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289 Hamaliar
herzigen BrĂĽder, des Schwesterhauses zur
Erziehung adeliger Mädchen des Civil«
und Militärstandes und anderer Humani-
tätsinstitute, ferner als Erbauer der
Kathedrale von Szathm^r, als Begrün«
der und Erbauer der Pfarreien, Kirchen
und Schulen zu Beregszasz, Nagy-Szöl-
lös, Puszta-Dalis, Mata-Szalka u. A.
ein unvergeĂźliches Andenken in seiner
Diöcese gesichert. Seine 1842 in Szath-
mär gegründete Mädchenschule ist in ihrer
Art eine Musteranstalt. 200 Mädchen
erhalten darin von eigens zu diesem Be>
Hufe in Wien gebildeten Nonnen unent-
geltlichen Unterricht. Sie werden in
weiblichen Arbeiten (von Nähen und
Stricken bis zur feinsten Goldstickerei),
im Zeichnen, in Musik und Sprachen,
in der Hauswirthschaft, Religionslehre,
Kalligraphie und anderen, der weiblichen
Bildung entsprechenden Gegenständen
unterrichtet. Hä. m führte eine sehr strenge
Lebensweise, die er bis an seinen Tod un-
wandelbarbeibehielt. Noch am Tage seines
Ablebens, das im Greisenalter von 77 Iah»
ren erfolgte, las er in seiner Hauscapelle
die h. Messe und wollte wenige Tage zuvor
ungeachtet seiner großen Schwäche und
Kränklichkeit am h. Weihnachtstage per»
sönlich das Hochamt celebriren und die
Predigt halten; aber die physischen Kräfte
versagten ihm den Dienst. Er schlief nie
in einem Bette, sondern genoĂź stets nur
halb entkleidet auf einem leichten Divan
der nächtlichen Ruhe. Zum Erben seines,
auf 600.000 fi. geschätzten Vermögens,
sehte er sein Bisthum, beziehungsweise
die von ihm noch zu seinen Lebzeiten
sequestrirte Fundationalcasse ein, der er
die Verwendung dieses Geldes zu wohl-
thätigen Zwecken an's Herz legte.
1838, Nr. 36: „Häm ^nos, voit
Viiuxök" I^mit seinem Porträte, und auf S. 425 mit der Abbildung seines Sarges, welcher die
Inschrift trägt, auf der einen Längenseite:
Oinsrss. IllortalsL. Iminortai. I2xo. Hl. ao.
V,8iuä. I v. 3oanni2. Näill. Npxi. 82atui6i'.
8. 0. R. ^.. I M. 8t. Int. O025. H.0I). äs 62.
^obd.; ObUt. an. 1867. 30. DsosNbriL. 22.
aetatiZ 77; auf der andern: ^Iter. 8tator.
Dioso. 82g.tmar. I^liuäator. Nosxitaiis. (Av.
Owustri I'. ?. Missrieorä. Oomrl5. Zoro-
ruiu. Ds. lÜIiaritats. Väuoauä. Isobil. Nt.
MUt2.r. VuoUariiN. lĂĽonv. I'. I'. Ninor. 8.
I^anc; auf der Stirnseite: Oouviot. 8ooist.
^SLii. — Nxetruetor. Na,5i1io».s OHtdeär.
Item B6I-63S2222. ^Hß^-s^öllÖZ. sto. ?HI-0>
ckiaruiu. 8otloi2runi. O^ollar. Oalvarias;
auf der Fußseite: Dotator. I'unä.i. DiososI.
i'g.nÄeiQ. Vonk. OiQuia. 8^02220. 6uas.
I^ssavit.^. — Der katholische Christ
(Pesther religiöses Blatt, 4<>.) 4857, Nr. l6,
S. 133. — Preßburger Zeitung 1888,
Nr. IS. — Salzburger Kirchenblatt
1858, Nr. 4 jMch diesen beiden gestorben am
29. December. Die Aufschrift seines Sarges
gibt aber den 30. December als seinen Todes»
tag an j^. — Ehrentempel der katholischen
Geistlichkeit (Wien 1845, Inc. Dirnböck, 8«.)
S. 160, wo er irrig Johann von Hain, statt
Häm, genannt wird.
Hamllliar, Martin (protestantischer
Theolog, geb. zu Bath in der Hon«
ter Gespanschaft 14. November 1730,
gest. zu Szarvas 13. August 1812).
Der Sohn schlichter BĂĽrgersleute, besuchte
die Schulen zu Prandorf, später zu
Schemnih, Gömör, Leutschau und Preß.
bürg; wählte dann die Theologie als
Berufsstudium und besuchte die Hoch»
schule in Jena, wo er unter Griesbach,
Haller, Schmid, Succow und
Ulrich die Collegien hörte. Nach drei»
jährigem Curse kehrte er in seine Heimat
zurĂĽck, trat vorerst eine Erzieherstelle in
der Familie Hellenbach an, wurde
bald darauf Prediger zu Groß'KörtöS in
der Neograder Gespanschaft, 1784 in
Schemnitz und am 31. Jänner 1796
Superintendent deS BergdiftricteS zu
Szarvas. Ein SchlagstuĂź, der ihn Ende
1806 traf, bewog ihn, sein Amt nieder«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon