskraft hielt
noch die Waffen in den Händen der
Unverwundeten. Da kam der entscheidende
Tag. Am 23. August 1809 begann ein
furchtbares Feuer aus allen tĂĽrkischen
GeschĂĽtzen und unter wildem Geheule
rĂĽckten die TĂĽrken zum Sturm, entschlos-
sen , nicht oder als Sieger zurĂĽckzu-
kehren. Staub und Dampf bedeckten das
Feld. InHaidu 's Lager herrschte noch
Stille; die Serben hatten nur wenige
SchĂĽsse mehr zu geben und jeder sollte
noch einen Feind todten. Mehrmal wur«
den die Eindringenden von Haidu und ! seinem kleinen Häufchen zurückgeworfen,
, doch immer neue StĂĽrmer drangen ĂĽber
die Leichen ihrer Vorgänger und die
Serben sanken ermattet auf der Stelle,
wo sie gekämpst, und kämpften noch lie-
gend. Endlich war das Lager erstiegen,
kein Vertheidiger Deligrads, Haidu an
ihrer Spitze, blieb am Leben. Die siegenden
Osmanen aber hatten ĂĽber 7000 Mann
verloren.
Szöl losy (Ioh. Nepomuk), Tagebuch gefeyer-
ter Helden und wichtiger kriegerischer Ereig»
niffe der neuesten Zeit (FĂĽnftirchen in Ungarn
1837, so.) S. 264. - Neuigkeiten (BrĂĽn-
ner polit. Blatt) 1837, Nr. 182 im „Historisch.
Erinnerungskalender".
Haier auch Hltyer, Joseph (Maler
in Brunn). ZeitgenoĂź. Dieser KĂĽnstler,
von dessen Lebensumständen dem Her»
ausgeber nichts Näheres bekannt ist, hat
in frĂĽheren Jahren (1840) in Wien
gelebt; einem Ausstellungscataloge zu-
folge, muß er auch in München gear«
beitet haben (1843), von wo eines seiner
ausgestellten Bilder datirt ist. Gegen«'
wärtig arbeitet er und zwar schon seit
einigen Jahren in Brunn, und die Brün«
ner Blätter berichten zu wiederholten
Malen von seiner Thätigkeit, nament-
lich im Porträtfache. Ueberdieß malt
H. auch Genre- und Altarbilder. Von
seinen Arbeiten hat H. öffentlich aus»
gestellt: „Spieler in einer schenke" (1843)',
— „VaijM5cher Gebirgsjäger mit seinem IM-
chen" (1847, 100 fl.); — „Ner Musikant"
(1832, 120 fi.); — „NaZ Porträt de5
Komiken GllMliZrlli" (1886);— „Mit-
wumlchl ĂĽcr kleinen NrllMnĂĽer" (1839,
200 fl.) — und „Ncr G°d bez heil. Jaseph",
Altarbild, fĂĽr die Kirche von Zuhatschowitz
in Mahren bestimmt.
Neuigkeiten (BrĂĽnner polit. Blatt) 1856.
Nr. 26: „H ai er's Porträte". — Dieselben
1860, Nr. 229. — Brünner Zeitung
i86U, Nr. 223. — Ausstel lungs.Kata.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon