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Hammer-Pnrg stall 287 Hllimner-Purg stall
„Oesterreichs Ehrenspiegel"; — 6) der mit Ver-
wendung der Beiträge des Freiherrn Ernst von
Feuchtersleben von Aug. Diczmann neu
bearbeitete „Neue Plutarch" (Pesth, Wien und
Leipzig 1858. Hartleben, kl. 8».) enthält Bd. IV,
Tafel 98 auch Hammer's Porträt e^s ist das
wenigst ähnliche von allen vorhandenen Bild-
nissen Hammer's); — 7) gemalt von Kraft,
gestochen von John; — 8) Unterschrift: 5
Prsibsri' v. Hammer -^ ui^staU I^nre
(2io) äsi VsnoäoM Loul^ - (Wien 1836,
gr. 4°.).
VIII. Sandschrift. Adolph Hentze in seinen
„Handschriften der deutschen Dichter und Dich-
terinnen mit 305 Facsimiles" (Leipzig 1835,
kl. 8°.) charakterisirt Hammer's Handschrift
mit folgenden Worten: „Mit was man um>
geht ..., das ist in der That so eine Art Keil>
schrift".
IX. Gedichte an Sammer-Purgstall. GroĂź ist
die Zahl der poetischen Huldigungen, welche
Hammer zu Theil geworden; wir fĂĽhren
hier nur einige an.- Faust (poligr. Zeit-
schrift, gr. 40.) 1854, Nr. 3: „Gruß aus
der Heimath dem berühmten Steiermärker
Joseph Freiherrn von H a m mer«Purgstall,
zu seinem 81. Geburtstage gewidmet von I .
G. Seidl". — Wiener Zeitschrift für
Kunst, Literatur. Theater und Mode. 1«38,
Nr. 28: „Lyrische Trilogie von Hammer-
Purgstal l , Nückcrt, Frankl" ^enthält
Gedichte Nückert 's und F rankl's an H a m»
mcr und eines Hammer's an RĂĽckert,
anläßlich der Uebersendung eines persischen
Siegels, worauf die orei Worte inolir (Sonne),
^litlr (Liebe) und klĂĽlir (Siegel) gesck)rieben
standen^. — Der Al penbote (Localblattvon
Steyr und Hall. 4«.) 1856 (I. Jahrg.), Nr. 59.-
„Den Manen des Dichters und Orientaliston
Ha mmer-Purg stall", von I . Haus«
leu tner. — Der Wa nderer (Wiener polit.
Blatt) 1856. Nr. 554: „Ha m m er' Pu rg<
stall's Beerdigung während eines Schnee»
gcstöbcrs in Weidling am 26. November 1835",
von Ludw. Aug. Frankl. l^Davon erschien
auch ein Separatabdruck.) — Wiener nll-
gemeine Theater-Zeitung 1854, Nr.
123: „An H a m mcr' Purgstall. Zu seincin
80. Geburtstage am 9. Juni 1854", von W.
Constant. — Gratz er Telegraf 1856,
Nr. 309: „Nachruf an Hammer-Purg-
stall". von Iul. K—k. — Stern (M. I.),
Immortelle auf das Grab Ha mm erwĂĽrg-
st all's (Wien 1856). — Anastasius Grün
hat dem großen Orientalisten sein herrliches Gedicht „Schutt" mit einem tiefpoetischen
Widmungsgedichte zugeeignet. — Bemerkens-
werth erscheint es im Hinblick auf die bisher
angefĂĽhrten mannigfaltigen Ehren, die dem
berĂĽhmten Gelehrten erwiesen wurden, daĂź ein
motivirter, schriftlich gestellter Antrag, H am<
mer-Purgstall zu seinem 80. Geburtstage
das EhrenbĂĽrgerrecht der Stadt Wien zu vel>
leihen, worauf er als Historiograph einer denk«
wĂĽrdigen Periode Wiens, der ersten TĂĽrken-
belagerung (vergl. S.273, Nr. 18). ein Recht
erworben hatte, von dem frĂĽheren BĂĽrgermeister
in einer Weise abgelehnt wurde, die den greisen
Gelehrten, wenn er sie erfahren hätte, tief hätte
verletzen mĂĽssen.
X. Bibliothek. Hammer's Bibliothek, durch
ihre seit einem halben Jahrhunderte gesammel-
ten Werke zur Geschichte und Literatur des
Orients einzig in ihrer Art, wurde, nachdem
ihre öffentliche Versteigerung festgesetzt war,
von Seite des k. sächsischen Kultusministeriums
durch den Hofrath und Oberbibliothekar der
Leipziger Universität. Dr. G. G. Gersdorf,
um den Preis von 10.000 fl. vor dem zur
Auction anberaumten Termin angekauft Miener
Zeitung 1858, S. 103). — Die Blindthürc in
H a m m e r's Bibliothek, die zugleich sein Arbcits»
zimmer war, war aus lauter VĂĽcherrĂĽckon mit
höchstpikanten, meist erfundenen Titeln zusam-
mengesetzt. Eines Tages, als ich Hammer's
Tischgast gewesen, siel mir diese BlindthĂĽre auf
und ich ersuchte Hammer, mir eine Abschrift
davon zu gestatten. Der liebenswĂĽrdige Gelehrte
gestattete mir nicht nur eine solche, sondern
lieĂź mir selbst eine anfertigen und ĂĽberbrachte
sie mir in meine Wohnung. Sie fĂĽhrt den
Titel: „Vrrzeichniß der Büchcrtitel auf der
BlindthĂĽre der Bibliothek des Freiherrn oon
Hammer". Ich muĂźte ihm nur versprechen,
dieses VerzeichniĂź, so lange er lebe. nicht zu
veröffentlichen, welches Versprechen ich auch
gehalten habe.
XI. Stand der Familie. Stammvater: Joseph
Freiherr von Ha mm er» Purgstall (geb.
9. Juni 1774, grst. 23. November 1856), ucr-
mält seit 9. Juni 1816 mit liaroline von hmili»
stein (geb. 22. Juli 1797. gest. 15. Mai 1844).
Aus dieser Ehe stammen vier Kinder: zwei
Söhne, Kar l und -Max, und zwei Töchter,
Isabella und Gveline. K a r l (geb. 20. April
181?), vormals Hauvtmann im Infanterie-
Regimente Erzherzog Albrecht Nr. 44, ist
das gegenwärtige Haupt der Familie; aus
seiner, am 15. Februar 184? mit Aaroline
geborenen!^lf<nittl) geschlossenen Ehe stammen.-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon